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Farblichttherapie

Therapie mit Farblicht: Die Farblichttherapie 

Die Farblichttherapie geht zurück auf verschiedene Personen, die an unterschiedlichen Orten der Welt unabhängig voneinander den Einfluss von Farblicht auf den Menschen untersucht haben.

Im Bereich der Schulmedizin befasste sich der dänische Arzt Niels Ryberg Finsen (1860 – 1904), mit der physiologischen Wirkung des Lichtes auf den Organismus des Menschen. Finsen gründete im Jahr 1896 das Institut zur Erforschung der Lichttherapie in Kopenhagen.

Bei der Behandlung der Tuberkulose der Haut stellte er fest, dass ultraviolettes Licht eine positive Auswirkung hat. Hinsichtlich der Behandlung von Pockennarben erzielte er gute Ergebnisse mit roten, sowie infraroten Strahlen. In Anerkennung seiner Forschungsergebnisse zur Behandlung von Krankheiten mit konzentrierten Lichtstrahlen erhielt Finsen 1903 den Nobelpreis für Medizin.

Nach ihm wurde die so genannte Finsenlampe benannt, eine Bestrahlungslampe zur Behandlung von fünf Patienten gleichzeitig. Bis heute wird in der Dermatologie mit UV-Licht gearbeitet. Die Therapie geht immer noch zurück auf die Forschungsarbeiten von Finsen.

In den USA forschte im Bereich der Alternativmedizin Dinshah P. Ghadiali (1873 - 1966). Er untersuchte den Einflusses von Licht und Farben auf den Menschen. Dinshah entwickelte ein zwölfteiliges Filtersystem (Specto Chrome System) und ordnete verschiedenen Therapiefarben nach und nach einzelne Indikationen zu. Dinshah hat damit weltweit das erste Farblichttherapiesystem entwickelt, das bis heute zur Anwendung kommt.

Abgesehen von geringen Ausnahmen kommt die Farblichttherapie in der Schulmedizin so gut wie gar nicht zur Anwendung. In der Alternativmedizin hat sie einen großen Zulauf, von der Bestrahlung schmerzender Körperteile bis hin zur Naturkosmetik.

Die Farblichttherapie ist nicht unumstritten, was weniger auf fehlende wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweise zurück zu führen ist, sondern viel mehr auf den nicht geschützten Begriff „Farblichttherapie“. Es ist deshalb hilfreich, vor einer eigenen Nutzung dieses Verfahrens abzuklären, auf wen oder was eine jeweilige Behandlung mit Farblicht zurück geht, da von seriösen Behandlern bis hin zu Personen, die ein buntes Papier hinter eine Lampe klemmen und damit „therapieren“, alles vertreten ist.