Naturheilkunde und Alternative Medizin

Phantomschmerz

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Phantomschmerzen oder Phantomempfindungen sind Schmerzempfindungen und/oder Missempfindungen in Körperteilen, die nach einer Amputation oder amputierenden Verletzung nicht mehr vorhanden oder durch Nervenverletzungen (z.B. Querschnittslähmung) nicht mehr nerval versorgt sind.

Das nicht mehr vorhandene oder denervierte Körperteil wird dabei als noch vorhanden empfunden und es kann zu einem Juckreiz, Bewegungsempfindungen oder Schmerzen in diesem kommen.

Nach Amputation von Extremitäten kommt es in einigen Fällen zu dem Empfinden, dass direkt auf dem Stumpf eine geschwollene Hand bzw. ein Fuß aufsitzt (Teleskopphänomen).

Phantomschmerzen können durch Berührung am Stumpf ausgelöst werden. In einigen Fällen kommt ein Amputationsneurinom vor (= gutartiger Tumor, der von der Nervenhüllschicht ausgeht), dass für den Phantomschmerz verantwortlich gemacht werden kann.

Andere Erklärungsansätze für die Entstehung von Phantomschmerzen sind das Vorhandensein eines Schmerzgedächtnisses, schmerzhafte Muskelverspannungen, fehlausgelöste Nervenreize und psychlogische Ursachen.

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einem Phantomschmerz in Frage kommen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel

Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.

Nach der Erfahrung von APM Therapeuten ist die APM sehr gut geeignet die unterbrochenen Meridiane "über den Stumpf" hinweg wieder miteinander zu verbinden.

Homöopathie Phosphorus D12

Cepa D4

Ammonium muriaticum D6
 
Schüssler-Salze Silicea Nr. 11
Sonstiges

Auf neuroscript.com können Sie folgendes lesen: 

Phantomschmerzen treten bei einem erheblichen Prozentsatz von Amputierten auf. Pathogenetisch spielen die Stumpfverhältnisse (Neurom, Narbe, Splitter) eine gewisse Rolle. Man ist heute zunehmend der Meinung, dass auch regenerative Prozesse im ZNS (zentralen Nervensystem) an der Entstehung der Beschwerden beteiligt sind. Phantomschmerzen werden distal projiziert, sind konstant oder anfallsartig. Die Beschwerden haben die Tendenz, mit dem Alter zuzunehmen. Sie sprechen oft gut auf Opiate an, weswegen bei vielen Patienten Suchtgefahr besteht.

Zur Therapie wird dort ausgeführt:

die Therapieerfolge mit TENS sind bei Phantomschmerz gut. Initial liegen sie bei 80%, nach 4 Jahren
 noch bei 47%. Man kann die Implantation einer epiduralen Stimulationselektrode versuchen, wenn die TENS keinen befriedigenden Erfolg zeigt. Auch mit den epiduralen Sonden sind die Therapieerfolge bei Phantomschmerzen besser als bei anderen Schmerzsyndromen.

Die medikamentöse Therapie ist aufgrund der langen Dauer der Beschweren schwierig:
- Gabapentin 3x 300mg (Anfangsdosis) bis max. 3600mg/d p.o.
- Carbamazepin
- akut: Tramal 20gtt

Einige Patienten sind an Opiate gewöhnt. Die Aussichten bei dieser Gruppe sind oft schlecht.

In bisher noch unzureichend überprüften Studien werden lang anhaltende Therapieerfolge unter Calcitonin 200 IE in NaCl als Kurzinfusion berichtet. Der Wirkmechanismus ist unbekannt.

Oft treten Phantomschmerzen in Kombination mit Stumpfschmerzen auf oder sind durch die elektrisierenden oder schmerzhaften Parästhesien aus einem Stumpfneurom getriggert. In diesen Fällen kann die Exzision des Neuroms weiterhelfen. Einige Untersuchungen weisen allerdings darauf hin, dass die Neigung zu Neuromen individuell unterschiedlich ist und sich auch bei den operierten Patienten erneut Neurome einstellen (vgl. Die Narbenkeloid-Neigung). Dennoch führt die Exzision des Nervenend-Neuroms bei Stumpfschmerzen zumindest zu einer mittelfristigen Besserung. 

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2011 aktualisiert.

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