Die Bedeutung der Entgiftung aus Sicht der Natuheilkunde

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Gifte oder Giftstoffe sind Substanzen, die durch Stoffwechselvorgänge, das Eindringen in den Körper oder das Berühren des Körpers Schaden zufügen können.

Eine Intoxikation (=Vergiftung) kann einen vorübergehenden oder dauerhaften Schaden anrichten oder zum Tod führen, je nach Toxizität (=Giftigkeit) der Substanz. Es gibt akute und chronische Vergiftungen.

Auf die akuten Vergiftungen möchte ich hier gar nicht näher eingehen. Sollten Sie den Verdacht auf eine akute Vergiftung haben, sollten Sie den Notarzt rufen, bzw. bei einer Giftnotrufzentrale anrufen. Unter folgendem Link finden Sie eine Liste der Giftnotrufzentralen und Giftinformationszentren.

Warnhinweise für Gifte
Abb1: Viele chemische Verbindungen die wir aufnehmen sind leider nicht so offensichtlich gekennzeichnet, wie diese Symbole es anzeigen.

In der Naturheilpraxis geht es beim Thema Entgiftung um die chronischen Gifte, die wir täglich zu uns nehmen, wie zum Beispiel:

Im Beitrag Umweltgifte gehe ich kurz auf eine weitere Vielzahl an Giften ein.

Eine entscheidende Frage ist auch: Wo lagern sich diese Gifte eigentlich im Körper ab? Im Beitrag: Gifte im Körper und wo sie sich ablagern, gehe ich genau darauf ein.

Im Beitrag zu Vergiftungserscheinungen differenziere ich kurz die Vergiftungssymptome anhand des Giftes.

Der Prozess der Entgiftung im Körper

Die im Körper gebildeten Stoffwechselabbauprodukte (z.B. Ammoniak, Harnstoff) werden von der Leber (Entgiftung über die Leber) und der Niere (Blutreiningung und Entgiftung über die Niere) abgebaut und ausgeschieden.

Ist diese körpereigene Entgiftung gestört, kommt es zur Vergiftung durch diese Stoffwechselprodukte. In diesem Fall kann der Mediziner von außen über einen gewissen Zeitraum die ausgefallenen Organfunktionen ersetzen.

Im Falle der Niere heißt diese therapeutische Entgiftung Dialyse, bei der Leber gibt es das MARS-System, das, ähnlich wie bei der Dialyse die Niere imitiert wird, die die Leber simulieren soll.

Von Entgiftung spricht man in der Medizin auch, wenn ein körperlicher Entzug von Drogen durchgeführt wird. Die Suchtmedizin beschreibt die Entgiftung als Phase in der das Suchtmittel (z.B. Alkohol, Heroin) plötzlich oder langsam abgesetzt wird.

In der Naturheilkunde sprechen wir von einer Entgiftung um im Körper abgelagerte Gifte zu neutralisieren und zur Auscheidung zu bringen. Was alles zur Ausscheidung gebracht werden kann ist dabei immer wieder Gegenstand verschiedener Diskussionen.

Dies wird auch häufig Ausleitung oder Entschlackung genannt. Eine Entgiftung ohne Säure-Basen-Haushalt ist nicht denkbar. Entgiftung ist deshalb immer auch Milieu-Therapie.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie doch einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Aber „Entgiftung“ wird nicht nur der Prozess genannt, der über die Leber und die Nieren abläuft!

Entgiftungsprozesse erfolgen ebenfalls im zellulären Bereich. Jede Zelle hat einen eigenen Stoffwechsel und somit auch Abfallprodukte, die entsorgt werden müssen, will die Zelle nicht an ihrem eigenen "Unrat" zugrunde gehen. Kommen dann noch zusätzlich unerwünschte Stoffe in die Zelle, die die Zelle mit eliminieren muss, dann ist der „Entgiftungsbetrieb“ der Zelle unter Umständen überfordert, was im extremen Fall zum Untergang der Zelle führt.

Da ein aktives Eingreifen in die Entgiftungsprozesse der Zelle nur schwer durchführbar sind, aber die effektivste Form der Entgiftung darstellen würden, ist die nächstbeste "Therapie" die Prophylaxe. Und hier steht das Vermeiden von für Zellen toxischen Substanzen im Vordergrund.

Schon im Organismus eingelagerte Gifte müssen "mobilisiert" werden. Da diese Gifte sich in den Zellen befinden, müssen die Mechanismen unterstützt werden, die die Giftstoffe aus den Zellen freisetzen. Nach der Freisetzung dieser Substanzen müssen diese so rasch wie nur möglich ausgeleitet werden, da sie ansonsten wieder "eingelagert" werden, ungünstigstenfalls in die Zellen lebenswichtiger Organe, die dann nachhaltigen Schaden nehmen können.

Um dies zu vermeiden und der Entgiftung den Stempel einer "gefährlichen Prozedur" zu nehmen (die Schulmedizin kennt diese Form der Entgiftung nur als gefährliche "Scharlatanerie"), sollten solche Therapien nur von Fachleuten in den entsprechenden Kliniken oder Praxen durchgeführt werden.

Wie so eine Entgiftung aussehen kann und was dabei vor sich geht, habe ich bereits mehrfach in verschiedenen Artikeln beschrieben:

  • Thema "Entgiftung": Wie Sie mit einer Entgiftungskur richtig entgiften. Dies ist der derzeit umfassendste Beitrag zur Entgiftung. Wenn Sie diese Thema interessiert, beginnen Sie mit diesem Artikel.
  • Entgiften nach Dr. Klinghardt
    Dr. Klinghardt ist einer der Pioniere der "biologischen" Entgiftung. In diesem Beitrag beschreibe ich die Ansätze seines Konzepts.
  • Die PHÖNIX Entgiftung
    Die Phönix-Kur wird in zahlreichen Praxen gerne verordnet. Auch ich empfehle die Produkte hin und wieder - vor allem aber im Zusammenhang mit dem Heilfasten.
  • Die Entgiftung der Leber
    Die meisten Patienten denken, dass "nur" die Leber zum entgiften im Körper da sei. In diesem Beitrag gehe ich auf die "Schwerarbeit" ein, die die Leber leisten muss.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Heilpraktiker René Gräber

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die zur Entgiftung in Frage kommen.

Die folgenden sind nur ein kleiner Auszug an Möglichkeiten. Der Beitrag wird von mir weiter überarbeitet.

Medizinische Massagen Unterstützen den Stoffwechsel und die Blut- und Lymphzirkulation. Dadurch kann dem Körper bei der Giftausscheidung geholfen werden.
Orthomolekular-Medizin
1. Einen Monat lang nehmen Sie ein Algenpräparat. Meeralgen sind den Süßwasseralgen vorzuziehen, weil sie jodhaltig sind und deshalb einer durch Quecksilber blockierten Schilddrüse gut tun. Algen haben die Fähigkeit, Schwermetalle an sich zu binden und mit dem Stuhl auszuscheiden.
2. Zur gleichen Zeit entsäuern Sie Ihren Organismus rigoros. Der ph Wert des Urins am Morgen sollte mindestens Wert 7 erreichen. Wie man so etwas bestimmt, beschreibe ich im Beitrag: Urin-ph-Messung.
3. Nach dieser Vorbereitungszeit nehmen Sie täglich 1-3 Gramm Vitamin C in Kapselform (C-1000)
4. Zusätzlich am Morgen 1 Selen Tablette (50 µg) und
5. abends 1 Zink Tablette (15 mg)
6. Machen Sie diese Selen-Zink-Kur 3 Wochen lang, dann pausieren Sie 1-2 Wochen und beginnen von neuem. Vitamin C hingegen nehmen Sie fortan für alle Zeiten. Wir brauchen dieses Vitamin genauso wie Sauerstoff.

7. Nach dieser zweiten Phase der Selen-Zink-Kur nehmen Sie ein Koriander-Präparat (Ceres-Produkte sind zu empfehlen). Hier ist die Dosis sehr fein abzustimmen. Koriander hat die Fähigkeit, Schwermetalle auch aus dem Zellinnern zu entfernen. Also ist ein neuerlicher Giftschub zu erwarten. Beginnen Sie mit 1-3 Tropfen pro Tag und steigern langsam bis maximal 2 x 10 Tropfen. Achten Sie auf die Reaktion Ihres Körpers.

Eine interessante Studie konnte zeigen, dass Theanin einen direkten Schutz gegen Nervengifte bietet. Dies könnte vor allem für Parkinson-Erkrankte interessant sein.

Dem Borax würde ich nur eine sehr untergeordnete Rolle zuschreiben.

Heilpflanzen In Frage kommen u.a. Chlorella, Germanium & Lapacho, Desmodium und natürlich der Koriander. Eine der wichtigsten Heilpflanzen zum Schutz der Leberzellen: die Mariendistel.
Homöopathie

Es gibt unzählige Formen und Homöopathie Mittel, denen eine entgiftende Funktion zugeschrieben wird.

Ein Klassiker, der häufig genannt wird: Okoubaka D2, 3 mal tägl. 10 Tropfen

Aber auch zum Beispiel: Umckaloabo 3 mal tägl. 10 Tropfen.

Weitere homöopathische Mittel die in Frage kommen, beschreibe ich im Beitrag: Entgiftung und Entschlackung durch Homöopathie.

Säure-Basen-Haushalt Oben unter dem Punkt "Orthomolekulare Medizin" hatte ich es nur kurz erwähnt: der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
Schüssler-Salze

In Frage kommen: Kalium chloratum Nr. 4Kalium sulfuricum Nr. 6, Natrium chloratum Nr. 8 oder auch Natrium sulfuricum Nr. 10.

Spagyrik Aus dem Bereich der Spagyrik empfehle ich gerne die Phönix-Entgiftungskur, auf die ich ja weiter oben bereits hingewiesen hatte.
Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind bedebklich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen. Auf wurzelbehandelten Zähnen sollte nie eine Amalgamfüllung entfernt werden. Wurzel-Nekrose-Toxine und Leichengifte werden ausgeschwemmt und belasten den Körper extrem. Hier ist die Amalgamfüllung das kleinere Übel. Ich rate dazu wurzelbehandelte Zähne generell entfernen zu lassen.
Sauna Ein Geheimtipp von mir: nicht die klassische Sauna, sondern die Infrarotsauna.
sonstiges Was ich definitiv für KEINEN Geheimtipp halte, sind z.B. diese Entgiftungspflaster, die ziemlich lautstark beworben werden.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Heilpraktiker René Gräber

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 11.6.2014 aktualisiert.