Ich berichtete bereits über Wegovy, den neuen „Superstar“ unter den Abnehmmitteln, das auch zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt wird. Ziemlich praktisch, so eine Doppel-Indikation: Vorsicht! Wegovy – Das künstliche Abnehm-Hormon
In diesem Beitrag berichtete ich ausführlich über die möglichen Nebenwirkungen und deren Häufigkeiten.
Jetzt taucht eine weitere Nebenwirkung auf, die in Drugs.com noch nicht verzeichnet worden war:
Die neuen „Ozempic-Zähne“ – Was steckt dahinter?
Aktuell häufen sich Berichte dazu, dass sich Abnehmspritzen negativ auf die Zahngesundheit auswirken können[1][2]. Ozempic (Semaglutid), Wegovy und Mounjaro (Tirzepatid) gehören zur Klasse der GLP-1-Medikamente (Glucagon-like Peptide-1), die primär zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und zur Gewichtsabnahme eingesetzt werden.
Sie imitieren das natürliche Hormon GLP-1, das den reguliert und den Appetit reduziert. Per Injektion verabreicht, können sie auch zur Gewichtskontrolle bei Nichtdiabetikern eingesetzt werden.
Zahnärzte berichten von Fällen mit verstärkter Karies, Zahnfleischentzündungen oder Zahnerosion sowie Mundtrockenheit, Zahnschmelzerosion, entzündetes Zahnfleisch und in schweren Fällen rissige oder lockere Zähne[2][5].
Warum entstehen Zahnprobleme unter GLP-1-Medikation?
„Ozempic-Zähne“ ist, ähnlich wie das „Ozempic-Gesicht“, ein im Internet geprägter Begriff zur Beschreibung einer Eigenschaft, die nach Ansicht einiger mit der Einnahme von Medikamenten zur Gewichtsabnahme und gegen Diabetes zusammenhängen könnte.
Noch fehlen klinische Daten, die eine direkte Verbindung zwischen Ozempic und Zahnschäden belegen. In den Fachinformationen von Ozempic sind Zahnbeschwerden bislang nicht aufgeführt[3]. Dennoch gibt es Fallberichte, wo der vermehrte Einsatz von Wegovy/Ozempic zu einer Zunahme von geführt hatte.
Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:
Hauptursachen der Zahnschäden
Die Substanz selbst scheint nicht direkt für die Zahnprobleme verantwortlich zu sein. Vielmehr sind mehrere Faktoren verantwortlich:
Mundtrockenheit (Xerostomie)
Weil sich nicht nur das Hunger-, sondern auch das Durstgefühl verringert, kommt es bei manchen Patientinnen und Patienten zu Mundtrockenheit[1]. Dadurch verringert sich die Speichelproduktion, ein wichtiger Schutzfaktor für den Zahnschmelz. Ohne Speichel können sich Säuren und Bakterien leichter im Mund ausbreiten[2].
Erhöhte Magensäureproduktion
Unter der Medikation wird die Magensäureproduktion angetrieben, als Reaktion auf die Verlangsamung der Verdauung. Der damit verbundene saure Reflux, Sodbrennen bis hin zum Erbrechen lässt die Magensäure mit den Zähnen in Kontakt kommen. Die dabei freigesetzte Magensäure hat einen pH-Wert von etwa 1,5 – extrem sauer und äußerst schädlich für den Zahnschmelz[10].
Verstärkte Plaquebildung
Ein trockener Mund führt auch zur verstärkten Bildung von Plaques, was ebenfalls zu Löchern in den Zähnen und empfindlichen Zähnen führt.
Berichte aus der Praxis
US-Zahnärzte und deutsche Zahnarztpraxen berichten vermehrt über Fälle mit auffälligen Zahnschäden bei ansonsten gesunden Personen, deren Gebiss zuvor stabil war und die plötzlich zur Kontrolle mit sichtbaren Schäden erscheinen[2][3][10].
Besonders drastisch sind Berichte über Frauen, denen nach der Nutzung von Mounjaro vor lauter Erbrechen einige Zähne ausgefallen sind[7][8]. Die Beschwerden treten oft schon nach wenigen Wochen der Anwendung auf, besonders betroffen sind langjährige Nutzer[2].
Schutzmaßnahmen für die Zahngesundheit
Um die Zähne zu schützen, sollten Sie folgende Maßnahmen beachten:
Ausreichend trinken: Viel Wasser trinken kann helfen, die Speichelproduktion anzuregen[6]
Zuckerfreien Kaugummi kauen: Regt die Speichelproduktion an
Zahnarzt informieren: Früherkennung und Prävention sind entscheidend. Bei auftretenden Symptomen sollte das behandelnde medizinische Fachpersonal informiert werden[6]
Intensivere Mundhygiene: Zahnseide, fluoridhaltige Zahnpasta und antibakterielle Mundspülung sind Pflicht. Zweimal täglich Zähneputzen und tägliches Zahnseideverwenden sind unerlässlich[2][6]
Sodbrennen behandeln: Sprechen Sie bei Sodbrennen mit Ihrem Arzt über Behandlungsmöglichkeiten
Natürliche Alternativen bei Sodbrennen
Was man noch gegen Sodbrennen tun kann, auch um noch mehr Medikamente (gegen Sodbrennen) zu vermeiden, können Sie hier erfahren: [2] [3] [4]
Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:
Ihre Hilfe für die Naturheilkunde und eine menschliche Medizin! Dieser Blog ist vollkommen unabhängig, überparteilich und kostenfrei (keine Paywall). Ich (René Gräber) investiere allerdings viel Zeit, Geld und Arbeit, um ihnen Beiträge jenseits des "Medizin-Mainstreams" anbieten zu können. Ich freue mich daher über jede Unterstützung!
Helfen Sie bitte mit! Setzen Sie zum Beispiel einen Link zu diesem Beitrag oder unterstützen Sie diese Arbeit mit Geld. Für mehr Informationen klicken Sie bitte HIER.
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu
Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.
Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.
Notwendige Website Cookies
Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen zur Verfügung zu stellen.
Da diese Cookies für die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen unbedingt erforderlich sind, hat die Ablehnung Auswirkungen auf die Funktionsweise unserer Webseite. Sie können Cookies jederzeit blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Webseite erzwingen. Sie werden jedoch immer aufgefordert, Cookies zu akzeptieren / abzulehnen, wenn Sie unsere Website erneut besuchen.
Wir respektieren es voll und ganz, wenn Sie Cookies ablehnen möchten. Um zu vermeiden, dass Sie immer wieder nach Cookies gefragt werden, erlauben Sie uns bitte, einen Cookie für Ihre Einstellungen zu speichern. Sie können sich jederzeit abmelden oder andere Cookies zulassen, um unsere Dienste vollumfänglich nutzen zu können. Wenn Sie Cookies ablehnen, werden alle gesetzten Cookies auf unserer Domain entfernt.
Wir stellen Ihnen eine Liste der von Ihrem Computer auf unserer Domain gespeicherten Cookies zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen können wie Ihnen keine Cookies anzeigen, die von anderen Domains gespeichert werden. Diese können Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers einsehen.
Andere externe Dienste
Wir nutzen auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten von Ihnen speichern, können Sie diese hier deaktivieren. Bitte beachten Sie, dass eine Deaktivierung dieser Cookies die Funktionalität und das Aussehen unserer Webseite erheblich beeinträchtigen kann. Die Änderungen werden nach einem Neuladen der Seite wirksam.
Google Webfont Einstellungen:
Google Maps Einstellungen:
Google reCaptcha Einstellungen:
Vimeo und YouTube Einstellungen:
Datenschutzrichtlinie
Sie können unsere Cookies und Datenschutzeinstellungen im Detail in unseren Datenschutzrichtlinie nachlesen.