Salbei

Salbei - das unscheinbare Multitalent

Der Name Salbei kommt vom lateinischen „Salvia“ und weist auf seine Verwendung hin, da er übersetzt soviel wie „heilen“ bedeutet. Die im Mittelalter von Mönchen über die Alpen nach Deutschland gebrachte Pflanze, wurde bereits in der Antike für ihre Heilwirkungen geschätzt.

Heute wird Salbei sowohl als Hausmittel, als auch in der klassischen Medizin verwendet. Dabei ist er so vielschichtig nutzbar, dass immer noch neue Erkenntnisse über seine Einsatzmöglichkeiten gewonnen werden.

Der Lippenblütler ist eine krautige Pflanze, die etwa 80 cm hoch wird. Seine Blütenfarbe reicht von blau über weiß bis hin zu rotviolett. Ein besonderes Merkmal sind die behaarten Blätter, die ihm eine besondere, graugrüne Färbung verleihen. Sie charakterisieren den Salbei zudem als eine Pflanze, die vorwiegend auf Trockenen Böden beheimatet ist. Salbei wächst zudem vermehrt an kalkhaltigen Standorten.

Inhaltsstoffe des Salbei

Salbei zeichnet sich durch die ätherischen Öle Thujon, Campher und Lineol aus, die in den einzelnen Salbeiarten verschieden stark auftreten. Der in Deutschland verbreitete „Wiesen Salbei“ verfügt beispielsweise über so wenig ätherische Öle, dass er als Heilmittel von geringer Bedeutung ist.

Außerdem enthält Salbei Gerbstoffe, Triterpene und den spezifischen Bitterstof Salvin, dem er seine Heilkräfte verdankt. Unterarten, wie der sogenannte „Azteken-Salbei“ können außerdem Halluzinogene beinhalten.

Wirkung der Salbeipflanze

Für die Behandlung sollten nur die jungen Blätter und Triebe verwendet werden, die vor der Blüte gesammelt wurden. Sie können für Salben, Hustensäfte, Tees oder als Gewürz verwendet werden. Salbei kann bei allen Magen-Darm-Problemen angewendet werden. Zudem hilft er gegen Hitzewallungen und Schweißfüße.

Besonders bekannt ist auch dessen antibakterielle Wirkung, weshalb er vielfach als Hausmittel gegen Hautentzündungen, bei Problemen mit dem Zahnfleisch oder auch bei Halsschmerzen angewendet wird. Der Tee ist ein ausgezeichnetes Mittel gegen Erkältung. Doch auch bei Angststörungen und Krämpfen findet die vielseitige Pflanze Verwendung

Anwendung

Die gewöhnlichste Form ist der Salbeitee, der mit heißem, nicht kochendem Wasser aufgebrüht wird. Allerdings gibt es in der Apotheke auch fertige Tropfen, Gel, Cremes oder Dragees und sogar Säfte.
Gegen Entzündungen hilft der durch Einlegen in Alkohol gewonnene Salbeiauszug. Zur Vorbeugung können auch Salbeibonbons gelutscht werden.
Keinesfalls sollte Salbei während der Schwangerschaft innerlich angewendet werden, da das ätherische Öl Thujon in einer Überdosis als Nervengift wirken und zu Krämpfen, Herz- und Kreislaufproblemen führen kann.

Studien zur Wirksamkeit

Es gibt Studien, die eine Heilwirkung des Salbeis bei Muskelkrämpfen und Angststörungen nahe legen. Neuere Untersuchungen belegen zudem, dass Salbei über die bekannte Wirkung des Hausmittels hinaus, als Radikalfänger wirkt und damit die Blutfettwerte verbessert und Ablagerungen in den Adern verhindert. Untersuchungsergebnisse an Zellkulturen ließen die Vermutung zu, dass sich Salbei möglicherweise positiv auf leichte Formen der Alzheimererkrankung auswirken könnte. Momentan laufen deshalb Forschungen zu diesem Ansatz.

 

 


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Die Autoren von NaturHeilt.com

Herrmann Kaufmann
- Naturarzt -

Mitglied Naturärzte Vereinigung der Schweiz (NVS) 


R. Gräber
Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge der Sebastian Kneipp Akademie

Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker

Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Ernährung