Hautalterung

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Alterung der Haut verursacht nach außen hin leicht zu erkennende Zeichen: Die Haut bildet Falten, sie wird schlaffer und dünner, trockener und empfindlicher. Manchmal zeigen sich auch Altersflecken und kleine Äderchen.

Das Ausmaß und die Schnelligkeit der Hautalterung sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Neben der nicht zu beeinflussenden inneren Faktoren (intrinsische Faktoren, genetische Veranlagung) ist sie auch von äußeren (extrinsischen) Faktoren abhängig.

Ab Mitte 20 sind die Spitzenzeiten der Haut definitiv vorbei. Bis zu den ersten sichtbaren Fältchen dauert es bei den meisten Menschen jedoch noch Jahre. Spätestens ab dem 35. Lebensjahr sind Falten im Gesicht erkennbar.

Die Haut von Frauen zeigt meist schon früher Alterungszeichen als die von Männern. Das hat damit zu tun, dass die weibliche Haut schon von Haus aus dünner ist als die männliche.

Mögliche Ursachen

Die Hautalterung ist nur ein Teil des gesamten Alterungsprozesses im menschlichen Körper. Was bei der Alterung (Link) im Detail passiert, ist bisher nur unzureichend erforscht. Freie Radikale scheinen eine zentrale Rolle zu spielen, aber vor allem die innere Uhr und der programmierte Zelltod.

Die Gerontologie, also die Wissenschaft, die sich mit dem Alterungsprozess beschäftigt, ist in Deutschland längst nicht so weit entwickelt wie in anderen Ländern. Aber einige Aspekte, die die Hautalterung betreffen, sind doch recht klar:

Zum Ende des dreißigsten Lebensjahres produzieren die Talgdrüsen der Haut weniger Fett. Auch die Fähigkeit, Fett und Flüssigkeit zu binden, nimmt ab. Die Haut wird trockener und neigt zu Juckreiz und Rötungen. Nun erscheinen auch die ersten Falten.

Bereits ab Ende des zwanzigsten Lebensjahres nimmt die Zellteilungsrate ab. Die Zellen der Keimschicht in der Oberhaut generieren bei jungen Menschen noch alle 27 Tage neue Tochterzellen, während das Intervall in späteren Jahrzehnten auf 50 Tage steigt. Dadurch kann sich die Haut weniger gut erneuern. Dieser Alterungs-Prozess ist auf die genetische Programmierung der inneren Uhr zurückzuführen und nicht beeinflussbar. Hinzu kommt, dass die Durchblutung abnimmt, wie dies ja im gesamten Körper ebenfalls zu beklagen ist. Somit wird die Haut nicht mehr optimal mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.

Die Sache mit dem Bindegewebe

Eine Folge dieser Degeneration ist die Schwächung der extrazellulären Matrix des Bindegewebes. Diese Substanz, in das die Bindegewebszellen (Firbroblasten) eingebettet sind, besteht aus Proteinen, die wie ein flexibler Klebstoff den Zellverband zusammenhalten. Immer weniger dieser speziellen Eiweiße, das  Kollagen und Elastin, werden im Laufe des Lebens produziert.

Auch die Struktur der Bindegewebs-Proteine weicht zunehmend von der optimalen Grundform ab. Man kann sich das auch einfach so vorstellen, wie ich das mit diesen beiden Orangen gemacht habe:

Analogie Haut - Orange

Ursache für diese Beeinträchtigungen sollen auch hormonelle Umstellungen der Wechseljahre sein, wenn der Körper die Wachstums-Faktoren und Sexualhormone herunterfährt. Dadurch verdünnert sich auch das Unterhautfettgewebe und die Haut verliert zusätzlich an Spannkraft.

Hauptgrund ist für mich allerdings, das mangelhafte Bewegungsverhalten, was seine Spuren deutlich hinterlässt. Lesen Sie hierzu auch unbedingt meine Beiträge:

Wenn Sie diese Beiträge durchgearbeitet haben, wissen Sie dazu mehr als 99% der Bevölkerung und mehr als 80% der Therapeuten; das musste mal gesagt werden...

Zu diesen normalen Alterserscheinungen kommen Umwelteinflüsse und die "weitere" Lebensweise hinzu. Es ist nachgewiesen, dass UV-Licht und Zigarettenrauch die Entstehung freier Radikale induziert.

Zigaretten

Die hoch reaktionsfähigen Verbindungen greifen praktisch alle organischen Moleküle an und schädigen Enzyme und auch die DNA. In meinem Beitrag zum Rauchen, schreibe ich mehr zu diesem Prozess...

Die Sache mit der lieben Sonne

UV-Strahlung hat noch einen ganz speziellen Effekt auf die Haut: Die elektromegnetischen Wellen aktivieren Metall-Proteinasen, die den Abbau von Kollagen bewirken. Zusätzlich bringen diese Einflüsse auch elastische Fasern zum Aufquellen und Ablagern in der mittleren Hautschicht, wodurch die Haut nochmals an Flexibilität verliert.

Allerdings wird Sonnenlicht höchstens bei jahrelangem exzessivem Sonnenbaden zum Problem. Nur an Händen und im Gesicht sind die Folgen der UV-Strahlung  bei Senioren fast immer zu sehen: Die Altersflecken oder Lentigines. An diesen Stellen kommt es zur irreversiblen Anhäufung von Melanin, ein Pigment, dass uns vor zu viel Sonnenstrahlung schützt. Normalerweise wird Melanin beim Nachlassen der Bestrahlung wieder abgebaut (Urlaubs-Effekt). In den Lentigines ist diese Fähigkeit (wahrscheinlich durch zu intensive UV-Strahlung) verloren gegangen.

Doch die meisten Menschen halten sich bei Weitem nicht lange genug draußen auf, um ernsthafte Nachteile durch Sonneneinstrahlung befürchten zu müssen. Eher im Gegenteil. Lesen hierzu unbedingt meinen Beitrag: Böse Sonne - Gute Sonne. Denn: Die Sonne ist ein ganz wichtiges Naturheilmittel!

Solarien

Problematischer ist ein unvernünftiger Umgang mit Solarien, denn die hier wirkenden UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein, weil sie energiereicher sind.

Die milderen UVB-Strahlen fehlten oftmals in den künstlich erzeugten Spektren. Doch gerade der B-Anteil wäre die geeignete Prophylaxe für den riskanten Sonnenbrand im Urlaub. Mittlerweile haben die Solarienbetreiber dies erkannt.

Solarium - Zur Hautalterung mach die Dosis das Gift

Zu den Solarien habe ich einen Beitrag verfasst, denn Sie sich auch unbedingt ansehen soll, da hier mit einigen Mythen aufgeräumt werden muss: "Sind Sonnenstudios schädlich?"

Stress und Schlafmangel

Auch Stress und Schlafmangel haben direkte Auswirkungen auf die Haut. Wer entspannt und ausgeruht durchs Leben geht, behält länger eine straffe, faltenfreie Haut.

Hilfe aus dem Bereich der Naturheilkunde finden Sie unter den entsprechenden Links auf dieser Webseite: Stress abbauen und Naturheilkunde bei Schlafstörungen.

Ernährung

Eine wichtige Rolle spielt auch die Ernährung. Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, versorgt auch die Haut mit allem, was sie braucht und hält sie länger jung. Ich sage auch oft: Man sieht den Menschen an, wie sie leben und was sie essen. Das deutsche Sprichwort drückt es auch sehr gut aus: Du bist, was du isst.

Viele Vitamine sind Radikalfänger und beugen Degenerations-Prozessen vor und sollen sogar die Krebsentstehung unterdrücken.

Bewegung und Sport

Eine gut durchblutete Haut zeigt weniger Alterserscheinungen. Daher spielt Bewegung ebenfalls für den ganzen Körper, also auch für die Haut, eine wichtige Rolle und kann den Alterungsprozess deutlich verlangsamen.

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Naturheilkunde und Alternativmedizin

Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei vorzeitiger Hautalterung in Frage kommen.

Ernährung

Vermeiden Sie freie Radikale und essen Sie mehr Antioxidantien - insgesamt also eine gesunde Ernährung.

Ernähren Sie sich auch mineralstoffreicher: Essen Sie zum Beispiel täglich zwei Esslöffel Braunhirse (z.B. im Müsli, Saft). Hier ist sehr mineralstoffreich, sollte aber im Rohzustand gegessen werden. Es ist somit wertvoll für Gelenke, Knochen, Bänder, Haut, Haare und Nägel.

Medizinische Massagen Massagen fördern die Durchblutung der Haut und beugen so einer vorzeitigen Alterung vor.
Orthomolekulare Medizin

Carotinoide (Beta Carotin, Lutein, Lycopin) schützen die Haut vor Oxidationsschäden, die (wie oben erwähnt) zur Faltenbildung und Alterflecken beitragen können.

Vitamin A (max. 10.000 I.E.)

Die Vitamine der B-Reihe sind ebenfalls wichtig für die "Spannkraft" der Haut und die Reperaturprozesse.

Nachtkerzenöl: unterstützt die Feuchtigkeitsbarriere der Haut

Zum "Zellschutz" kann man auch noch an Coenzym Q10 denken.

Säure-Basen-Haushalt Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
Schüssler Salze Abschlaffen der Haut: Calcium fluoratum und Silicea
Hautjucken im Alter: Calcium Phosphoricum
Hautschrunden, rissige Haut, Hornhaut, Hautrisse bei trockener Haut - Siehe auch: Hautkrankheiten

Siehe auch folgende Themen: Augenringe - Dermatosen - Ekzeme - geschwollene Augen - Hautkrankheit -Hautpflege - trockene Haut - Hautpilze - Leberflecke - Neurodermitis -Nesselsucht - Schuppen - Tränensäcke - Wundheilung

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 20.2.2017 aktualisiert.

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