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Riechen und Schmecken sind
gemeinsam eine komplexe
Sinneswahrnehmung. Sie werden über
unterschiedliche Nervenbahnen ans Gehirn
übermittelt, ein einzelner Ausfall einer
Nervenbahn kann den Gesamteindruck
verändern. Deshalb ist es möglich, dass
ein Riechverlust subjektiv als
Geschmacksstörung beschrieben
wird.
Riechstörungen werden
quantitativ und qualitativ unterschieden.
Dabei sind die Anosmie (=Verlust des
Riechvermögens) und die Hyposmie
(=vermindertes Riechvermögen) die
quantitativen Störungen. Qualitativ
werden die Parosmie (=Veränderung einer
Riechwahrnehmung), die Kakosmie (=Gerüche
allgemein "übelriechend") und die
Phantosmie (=Riecheindrücke ohne Quelle)
unterschieden.
Geschmacksstörungen
unterscheidet man quantitativ in Ageusie
(=Verlust des Geschmacksvermögens) und
die Hypgeusie (=vermindertes
Geschmacksvermögen).
Die Ursachen für Geruchs- und
Geschmacksempfindungsstörungen sind vielfältig.
Es gibt respiratorische Riechstörungen, die
durch mechanische Verlegung entstehen (z.B.
durch Polypen, Entzündung). Ebenso kann das
Riechepithel selbst gestört sein durch
Medikamnete oder eine virale Infektion. Die
Nervenbahnen, die die Riechinformation zum
Gehirn leiten, können durch Unfall oder
Hirntumoren beeinträchtigt
sein.
Geschmacksstörungen können
isoliert aufgrund von einigen
Erkrankungen, wie z.B.
Magen-Darm-Erkrankungen,
Lebererkrankungen oder
Hirndurchblutungsstörungen,
auftreten.
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