|
Bei der Zöliakie entwickelt sich an der
Darmschleimhaut eine Entzündung. Allmählich wird die
Schleimhautoberfläche zerstört, die Schleimhautzotten des Dünndarms schwinden fortschreitend: Die
Schleimhautzotten haben die Aufgabe, die Oberfläche des Dünndarms zu vergrössern. So helfen sie
mit, die Aufnahme von lebenswichtigen Stoffen aus der im Dünndarm verdauten Nahrung zu
intensivieren.
Wer unter Zöliakie leidet, hat Probleme
bei der Aufnahme und Verwertung von Fett, Eiweiss (siehe auch: Eiweißverdauung), Folsäure, Vitamin C, Vitamin K, Vitamin D und einer
ganzen Reihe von Mineralstoffen.
Kein Wunder, dass die Vitalität und die
Leistungsfähigkeit von Zöllakie-Betroffenen oft beeinträchtigt ist, dass es zu Untergewicht kommt
und dass auch die Verdauung nicht mehr im Gleichgewicht ist.
Zöliakie-Betroffene meiden strengstens
glutenhaltige Nahrungsmittel. Das Kleber-Eiweiss Gluten kommt im Weizen, in Gerste, Roggen und
Hafer vor.
Die Ernährungsfachleute Dr. med.
John van Limburg Stirum und Paul Pfyl stellen jedoch fest, dass die Vermeidungstaktik
zwar angezeigt ist, jedoch: «Die Unverträglichkeit von Gluten ist nicht die Ursache, sondern
lediglich ein charakteristisches Symptom der Zöliakie.»
Verantwortlich seien, so vam Limburg
Stirum und Pfyl, «die industriell hergestellten Nahrungsmittel in Verbindung mit dem vermehrten
Verzehr artfremder Eiweisse.» Der zu hohe Anteil an E-Stoffen, Pestiziden und Fungiziden in der
Nahrung, ebenso Fabrikzucker und industriell hergestellte Fette gehören in dieses
Kapitel.
Sicher ist es wichtig, dass Betroffene
wissen, welche Stoffe sie meiden sollen. Mindestens ebenso wichtig sind Angaben, wie man sich trotz
Zöliakie gesund und sogar lustvoll ernähren kann.
|