Diabetes - Die Zuckerkrankheit
Diabetes ist ein Problem: Die Diabetiker werden immer jünger. Und so ist die Zuckerkrankheit schon lange
keine "Alterszucker"-Krankheit mehr.
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Diabetes ist eine chronische Krankheit, deren Hauptmerkmal ein hoher Blutzuckergehalt
(Glukosegehalt) ist. Wenn das Hormon Insulin nicht genügend wirksam ist, kann Glukose nicht in die Zellen
transportiert werden, um dort als Energielieferant zu wirken.
Kliniker und Experten schätzen, dass 77% der Typ-2-Diabetiker alleine mit einer konsequenten
Diät behandelt werden könnten. Gleichzeitig beklagen sie, dass jeder zweite Diabetiker
schlecht eingestellt ist, vor allem weil die Patienten eine mangelnde Selbstkontrolle
aufweisen.
Ein anhaltend hoher Blutzuckergehalt ist jedoch gefährlich - aber "leider" schmerzlos. Da
Glukose nicht verfügbar ist und die Zellen trotzdem Energie brauchen, werden die Fettreserven mobilisiert.
Hohe Fettmengen und hoher Glukosegehalt im Blut können aber Nerven und Blutgefäße schädigen. Deswegen sollten
Sie auf das sogenannte Blutzucker-Gedächtnis achten.
Mögliche Ursachen einer Zuckerkrankheit
Die Juvenile Diabetes (Diabetes I) beginnt bereits in der Kindheit und ist
gekennzeichnet durch einen völligen Verlust der Insulinproduktion. Insulininjektionen sind in diesem Falle
ein Leben lang nötig.
Bei der Altersdiabetes (Diabetes II) geht die Insulinempfindlichkeit zurück, sie
erfordert meistens keine Insulininjektion.
Menschen mit Übergewicht haben ein viermal höheres
Risiko für Altersdiabetes als Normalgewichtige.
Auch ein Mangel an Sonnenlicht kann Diabetes auslösen. Harvard-Forscher haben festgestellt, dass Menschen mit
einem geringen Vitamin-D-Gehalt im Blut deutlich häufiger an Diabetes erkranken. Vitamin D kann kaum mit der
Nahrung aufgenommen werden, sondern wird fast ausschließlich durch Sonnenlicht im Körper gebildet. (Quelle:
American Journal of Epidemiology, 2013; online veröffentlich am 03.02.2013).
Mögliche Folgen der Zuckerkrankheit
Jahrelang unbehandelte Diabetes kann zu Erblindung, Nierenversagen, Durchblutungsstörungen, Kribbeln in den Händen oder sogar zu einem Herzinfarkt führen. Auch haben Diabetiker oft Probleme mit der Wundheilung. Eine Folge der Durchblutungsstörung ist die Amputation der betroffenen
Gliedmaßen. Betroffen sind fast immer Zehen, Füße und Unterschenkel.
Mehr zu den möglichen Folgen unter:
Mehr zu diesem Thema finden Sie unter: Diabetiker-Experte

Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei
Diabetes in Frage kommen.
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Ernährung
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Ein schneller
Anstieg des Blutzuckerspiegels ist zu vermeiden, da dies die Bauchspeicheldrüse stark belastet und
noch schneller dazu führt, dass sich das Insulin erschöpft.
Es geht daher
darum, die Lebensmittel zu kennen, die einen schnellen Anstieg des Blutzuckers
bewirken: Wichtig ist hierbei um den Glykämischen Index. Am besten lernen Sie das bei einer
Diabetiker-Schulung. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach einem Kurs.
Aber auch ein zu
schneller Abfall des Bluzuckerspiegels muss vermieden werden, ebenso die gefürchteten Heißhunger -Anfälle
Eine richtige
Diabetes-Ernährung beinhaltet Lebensmittel,
die reich an Ballaststoffen (u.a. resistente Stärke) und komplexen Kohlenhydraten ist (Gemüse,
Hülsenfrüchte, Vollkorn), sowie reich an Chrom sind (Brokkoli, Grapefruit, Schalentiere). Forschungen haben
gezeigt, dass Ballaststoffe sowohl die Blutzuckerwerte, als auch die Fettwerte bei Diabetikern verbessern.
Bei Kindern
besteht der dringende Verdacht, dass Milch mit Diabetes in Verbindung steht und
diesen auslösen kann. Mehr dazu auch im Beitrag: Milch - wirklich
gesund?
Zucker: Zucker
muss nicht völlig verboten sein. Mehr dazu im Beitrag: Bei gesunder Ernährung
ist Zucker in Maßen erlaubt.
Weitere
Beiträge im Zusammenhang mit Ernährung und Diabetes:
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Orthomolekular-Medizin
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Diabetes verursacht oxidativen Stress in Nerven und Gehirn. Eine
aktuelle Studie belegt, dass (1,3-1,6)-ß-D-Glucan (50 mg/kg Körpergewicht) aus Hefe bei Ratten mit
Diabetes als effektives Antioxidans wirkt. Zudem zeigt die Studie, dass Beta-Glucan dadurch Nerven und Hirn vor Schäden bewahrt. ß-Glucan erwies
sich als ebenso wirkungsvoll wie Sulfonylharnstoffe, die bereits als Antidiabetika eingesetzt werden.
Vitamin-B:
50 mg Thiamin (B1) Niacinamid und Vitamin
B6. Diabetiker, die Metformin einnehmen, sollten von Ihrem Arzt den
Vitamin-B12-Spiegel prüfen lassen. Bei Metformin-Patienten sinkt der
Vitamin-B12-Spiegel im Durchschnitt um 25%.
Biotin: 16mg Biotin
täglich senken Ihren Blutzuckerspiegel um bis zu 15 %. Dies zeigte eine Studie der
Universität in Detroit (USA). Die meisten Ärzte kennen
dieses B-Vitamin höchstens im Zusammenhang mit Hautkrankheiten und Haarausfall.
Niacin (nur in Form von Niacinamid): 1-3
g, Mit 500 mg beginnen und langsam steigern. Niacinamid kann bei neu diagnostiziertem juvenilem
Diabetes (Diabetes I) den Insulinbedarf reduzieren. Nikotinsäure, eine andere Art von Niacin, muss
vermieden werden, weil sie Diabetikern schädlich sein kann.
Vitamin
K: Die Tufts-Universität in Boston (USA) zeigte in einer
Untersuchung, dass 500 µg Vitamin-K -Präparates täglich den Blutzuckerspiegel senken - und den
Diabetes so verhindern oder verzögern kann. Eine Vorstufe des Diabetes (=Insulinresistenz) trat
dabei um ca. 34% seltener auf.
Chrom: 200 - 500
µg; kann auch in Form von 20 g Bierhefe genommen werden. Bierhefe enthält einen natürlichen
Glukosetoleranzfaktor und Chrom ist für die Bildung des Glukosetoleranzfaktors
unerlässlich.
Zink: 30 - 60 mg,
kann helfen, den Blutzuckergehalt zu regulieren und den Medikamenten- oder Insulinbedarf zu
reduzieren.
Kalzium: Eine
Studie der Tufts-Universität in Boston/USA aus dem Jahr 2006 an über 80.000 Krankenschwestern
ergab: Teilnehmer, die täglich 1.200 mg Kalzium und 800 I.E. Vitamin D zu sich nahmen (aus der Nahrung und Präparaten), hatten
ein geringeres Diabetesrisiko.
Magnesium: 300-600
mg, verbessert die Kontrolle des Blutzuckergehaltes und schützt gegen Erkrankungen der Herz- und
Blutgefässe. Auch dies wurde erst wieder 2008 in einer Studie der Universität Chicago (USA)
gezeigt. Auch eine Untersuchung der Universität Durango (Mexiko) aus dem Jahr 2004
zeigte dies bereits.
Arginin: Die Aminosäure Arginin kann hohe Zuckerpegel senken.
Taurin: Taurin schützt die Blutgefäße und
Kapillaren, indem es die Bildung der Advanced Glycation Endproducts (kurz: AGEs) reduziert. AGEs
entstehen typischerweise bei zu hohen Zuckerwerten, weil sie eine Reaktion zwischen Zucker und
Eiweiß herbeiführen. Die AGEs sind an der Entstehung der diabetischen Mikroangiopathie
beteiligt.
Alpha-Liponsäure: Vor allem Diabetiker sprechen gut
auf orale Gaben von Alpha-Liponsäure an.
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| Heilpilze |
Auch aus dem Bereich der Heilpilze gibt es interessante Möglichkeiten: Der Schopftintling
(Coprinus Camatus) normalisiert die Zuckerwerte bei Patienten mit reduzierter Glukosetoleranz.
Ebenso der Reishi, der ein erstaunlich breites Wirkungsspektrum besitzt.
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Heilpflanzen
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Für folgende Pflanzen liegen positive
Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor. Fuchskreuzkraut, Goldrutenkraut, Guar,
Honigkrautblätter, Olivenblätter, Salbeiblätter.
Nonisaft kann
möglicherweise die Wirkung von Insulin verstärken. Dies zeigte sich bei einem Versuch an
Laborratten.
Bei Menschen mit Diabetes kann
Buchweizen dabei helfen, Folgeerkrankungen zu verhindern.
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Homöopathie
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Diese Mittel können in Frage kommen:
bei Kindern: Acidum phosphoricum D4
Altersdiabetes: Datisca cannabina D3
bei Kollaps: Tabacum D30
weitere Mittel: Galega officinalis D3
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Säure-Basen-Haushalt
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Diabetiker
neigen zur Übersäuerung. Deswegen sollten Sie unbedingt auf Ihren Säure-Basen-Haushalt
achten.
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Schüssler-Salze
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Schüssler Salze
reichen meiner Erfahrung nicht als alleinige Alternative Therapie bei Diabetes. Unterstüzend
wirken: Magnesium phosphoricum Nr. 7, Natrium sulfuricum Nr. 10.
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Sonstiges
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Ausdauertraining
und Krafttraining in Kombination verbessern die Insulinrezeptorbindungsfähigkeit
enorm. Alleine durch ein regelmäßiges gesundheitsorientiertes Fitnesstraining konnte ich
zahlreiche TypII-Diabetiker von den Tabletten wegbekommen. Suchen Sie sich ein Fitnessstudio, das Ihnen gefällt und machen Sie einmal ein
Probetraining.
Wenn
gleichzeitig noch auf die Ernährung geachtet wird, können Sie mit guter Wahrscheinlichkeit den
Rest Ihres Lebens ohne Medikamente auskommen.
Übergewichtige
Diabetiker können alleine durch Gewichtsreduktion den Medikamentenbedarf
senken und den Blutzuckergehalt auf fast normale Werte bringen.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.04.2013 aktualisiert.

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