Heuschnupfen und Pollenallergie: Hausmittel, Naturheilkunde und Homöpathie 

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Heuschnupfen oder auch "Pollenallergie". Meiner Meinung nach, kann dieses Problem am Besten durch eine naturheilkundliche Therapie wirklich geheilt werden. Alles andere ist für mich nur eine Unterdrückung von Symptomen.

Aber bevor ich näher darauf eingehe, erst einmal einige Zahlen und Fakten zum Heuschnupfen:

Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung leidet unter Heuschnupfen (auch Pollinosis, Rhinitis allergica oder Pollenallergie genannt). Heuschnupfen ist ein Symptom einer Überempfindlichkeitsreaktion (Allergie) auf Proteinbestandteile von Blütenstaub (Pollen) verschiedener Pflanzen. Unterschiedlichste Gräser, Getreide, Bäume, Kräuter oder Sträucher können die Allergie auslösen.

Pollen werden leicht durch die Luft getragen und können bei Kontakt mit der Nasenschleimhaut oder der Bindehaut des Auges eine Allergie vom Soforttyp (Allergie-Typ I) auslösen.

Die Allergiesymptome sind dann typischerweise Heuschnupfen mit Niesattacken, zugeschwollener Nase und wässrigem Nasenausfluss, außerdem die allergische Konjunktivitis (= Bindehautentzündung) mit Jucken, Brennen, Schwellung, Tränen und Rötung. Ebenso können Husten, Halskratzen und Konzentrationsstörungen auftreten. Die Patienten fühlen sich schlapp, müde und krank, und das oft über Wochen oder sogar Monate hinweg.

Heuschnupfen tritt saisonal auf, das heißt dann, wenn die jeweiligen Pflanzen, gegen die die Allergie besteht, im Jahresverlauf blühen. Die meisten Allergien bestehen gegen Pflanzen, die im Frühjahr oder Frühsommer blühen. Deshalb sind die Monate April bis Juni für die meisten Menschen mit Heuschnupfen problematisch. Aber auch das Wetter spielt eine Rolle. In Jahren mit viel Regen sind die Symptome nicht so stark, da die Pollen bei regen schneller aus der Luft gespült und weggeschwemmt werden. Durch die Klimaveränderung gibt es allerdings kaum noch pollenfreie Monate. Die ersten Allergiker melden sich bei mir teilweise jetzt schon im Januar - meist sind es dann bereits die Haselnusspollen! Es wird immer verrückter. 

Häufig treten neben dem Heuschnupfen auch Nahrungsmittelallergien als Kreuzallergien auf (ausgelöst durch ähnliche Proteinstrukturen).

Bei schwerem Verlauf und länger bestehendem Heuschnupfen kann ein "Etagenwechsel" erfolgen: Das heißt, dass sich ein allergisches Asthma entwickeln kann. Hierbei sind anfallsweise die Luftwege verengt, was zu Atemnot führt.

Immunologie: Man sieht ein überschießendes TH2-System mit einer verstärkten Bildung von IgE Antikörpern.

Als Auslöser einer Pollenallergie werden unter anderem Schwermetalle und auch Impfungen diskutiert, die das körpereigene Glutathion reduzieren, wodurch die übersteigerte TH2 Reaktion augelöst wird.

In der schulmedizinischen Behandlung werden die Symptome mit Antihistaminika gelindert. Diese Medikamente hemmen den Botenstoff Histamin, der zu den typischen Allergiesymptomen führt. Antihistaminika werden von den Patienten meist als große Erleichterung empfunden, können aber auch sehr müde machen.

Weiterhin wird oft eine Hyposensibilisierung vorgenommen. Dabei wird dem Körper zunächst eine sehr kleine Menge des Allergie auslösenden Stoffes gespritzt. Die Dosis wird dann nach und nach erhöht, sodass sich der Körper immer wieder mit dem Allergen auseinandersetzen soll (tut er das nicht sowieso schon?) und schließlich einen "normalen" Umgang mit dem Allergen entwickeln soll. Zu der der Strategie der Hyposensibilisierung habe ich im Artikel Hyposensibilisierung? - Nein Danke! ausführlicher Stellung genommen.

Allerdings führt diese Behandlung manchmal nur zu einer Verschiebung der Allergie auf einen anderen Auslöser. Sie macht auch nur bei Patienten Sinn, deren Allergie durch eine eng begrenzte Pflanzengruppe ausgelöst wird. Menschen, die zum Beispiel gegen Früh- und Spätblüher allergisch sind oder bei denen Lebensmittel- oder Hausstauballergien dazukommen, profitieren meist nicht von der Hyposensibilisierung.

Sprache der Symptome

Die Beziehung zwischen dem Immunsystem und dem seelischen Gleichgewicht ist schon fast ein "alter" Hut in der Naturheilkunde. Schön, dass sich "wissenschaftliche" Disziplinen wie die Psychoneuroimmunologie jetzt auch damit beschäftigen.

Anfällig scheinen Menschen zu sein, die ohnehin schon die „Nase voll“ haben. Die Frage ist nur: Wovor? Manchmal können Veränderungen in einem ganz anderen Lebensbereich die Allergieprobleme mildern oder komplett verschwinden lassen.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie doch einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Im Folgenden finden Sie Hausmittel, Möglichkeiten der Naturheilkunde und der Alternativmedizin, die bei Heuschnupfen in Frage kommen können.

In der Naturheilkunde gibt es eine ganze Reihe von Therapiemöglichkeiten, um Heuschnupfen natürlich zu heilen oder zumindest die Symptome zu mildern. Allerdings gibt es kaum "Universal-Heilmittel", die für alle Patienten gleichermaßen hilfreich sind.

Ernährung

Wie bei Allergien allgemein: Setzen Sie grundsätzlich auf eine gesunde und naturbelassene Ernährung mit wenig Fleisch. Meiden Sie pauschal: Soja und Sojaprodukte (Gentechnik!), Milch, Schweinefleisch sowie Erdnüsse, Paranüsse und Haselnüsse. Als wichtig erachte ich auch eine Darmsanierung - vor allem in schweren Fällen. Die Ernährung spielt nach meiner Erfahrung eine wichtige Rolle. Ich selbst konnte meine Allergien im Wesentlichen mit Heilfasten heilen. Im Beitrag: Heilfasten bei und gegen Allergien schreibe ich mehr dazu.

Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)

Möglicherweise hilfreich: Je 40 ml Taiga und Sonnenhut, 20 ml Königskerze, 3 Tropfen Estragonöl und 3 Tropfen Ysopöl. Blasentang-Urtinktur: 3 mal täglich 15-20 Tropfen mit einem Glas Wasser trinken. Nicht, wenn Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden!

Gemmo-Therapie Bis zur Linderung stündlich 1-2 Stöße Johannisbeer-Knospenmazerat in den Mund sprayen.
Heilpflanzen

Folgende Heilpflanzen können bei Heuschnupfen hilfreich sein:

Echinacea (Während der Allergiezeit in hohen Dosen einnehmen. Aber: Senkt bei zu langer Einnahme die körpereigene Abwehr.)

Knoblauch (Zwei bis vier frische Zehen pro Tag. Normalisiert die Schleimhäute)

Löwenzahn (Als Teekur über sechs Wochen. Stärkt Verdauungstrakt und Schleimhäute.)

Brennnessel (Wirkt blutreinigend.)

• Eibisch (Wirkt reizlindernd.)

Ginseng (Wirkt allgemein stärkend)

Pollen und Propolis zur „Desensibilisierung“: Oral eingenommene Pollen in geringer Dosierung können den Körper schon vor der Allergiezeit an den Auslöser gewöhnen. Wichtig ist dabei, dass Blütenpollen aus der Region zum Einsatz kommen. Besorgen Sie sich Pollen und Propolis von einem Imker in Ihrer Nähe. Einige Wochen vor der Allergiezeit beginnen Sie mit der Kur: Mischen Sie eine Messerspitze Pollen mit 98ml Wasser und 2ml Schnaps. Von dieser Mischung nehmen Sie mindestens vier Wochen lang (gerne sechs oder acht Wochen) morgens und abends fünf Tropfen ein. Dann mischen Sie zwei Gramm Propolis mit 100ml Schnaps und nehmen einige Wochen lang mittags fünf Tropfen davon ein. Der Körper trainiert so den Umgang mit den regional vorkommenden Pollen, also genau mit den Stoffen, die sonst die Allergie auslösen.

Homöopathie

Aus dem Bereich der Homöopathie kommen einige Mittel in Frage. In meinm Beitrag: Hömöopathie bei Heuschnupfen, beschreibe ich einige dieser Mittel.

Aus dem Bereich der Komlexhomöopathie kommt zum Beispiel das „Heuschnupfenmittel DHU“ in Frage (3 x tägl. 10 Tropfen).

Hildegard von Bingen

Fenchel-Dill-Kur: 20 g Fenchelkraut und 80 g feine Dillspitzen werden gemischt und 1 Esslöffel davon auf einer Tonscherbe (Blumentopf) verbrannt. Den Rauch einatmen und die Asche essen, zum Beispiel aufs Essen streuen. Ich erwähne das Rezept nur der Vollständigkeit halber!

Klimatherapie

Klimatherapie: Ein Ortswechsel reduziert die Beschwerden

Wer die Möglichkeit hat, kann während der Allergiezeit einen Ort aufsuchen, an dem es nur wenige Pollen gibt. Während bei uns die Pollen fliegen, sind andere Klimagebiete (zum Beispiel Amerika oder die Kanarischen Inseln) pollenarm. Auch innerhalb Deutschlands gibt es Gebiete, in denen die Pollenbelastung sehr gering ist: die Nordseeküste, und ganz besonders die Nordseeinseln. Auch in vielen Hochgebirgslagen sind nur wenige Pollen in der Luft. Wer den Pollen so entgeht, verschafft sich auch längerfristig Erleichterung: Der Körper wird wieder unempfindlicher, wenn er nicht ständig dem Kampf gegen die vermeintlich gefährlichen Stoffe ausgesetzt ist.

Kneipptherapie

Bereits im Frühjahr mit Taulaufen (oder Barfußgehen) beginnen. Die anfänglichen 5 Minuten auf 15 Minuten ausdehnen, aber nur mit warmen Füssen. Wenn Sie dies konsequent tun, kann es sein, dass Sie die Pollenflugzeit ohne Probleme überstehen.

Bei zahlreichen Patienten wirkt der kalte Gesichtsguß sehr gut. Dieser öffnet die Nase und führt zu einer Beschwerdelinderung und eignet sich auch als Sofort-Hilfe.
 

Orthomolekulare Medizin

Cystein, SAM, Vitamin D, B-Vitamine, Coenzym Q10, Lecithin, Vitamin C, Magnesium, Kalzium, Zink. Damit die Mittel wirken, müssen sie in relativ hoher Dosierung eingenommen werden.

Besonders effektiv kann das Spurenelement Unizink auch bei klassischen Symptomen des Heuschnupfens eingesetzt werden.

Säure-Basen-Haushalt Das Thema Übersäuerung und Säure-Basen-Haushalt spielt eine Rolle.
Spenglersan Kolloid

Spenglersan Kolloid K ist ein registriertes natürliches homöopathisches Arzneimittel. Das "K" steht hierbei für die "körpereigene Abwehr", "Klimakterium" oder für "Kinder", da es sehr gut für sie geeignet ist. Beim Heuschnupfen ist es aus dem Bereich der Kolloide das Hauptmittel. Es sollte bereits drei Wochen vor Beginn des "problematischen" Pollenfluges eingesetzt werden. Empfohlen werden im Allgemeinen: 2 mal täglich 2 Sprühstöße in jedes Nasenloch hochzuziehen.

Bei sehr starken Beschwerden kann es zusammen mit Spenglersan Kolloid G im täglichen Wechsel eingesetzt werden.  
 

Sonstiges

Allgemein hilfreiche Tipps gegen Heuschnupfen:

Eine Nasendusche morgens und abends lindert die Symptome. Zwischendurch tut es auch ein Nasenspray mit Kochsalzlösung. Zur Beruhigung der Nasenschleimhäute können Sie mehrmals täglich je einen Tropfen Olivenöl in jedes Nasenloch geben und gut verreiben. Alternativ können Sie auch Coldastop Nasenöl verwenden.

Waschen Sie Abends Ihre Haare.

Falls die Nase wund wird (vom Schnäuzen), hilft Calendula-Salbe (Ringelblume).

Wechseln Sie Ihre Kleidung täglich und legen Sie draußen getragene Kleidung NICHT im Schlafzimmer ab. Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht im Freien.

Lüften Sie ihre Räume so früh wie möglich. Mit zunehmender Tageszeit wird der Pollenflug intensiver. Hilfreich kann es sein, sogenannte Pollengitter vor den Fenstern zu montieren, vor allem vor den Schlafzimmer-Fenstern, wenn Sie gerne mit offenem Fenster schlafen.

Meiden Sie den Kontakt zu den Pollen so weit wie möglich. Das bedeutet nicht, dass Sie nicht mehr nach draußen gehen sollen. Aber ein Waldspaziergang in der Pollenflugzeit ist bei einer Baumpollenallergie keine gute Idee, vor allem nicht, wenn es schon einige Tage lang trocken war.

Bereits im Frühjahr mit Taulaufen (oder Barfußgehen) beginnen. Die anfänglichen fünf Minuten auf 15 Minuten ausdehnen, aber nur mit warmen Füßen. Wenn Sie dies konsequent tun, kann es sein, dass Sie die Pollenflugzeit ohne Probleme überstehen.

Die Eigenbluttherapie regt die körpereigene Abwehr an. Bei Kindern kann / sollte auch die Eigenbluttherapie nach Imhäuser gedacht werden.

Wichtig ist eine Vermeidung von Genuss- und Umweltgiften: Insektengifte, Amalgam, aber auch Nikotin und Alkohol machen die Symptome des Heuschnupfens nicht besser.

Akupunktur kann die Symptome drastisch verbessern.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Heilpraktiker René Gräber

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 31.5.2016 aktualisiert.