Die Artischocke als Heilpflanze: Was bringen Artischocken Kapseln & Co.?

Die Artischocke ist ein Korbblütler der ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Südamerika stammt. Für das distelartige Gemüse gibt es mittlerweile aber auch andere Anbaugebiete, wie zum Beispiel die USA, Spanien, Italien, Frankreich, Argentinien und Ägypten.

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Die Artischocke kann bis zu 2 Meter groß werden. Sie wächst am besten an einem trockenen Ort mit viel Sonnenlicht. Ihr Geschmack ist feinherb bis leicht bitter.

Die Artischocke ist nicht nur ein rundum gesundes Gemüse, sie wird auch zur Dekoration oder als hübsch anzusehende Topfpflanze verwendet. Bis zur Zeit der französischen Revolution war die Artischocke ein Zeichen von vornehmem Lebenstil und Wohlhaben. Wer dieses Gemüse im Garten hatte, war gesellschaftlich sehr angesehen. Die Geschichte der Artischocke lässt sich bis ins Jahr 500 v. Cr. zurückverfolgen.

Zu den Inhaltsstoffen der Artischockenwurzel und den Blättern der Artischocke zählen Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe mit postitiven Auswirkungen auf die Gesundheit) und Chinasäurederivate. In geringen Mengen ist auch der Bitterstoff Cynarin (stoffwechselanregend für Leber und Galle) in der Artischocke enthalten.

Aber nur die Gesamtheit dieser Inhaltsstoffe kann gesundheitsfördernd wirken. Als Heilpflanze ist die Artischocke auch in verschiedenen fertigen Präparaten zu finden. Die Artischocken Kapseln, Tabletten, Artischocken Dragees oder Tee sollten aus erstklassigen Substanzen erzeugt sein. Für die Arzneimittelherstellung verwendete Artischockenblätter kommen daher stets von extra gezüchteten Artischocken-Kulturen.

 

Das Artischocken Gemüse an sich hat keinerlei arzneiliche Wirkung. Die Gesamtheit der Inhaltsstoffe der Artischocke machen diese Heilpflanze zu einem cholesterinsenkenden, blutreinigenden und fettverdauungsfördernden Gemüse. In der Antike galt die Artischocke auch als Aphrodisiakum.

Die Wissenschaft hat inzwischen durch Studien bewiesen, dass Extrakte die aus den Blättern der Artischocke gewonnen werden, vor einem Schaden durch krebserregende Substanzen (freie Radikale) bewahren können. Dies betrifft haupsächlich die Zellen der Leber.

Bei Fettstoffwechselstörungen, Verdauungsbeschwerden, Nierenproblemen und Leberleiden oder zur unterstützenden Begleitung einer Diät sind Artischockenextrakte (Tabletten, Dragees, Kapseln) durchaus zu empfehlen.

Auch bei Völlegefühl und Blähungen bietet sich die Einnahme eines Artischockenpräparates an.

Besondere Vorsicht ist jedoch bei einer bestehenden Allergie gegen Korbblütler, Gallensteine oder eines verschlossenen Gallenweges geboten. In diesem Fall sollten keine Artischockenpräparate verwendet werden, beziehungsweise unbedingt der behandelnde Arzt zu Rate gezogen werden.

Kinder die das 12. Lebensjahr noch nicht erreicht haben sowie Schwangere und Stillende Mütter sollten ebenfalls auf die Einnahme von Artischockenpräparaten verzichten.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 09.08.2012 aktualisiert

 

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