Ölziehen - Oder: Die wundersame "Ölzieh-Kur"

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Der Inhalt des folgenden Beitrags beruht im Wesentlichen aus dem Referat von Dr. F. Karach, Teilnehmer der Tagung des Allukrainischen Verbandes der Onkologen und Bakteriologen, zusammengefasst von dem Schweizer Naturarzt Hermann Kaufmann.

Thema des Beitrags von Dr. Karach: "Ein ungewöhnlich einfacher Heilprozess des menschlichen Körpers mit Hilfe von KALTGEPRESSTEM SONNENBLUMENÖL."

Ölziehen

Die Resultate die das Verfahren des Ölziehens hervorruft muten in der Tat etwas wunderlich an. Es ist erstaunlich, dass mit dieser vollkommen unschädlichen, biologischen Ölziehkur derartige Gesundungserfolge erzielt werden konnten.

Diese einfache Methode ermöglicht es, die verschiedensten Symptome sowohl zu behandeln als auch vollkommen auszuheilen, wobei man auf chirurgische Eingriffe und auf das Einnehmen verschiedener Medikamente mit ihren oft schädlichen Nebenwirkungen verzichten kann.

Dr. Karach führte weiter aus, dass der eigentliche Grundsatz dieses Heilverfahrens hauptsächlich in der einfachen Art und Weise, nämlich im Schlürfen des Öls in der Mundhöhle besteht und dass der weitere Heilvorgang vom menschlichen Organismus allein vollzogen wird. Auf diese Weise sei es möglich, Zellen, Gewebe und Organe gleichzeitig zu heilen.

Es wird die Vernichtung der Mikroflora und damit die Zerstörung des Organismus verhindert. So wird das Gleichgewicht nicht angegriffen. Der heutige Mensch lebt eigentlich um die Hälfte kürzer, als biologisch möglich wäre, er könnte nämlich bis zu 150 Jahre alt werden.

Diese Ölziehkur wirkt bei offensichtlichen Problemen wie

aber als allgemein "entgiftende Methode" auch bei Beschwerden und Krankheiten wie:

Vorbeugend wird gleichzeitig das Entstehen verschiedener "Auswüchse" verhindert wie auch geheilt, wie z.B. Lähmungen, Nervenerkrankungen, Lungen- und Lebererkrankungen sowie epidemisch auftretende Krankheiten. So ist es möglich, viele Symptome zu heilen, die vielleicht sogar durch das Einnehmen anderer Medikamente verursacht wurden.

Die Ölziehkur hilft dem ganzen Organismus gleichzeitig auch vorbeugend.

Das kann vor allem bei lebensgefährlichen Symptomen wie Infarktfällen von großer Bedeutung sein. Auf diese Weise habe ich meine chronische Blutkrankheit, an der ich 15 Jahre litt, ausgeheilt. Auch bei einer heftigen Arthroseerkrankung mit notwendigem Bettaufenthalt wurde ich durch diese Methode nach 3 Tagen wieder gesund (Anmerkung René Gräber: gemeint ist Dr. F. Karach).

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Anwendung und Durchführung der Ölziehkur

Der Heilvorgang: Kalt gepresstes Pflanzenöl, maximal ein Suppenlöffel, mindestens jedoch ein Kaffeelöffel voll, wird in die Mundhöhle eingeführt. Das Öl wird dann während 15 bis 20 Minuten ohne Hast, bei geschlossenen Lippen kräftig im Mund hin- und hergespült. Bei dem Vorgang ist darauf zu achten, alle Winkel der Mundhöhle zu erreichen. Das Ziehen des Öls durch die Zahnzwischenräume ist besonders wichtig.

Sonnenblumenöl wird teils alsder überlieferte "Klassiker" für das Ölziehen gehandelt. Jedoch können auch andere Öle verwendet werden.

Das Öl sollte auf keinen Fall heruntergeschluckt werden, auch nicht in kleinsten Mengen.

Das Öl ist zuerst dickflüssig, dann aber wird es dünnflüssig. Wenn es ausgespuckt wird, sollte es weißlich wie Milch sein. Ist die Flüssigkeit gelb, so ist das ein Zeichen dafür, dass die Therapie von zu kurzer Dauer war.

Nach dem ausspucken sollte die ganze Mundhöhle gründlich und mehrere Male mit Wasser gespült und die Zähne mit der Zahnbürste gereinigt werden. Die ausgespuckte Flüssigkeit ist sehr giftig, sodass auch das Waschbecken gründlich gereinigt werden soll. Am besten ist es, wenn man das Öl mit einem Haushaltpapier aufnimmt und dem Kehricht zur Verbrennung mitgibt.

In der ausgespuckten Flüssigkeit befindet sich eine große Menge von Bakterien und verschiedenen Krankheitserregern. Wenn wir einen Tropfen der ausgeschiedenen Flüssigkeit unter einem Mikroskop in einer sechshundertfachen Vergrößerung untersuchen würden, bekämen wir eine Art von beweglichen Fasern zu Gesicht. Das sind Mikroben in ihrem ersten Entwicklungsstadium.

Es ist besonders wichtig zu betonen, dass sich während der Zeit der Ölziehkur der Stoffwechsel unseres Organismus verstärkt abwickelt und so ein dauerhafter Gesundheitszustand erreicht werden kann. Eine der auffallendsten Wirkungen dieses Vorganges sind die Festigung lockerer Zähne, das Unterbinden von Zahnfleischbluten und sichtbares Weißerwerden der Zähne.

Die Ölspülung wird am besten morgens noch vor dem Frühstück vorgenommen. Um den Heilprozess zu beschleunigen kann der Vorgang zwei bis drei mal täglich wiederholt werden. Immer jedoch vor dem Essen und mit leerem Magen. Der Organismus wird dadurch nicht geschädigt und der Ablauf des Heilverfahrens ist schneller und wirkungsvoller.

Der so beschriebene Heilvorgang muss so lange vorgenommen werden, bis sich im Organismus die ursprüngliche Kraft, die Frische und der ruhige Schlaf wieder eingestellt haben. Nach dem täglichen Erwachen darf keine Müdigkeit mehr vorherrschen und keine Tränensäcke sollten mehr vorhanden sein. Ein gesunder Appetit und ungestörtes Erinnerungsvermögen sollten sich eingestellt haben.

Hier könnte beanstandet werden, dass dieses Heilverfahren sich anfangs durch eine Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes bemerkbar machen kann, was bei Patienten, die an mehreren Symptomen leiden, durchaus möglich ist. Dieses Gefühl tritt hauptsächlich auf, wenn der entzündete Zustand im Laufe des Heilverfahrens sich zu verflüchtigen beginnt. Es kann sogar dazu kommen, dass der eine Krankheitsherd den anderen beeinflusst, um in Zukunft einer schwereren Krankheit vorzubeugen.

Es gibt deshalb keinen Grund, den Heilungsprozess zu unterbrechen, selbst wenn sich erhöhte Temperatur einstellen sollte. Sollte aus irgend welchen Gründen trotzdem unterbrochen werden, muss man sich darüber im Klaren sein, dass sich die eigentliche Heilung nur während des "Ölschlürfens" verwirklichen kann.

Ich betone, dass auch die Verschlechterung des Zustandes ein Zeichen dafür ist, dass die Krankheit schwindet und dass sich der Organismus erholt. Auf die Frage, wie oft man diese Ölspülung vornehmen sollte, müsste allein der sich im Heilungsprozess befindliche Patient antworten: Je nachdem, wie man sich fühlt. Sobald sich das Gefühl von guter Gesundheit eingestellt hat, ist der Prozess beendet. Heftige Erkrankungen werden außergewöhnlich schnell geheilt. Chronisch auftretende Krankheiten brauchen längere Zeit, manchmal einige Monate oder bis zu einem Jahr.

Ölziehen im Ayurveda

Im Ayurveda wird das Ölziehen vorzugsweise mit Kokosöl praktiziert. Indische Mediziner zeigten in einer Studie, dass die Wirkung des Öls auf die darin vorkommende hohe Konzentration der Laurinsäure zurückzuführen ist. Die antiseptische Fettsäure hat sich als hervorragendes Mittel gegen Zahnfleischentzündungen herausgestellt. Mit der Reduzierung der bakteriellen Plaques auf den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen wird auch die Entstehung der Parodontose weitgehend verhindert und dem Zahnverlust vorgebeugt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4382606/).

Das Ayurveda kennt Ölziehen in erster Linie als Mittel zur Erhaltung der Mundgesundheit. Daneben  soll es auch bei 30 systemischen Erkrankungen helfen. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Betrachtungsweise der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Dort korrespondieren verschiedene Areale der Zunge mit inneren Organen. Möglicherweise erklärt sich so der umfassende Effekt des Ölziehens auf die Förderung der gesamten Gesundheit. Neben dem Kokosöl ist Sesamöl in der ayurvedischen Heilkunde weit verbreitet. Die Pflanzensamen werden auch in der indischen Küche reichlich verwendet.   

Ätherische Öle können die Wirkung des Ölziehens verstärken. Empfohlen werden 3 Tropfen vom Auszug einiger Zitrusfrüchte oder der Pfefferminze in einem Esslöffel. Homöopathische Zusätze aus Nelken-, Zimt- und Teebaumöl unterstützen die Ölziehkur ebenfalls.    

Fazit von mir

Dr. Karach hat angeblich die Ölkur von sibirischen Schamanen übernommen. Genaue Zeit- und Quellenangaben jedoch fehlen, ebenso wie Publikationen eines Dr. Karach. Ob nun die Geschichte stimmt oder nicht, ist im Grunde genommen ohne Relevanz. Ich mache diese Kur von Zeit zu Zeit und empfinde sie (ganz subjektiv natürlich), als gut und wohltuend.

Die Anmerkungen von Dr. Karach bezüglich der "Giftigkeit" der Ölziehflüssigkeit und seinen Vorschlag zur "Entsorgung" halte ich für etwas übertrieben. Es reicht das Öl auszuspucken. In fortgeschrittenen Varianten gibt es auch die Möglichkeit das Öl herunterzuschlucken.

Das Sonnenblumenöl ist einer der überlieferten "Klassiker" für das Ölziehen. Die Empfehlung des Ayurveda Kokosöl zu verwenden wird durch wissenschaftliche Studien unterstützt. Andere Öle wie Sesamöl eignen sich ebenfalls. In mindestens 18 wissenschaftlichen Studien ist die Wirkung des Ölziehens belegt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=%22oil+pulling%22). In meinen Schriften und Büchern (siehe René Gräber Bücher) zu verschiedenen Beschwerden und Krankheiten gehe ich auf andere (aus meiner Sicht wirkungsvollere) Öle ein.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 06.09.2017 aktualisiert

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