Auch auf vielen schulmedizinischen Internetseiten (inklusive Wikipedia) wird gegen Sodbrennen fast ausschließlich zu Antazida und Protonenpumpenhemmern geraten. Doch die Magensäure ist bei Sodbrennen gar nicht die ausschlaggebende Ursache. Der Magen sezerniert ständig Säure, aber nicht jeder Mensch leidet deswegen an Sodbrennen. Das ätzende Sekret gelangt nur in die Speiseröhre, wenn der Verschluss zum Magen hin nicht funktioniert. Dieser „Reflux“ ist bei Sodbrennen das Grund-Problem. Übrigens löst die Magensäure den Verschluss des Schließmuskels aus. Eine zu geringe Säure-Konzentration lässt ihn entspannen.
Sicher lindern die Medikamente die Beschwerden zunächst, doch die Ursache wird damit nicht beseitigt. Doch eine Folge der reduzierten Magensäure-Produktion sind nun Verdauungs-Probleme, deren Symptome einer Säure-Überproduktion ähnlich sind. Zudem ist die desinfizierende Funktion der Säure herabgesetzt, wodurch pathogene Keime verstärkt in den Darm vordringen können. Siedeln sich die Erreger am Mageneingang an, können die Mikroben sogar in die Atemwege und Lungen vordringen und dort Infektionen verursachen.
Die durch Säure-Unterproduktion beeinträchtigte Verdauung führt dazu, dass Nährstoffe nicht mehr vollständig aufgeschlossen werden. Dann resorbiert der Darm Vitamin B12, Folsäure, Kalzium, Eisen, Zink und andere Mineralien nicht mehr optimal. Auch Proteine müssen durch die Magensäure vorverdaut, also denaturiert werden, damit die Verdauungs-Enzyme angreifen können. Dieser Prozess dauert bei Fleisch rund 2 Stunden. Zu wenig Magensäure führt dann zu einem Mangel an Aminosäuren, von denen der Körper einige zur Biosynthese von Neurotransmittern braucht. So können Krankheiten des Nervensystems gefördert werden, wie zum beispielsweise Depressionen und neurodegenerative Erkrankungen.
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Das Sodbrennen verschlimmert sich und Allergien entstehen
Die erschwerte Verdauung durch die medikamentöse Säure-Reduktion führt dazu, dass der Speisebrei länger im Magen bleibt. Und weil mehr Bakterien „durchkommen“ fängt der Mageninhalt an zu gären, und zwar unter Bildung erheblicher Gasmengen. Nun bläht sich der Magen derart auf, dass Speisebrei in die Speiseröhre gedrückt wird, die säureempfindlich genug ist, um einen Schmerzreiz ans Gehirn zu schicken.
Auf diese Weise verstärken die Medikamente gegen Sodbrennen letztendlich die Beschwerden. Der Arzt reagiert oft mit Dosissteigerungen, die den Teufelskreis beschleunigen. Irgendwann produziert der Magen gar keine Säure mehr, sodass der in die Speiseröhre zurückfließende Speisebrei gänzlich säurefrei ist.
Die praktisch unverdauten Proteine erkennt das Immunsystem als Eindringlinge, die bekämpft werden müssen. Zu wenig Magensäure führt auf diesem Weg zu einer Irritation der Körperabwehr, wodurch Allergien vorprogrammiert sind. Gut verdaute Eiweiße bestehen aus höchstens 8-10 Aminosäuren, die den ursprünglichen Proteinen kaum noch ähnlich sind und keine Antigene mehr darstellen.
Die wahren Ursachen des Sodbrennens
Wir haben jetzt erfahren, dass die eigentliche Ursache von Sodbrennen oft ein Mangel an Magensäure sein kann. Die meisten Patienten mit Sodbrennen sind in einem Alter, in dem die Säure-Produktion ohnehin nachlässt. Es gibt Hinweise, dass dies die Hälfte aller über 50-Jährigen betrifft. Gelegentlich leiden schon 40-Järige unter mangelnder Säure-Produktion.
Meistens ist es aber wohl keine reine „Alterserscheinung“, sondern das Zusammenspiel vieler Ursachen. Viele Stellgrößen sind an der nervalen und hormonellen Steuerung der Magensäure-Produktion beteiligt. Dazu gehören nicht nur psychische Faktoren wie Stress, Angst und Trauer. Vor allem die Ernährung spielt bei der Säure-Produktion eine wichtige Rolle.
Bei vielen Menschen beginnt der Tag mit einem kalten Frühstück, oft mit zu viel Zucker. Die Hektik des modernen Alltags verhindert auch in den folgenden Stunden den Verzehr warmer Mahlzeiten. Der Magen ist dadurch gezwungen, erst auf „Betriebs-Temperatur“ hochzufahren, wodurch das Organ erheblich belastet wird.
Viele Menschen essen auch zu wenig milchsaure Lebensmittel wie Gurken, Joghurt, Sauerkraut, Ingwer, Kimchi, Oliven, Kombucha etc. Dies setzt die Magensäure-Produktion ebenfalls herab. Die daraus resultierenden Beschwerden nehmen Arzt und Patient aber als Über-Produktion von Säure wahr. Die Behandlung mit Medikamenten ist dann genau das Falsche.
Wie kann man den Magensäuremangel selber feststellen?
Der Magensäuremangel ist gekennzeichnet durch Symptome wie Sodbrennen nach Mahlzeiten, Aufstoßen, Blähungen, der Geschmack nach Erbrochenem, belegte Stimme morgens und Afterjucken. Fisch und besonders Fleisch vertragen die Patienten zunehmend schlechter. Zusätzlich eintretende Störungen sind ein Befall mit Candida-Pilzen und eine ungünstige Zusammensetzung der Darmflora. Auch kann es zu einem Mangel an Eisen und Vitamin B12 kommen.
Ein Test zeigt schnell an, ob der Magen zu wenig Säure produziert. Man trinke auf nüchternen Magen ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Natron. Das Mineral reagiert heftig mit Magensäure, sodass Kohlendioxid entsteht. Wer also mehrfach aufstoßen muss, kann sich sein, dass der Magen genug Säure produziert.
Das kann sofort unternommen werden
Die Magensäure-Produktion kann mit einfachen Mitteln angekurbelt werde. Erwähnung gefunden haben oben schon die milchsauren Lebensmittel. Zitronensäue und Apfelessig sollen ebenso hilfreich sein wie pflanzliche Bitterstoffe, die beispielsweise in Rucola enthalten sind. Empfehlenswert sind auch Präparate mit Betain, Salbei, Enzian, Löwenzahn und Artischocken. Ein bekanntes Mittel ist das Kombi-Präparat „Basic Intest“.
Sinnvoll ist auch die Vermeidung von Stress und die Mahlzeiten als Ruhepausen zu nutzen. So wird das Essen besser durchgekaut, wodurch die Verdauung zusätzlich unterstützt wird.
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Beitragsbild: 123rf.com – nito500
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2022 aktualisiert und ergänzt.
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