Eine Reizblase (=Zystalgie) ist die Bezeichnung für einen chronischen Reizzustand der Harnblase. Am häufigsten sind hiervon Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr betroffen.

Die Reizblase wird auch als hyperaktive Blase bezeichnet. Man erklärt sich die Beschwerden durch eine Reizfehlübertragung von der Blasenwand zum Gehirn.

Es wird Harndrang signalisiert, obwohl die Harnblase nicht stark gefüllt ist. Dadurch kommt es zu den typischen Symptomen und Beschwerden beim Wasserlassen: gehäuftes Bedürfnis, Wasser zu lassen, häufiges Absetzen nur kleiner Urinmengen, unbestimmte Schmerzen im Unterbauch und ein unbeabsichtigter Abgang von Urin beim Husten, Lachen oder Niesen (=Dranginkontinenz).

Typisch ist auch der häufige nächtliche Urindrang, was zu Schlafproblemen führen kann.

Obwohl die Symptome einer Blasenentzündung ähneln, lassen sich im Urin keine Bakterien oder anderen Infektionszeichen finden. Eine hyperaktive Blase ist für die Betroffenen eine große Belastung.

Viele Patienten nehmen auf Dauer immer weniger an Aktivitäten teil, weil sie die Inkontinenz als sehr unangenehm empfinden oder befürchten, nicht rechtzeitig in die Nähe einer Toilette zu kommen. Viele Betroffene reduzieren die Trinkmenge, um den Harndrang zu verringern.

Dadurch verstärkt sich jedoch das Problem, weil das Fassungsvermögen der Blase weiter abnimmt.

Bis zur Diagnose Reizblase sollten andere organische Ursachen (Harnwegsinfektionen, Blasensteine, Gebärmuttervorfälle, Verengungen der ableitenden Harnwege oder Tumoren, Nervenerkrankungen) ausgeschlossen werden.

Bestimmte Umstände können eine Reizblase begünstigen. So können hormonelle Einflüsse (Schwangerschaft, Wechseljahre), Kälte- und Nässereize oder psychische Probleme die Beschwerden auslösen oder verstärken.

Sprache der Symptome

Die Blase weint die Tränen, die man sich zu weinen nicht zugesteht. Der psychische Druck wird nach unten in die Blase geschoben. Wodurch stehe ich unter Druck, welchen Ballast schleppe ich noch mit mir herum?

Auch ein sexueller Konflikt, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Älterwerden, könnte eine Reizblase auslösen.

Mögliche Ursachen einer Reizblase

Kälte, zu viel Kaffee beziehungsweise Schwarztee oder eine Gebärmuttersenkung können zu einer Reizblase führen.

Silicium-Mangel schwächt das Bindegewebe. Übersäuerung schwächt die Muskulatur. . Auch eine Regulationsstörung des vegetativen Nervensystems kann zu einer Reizblase führen. Hormonelle Ursachen kommen ebenfalls in frage, zum Beispiel in der Menopause.

Auch neurologische Krankheiten wie SchlaganfallMultiple Sklerose oder M. Parkinson können eine Reizblase verursachen. Ist der Blasenausgang verengt, entstehen leichter Blasensteine, die wiederum zu einer Reizblase führen können. Weitere Risikofaktoren sind immer wiederkehrende Harnwegsinfekte, eine zurückliegende Bestrahlung und verschiedene Medikamente.

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Naturheilkunde und Hausmittel

Im folgenden finden Sie Mittel und mögliche Hilfen, die bei einer Reizblase in Frage kommen.

Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum Fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Die Meridiane Herz, Dünndarm, Blase und Niere müssen bei den meisten Patienten tonisiert werden.

Liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde, können Bachblüten helfen. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/in eine Mischung zusammenstellen.

Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge mit neutraler Flüssigkeit: Wasser und Kräutertee (siehe weiter unten unter dem Stichwort Heilpflanzen). Im Allgemeinen wenigstens 20-30ml pro Kilogramm Körpergewicht.

Zusätzlich eine "reizarme Kost" - ohne Kaffee, Alkohol (vor allem kein Rotwein) und ohne scharfe Gewürze.

Vermeiden Sie wie bei allen Entzündungen vor allem Zucker, Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und Schweinefleisch.

Kürbiskerne haben eine gute Wirkung: Täglich 2-3 mal ein Eßlöffel

Infrage kommen Chimaphila umbellata („Winterlieb“), Serona repens („Zwergsägepalme“) und Populus tremuloides („Amerikanische Espe“) und auch Equisetum hiemale (Stengel des Winterschachtelhalms).

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" können bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

Eine Fehlstellung des 3. Lendenwirbels kann Blasenprobleme verursachen.

Tote Zähne (z.B. durch eine Wurzelbehandlung) stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind sehr bedenklich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.

Sonstiges

Ausgleichend und insgesamt sehr entspannend wirkt eine Fußrefelexzonenmassage.

Halten Sie sich warm! Vor allem kalte Füße können das Problem der Reizblase verstärken.
Regelmäßiges Beckenbodentraining kann zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome führen. Auch ein „Toilettentraining“, bei dem die Blasenentleerung zu bestimmten Zeiten erfolgt, kann die Probleme verbessern.


Beitragsbild: fotolia.com – Tonpor Kasa

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 15.08.2013 aktualisiert.

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