Magenschleimhautentzündung
Die Gastritis (Magenschleimhautentzündung) zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Magens.
Sie entwickelt sich durch unterschiedliche Ursachen, tritt akut auf oder entwickelt sich unter anderem durch
Bakterienbefall (Helicobacter Pylori) chronisch.
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Eine Gastritis kann in jedem Lebensalter auftreten, die Erkrankungsrate wächst mit zunehmendem Alter. Nahezu 50
Prozent der über 50-Jährigen weisen eine chronische Gastritis auf.
Die Magenschleimhaut stellt eine Schutzschicht dar, die der Muskelschicht aufliegt und die durch Produktion von
Magensäure (in den Belegzellen) die Verdauung der aufgenommenen Speisen unterstützt. Bei einer Gastritis ist diese
Schutzschicht entweder unterbrochen oder die Magensäure produzierenden Zellen (Belegzellen) sind in ihrer Funktion
gestört und reagieren mit einer Überproduktion.
Akute Gastritis
Eine akute Gastritis entwickelt sich durch verschiedene Gifte und Substanzen, die auf die Schleimhautzellen des
Magens einwirken. Hierzu zählen der dauerhafte Genuss von Alkohol und Nikotin, der
Schmerzmittelabusus (Missbrauch), z.B. mit Acetylsalicylsäure, sowie der Gebrauch von kortisonhaltigen Präparaten
und Zytostatika (Chemotherapie).
Daneben spielen auch psychischer und physischer Stress, ein Schock, Verletzungen im Bereich des Magens,
Verbrennungen, Infektionen, die Ernährung mit scharfen, heißen oder stark
säurehaltigen Lebensmitteln sowie Teein und Koffein eine Rolle.
Chronische Gastritis
Die chronische Gastritis ist wesentlich häufiger und wird, je nach Ursache, in drei
verschiedene Formen unterteilt:
Die Autoimmungastritis (Typ A) betrifft ca. fünf Prozent der Erkrankungsfälle und zeigt sich
vorwiegend im Körper (Corpus) des Magens. Hierbei identifizieren körpereigene Zellen die Magenschleimhaut mit ihren
Belegzellen als Fremdkörper, greifen diese an und zerstören sie langsam, wodurch die Magensäureproduktion in ein
Ungleichgewicht gerät.
Mit ca. 80 Prozent ist die bakterielle Gastritis (Typ B) die häufigste Entzündungsform der
Magenschleimhaut. Sie wird meist vom magensäureresistenten Bakterium Helicobacter
pylori verursacht und entwickelt sich vorwiegend im unteren Abschnitt des Magens, dem Antrum.
Am Bereich des Übergangs zum Darm (Pförtner = Pylorus) kann es zur chemischen Gastritis (Typ C)
kommen, die durch die Einnahme verschiedener Medikamente, durch Noxen (Gifte, z.B. Alkohol) oder auch durch einen
Rückfluss des Gallensaftes aus dem Darm in den Magen ausgelöst wird. Diese Form ist die zweithäufigste Gastritis,
sie entwickelt sich in ca. fünfzehn Prozent aller Fälle.
Symptome einer Gastritis
Die akute und die chronische Gastritis weisen zum Teil unterschiedliche Symptome auf, wobei chronische
Entzündungen vielfach schmerzlos verlaufen und lange unentdeckt bleiben.
Akute Gastritiden führen zu starken, zum Teil kolikartigen Bauchschmerzen im
Oberbauch, einem Völlegefühl, Übelkeit, Aufstoßen, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Besonders nach Nahrungs-
oder Flüssigkeitsaufnahme verstärken sich die Symptome.
Die sich langsam entwickelnde chronische Gastritis ist dagegen gekennzeichnet durch ein Völlegefühl, Blähungen, Durchfälle und auch Übelkeit. In seltenen Fällen oder bei sehr starker Reizung treten auch Schmerzen in der unteren Magenregion auf.
Diagnose einer Magenschleimhautentzündung
Die schulmedizinische Diagnostik stützt sich neben der Anamnese, Inspektion und Palpation der Magengegend vor
allem auf bildgebende Verfahren wie z.B. die Gastroskopie, bei der der Magen mit einem speziellen Schlauch
(Gastroskop) gespiegelt wird. Bei diesem Verfahren können auch kleine Gewebeproben zur histologischen Untersuchung
entnommen werden.
Entzündungswerte und Laborunregelmäßigkeiten (z.B. Antikörpernachweis bei der chronischen Gastritis Typ A)
lassen sich anhand einer Blutprobe auswerten. Der bakterielle Befall der Magenschleimhaut wird durch einen
speziellen Atemtest nachgewiesen.
Zu den allgemeinen Maßnahmen zählen vor allem der Verzicht auf Alkohol, Nikotin und reizende Substanzen (z.B.
Kaffee, Säuren, scharfe Gewürze).
Auch die weitere Einnahme der auslösenden Medikamente muss überprüft werden.
Eine Überproduktion von Magensäure (siehe auch Thema: Übersäuerung) wird seitens der Schulmedizin sehr oft durch Präparate
wie z.B. Protonenpumpenhemmer ausgeschaltet. Dadurch werden zwar auch meist die Schmerzen und Krämpfe
gelindert, aber eine Beseitigung der wahren Ursachen ist dies jedoch nicht.
Antazida neutralisieren die Säure, reduzieren die Menge jedoch nicht.
Antibiotika dienen der Bekämpfung bei Bakterienbefall.
Mögliche Folgen und Komplikationen einer Gastritis
Zu Komplikationen kann es immer dann kommen, wenn die Zerstörung der Magenschleimhaut weiter fortgeschritten
ist. Hierbei drohen Ulzera (Geschwüre), die massiv bluten können und die in ihrem Verlauf auch zu einer
lebensbedrohlichen Magenwandperforation (Aufbrechen der Wand mit Entleeren des Mageninhalts in den Bauchraum)
führen können.
Bei frühzeitiger Diagnose und konsequenter Therapie ist jedoch vielfach eine Heilung möglich.
siehe auch: Bauchschmerzen - Magenschmerzen - Magenkrämpfe - Magenschleimhautentzündung -
Helicobacter Pylori - Reizmagen -
Sodbrennen
Aus naturheilkundlicher Sicht, sollte man auch an folgende Beschwerden und
Funktionszusammenhänge denken:
Folge von chronischen Nierenleiden, Leberschwäche, Gallenblasenprobleme, Blutarmut, Verstopfung, Nebenhöhlenentzündungen, Stirnhöhlenentzündung und Mandelentzündung. Bronchitis mit Schleimfluss in den
Magen.
Sprache der Symptome
Wenn Sie Ärger mit dem Magen haben, ärgern Sie den Magen. Wer oft unter
Magenproblemen leidet, sollte auch dringend sein Umfeld prüfen und gegebenenfalls auch hier aufräumen, nicht
nur im Magen. Sie sollten sich auch fragen: „Was kann ich denn nicht richtig verdauen, was liegt mir denn so
schwer auf dem Magen?“

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei
einer Magenschleimhautentzündung in Frage kommen.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie
basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
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| Bachblüten |
Liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde, können Bachblüten
helfen. Bachblüten lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen
sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen
stellen.
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| Ernährung |
Bei einer Gastritis sollten Sie für einige Tage auf jegliche Nahrung
verzichten, damit sich die Schleimhaut beruhigen kann. Heilfasten ist eine mögliche Lösung.
Sie können auch eine Apfeltag einlegen und einen reifen, süßen Apfel
essen, aber so lange kauen, dass Sie nur noch Apfelsaft im Mund haben.
Verzichten Sie auf Schweinefleisch in jeder Form.
Trinken Sie zu jeder Mahlzeit ein Glas
Kartoffelsaft.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
30 ml Salbei, je 20 ml Kamille, Ringelblume, Melisse und 10 ml
Tausendguldenkraut, als Mischung (Urtinkturen).
Sie können auch folgendes versuchen:
Drei mal täglich eine halbe Stunde vor dem Essen nehmen Sie je 10 Tropfen Engelwurzextrakt
(Angelica archangelica).
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| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor.
Leinsamen, Pfefferminzblätter, Süßholzwurzel
Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor: Asa foetida, Beifußkraut,
Manukaöl
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| Homöopathie |
Nux vomisa D4 vor dem Essen
Arsenicum album D6 nach dem Essen
Argentum nitricum D12 vor dem Essen
Ambra D3 nach dem Essen
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| Gemmo-Therapie |
Bis zur Besserung stündlich 1-2 Stösse
Johannisbeer-Knospenmazerat
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
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| Sonstiges |
Ein bewährtes Naturheilmittel: Heilerde |
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 6.03.2012 aktualisiert.

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