Therapie und Wirkung der Low-Level-Lasertherapie
von: René Gräber,
Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Die Low-Level-Lasertherapie, auch Soft-Laser-Therapie genannt, ist eine nebenwirkungsfreie Regulationstherapie,
bei der durch Laserstrahlung eine hohe Menge an Energie freigesetzt wird, die zur Reaktivierung der
Stoffwechselaktivitäten im menschlichen Körper und zur Anregung der Selbstheilungskräfte eingesetzt wird.
Genau genommen fördert die Laserbestrahlung die Synthese von ATP-Molekülen, welche die Hauptenergiequelle für
den menschlichen Stoffwechsel darstellen, und veranlasst somit eine schnellere und verbesserte Zellteilung, welche
wiederum die biochemischen Vorgänge und Heilungsprozesse vorantreibt.
Des Weiteren trägt die Low-Level-Lasertherapie zur Schmerzlinderung bei, da die Strahlung die Freisetzung von
körpereigenen Abwehrstoffen wie beispielsweise Histamin positiv beeinflusst. Außerdem wirkt die Laserbestrahlung
entzündungshemmend, da die Bildung von entzündungsfördernden Stoffen vermindert wird. Auf diese Weise werden
zusätzliche Infektionsrisiken verringert.

Anwendungsgebiete
Die Low-Level-Lasertherapie kommt in vielen Teilbereichen der Medizin erfolgreich zum Einsatz. Die
Anwendungsgebiete dieser Therapie sind vielfältig und umfangreich.
Nachfolgend eine Auflistung von möglichen Anwendungsmöglichkeiten der
Low-Level-Lasertherapie:
Dermatologie: z.B. Beingeschwüre, Wundliegen, Gürtelrose, Fieberbläschen
Orthopädie: z.B. Arthrose, Gelenkentzündung
Hals-Nasen-Ohren-Bereich: z.B. Schnupfen, Mittelohrentzündung, Tinnitus
Sportmedizin: z.B. Muskelverletzungen, Prellungen, Zerrungen
Wundbehandlung: z.B. Wundheilung bei schlecht heilenden Wunden
Schmerztherapie: z.B. neurologische Schmerzen, Migräne
Gynäkologie, Urologie: z.B. Kaiserschnittnarben, Dammschnitt
Akupunktur: z.B. Nadelersatz zur schmerzlosen Akupunktur
Zahnmedizin: z.B. Therapie zur Zahnfleischentzündung
Tiermedizin: alle identischen Indikationen in der Humanmedizin
Behandlungsablauf
Die Low-Level-Lasertherapie wird bei vielen Indikationen hauptsächlich lokal angewendet. Dabei wird der zu
behandelnde Bereich für eine bestimmte Zeit der Laserstrahlung ausgesetzt, wobei die Bestrahlung, abhängig von der
gestellten Diagnose, als Flächen- oder Punktbestrahlung erfolgt.
Die Dauer der Bestrahlung ist abhängig von der Größe der betroffenen Fläche, der Leistung des Lasers und der
zugeführten Energiemenge und wird unter Berücksichtigung dieser Faktoren berechnet.
Die Erhöhung der Energiemenge durch eine längere Bestrahlungsdauer ist nicht sinnvoll und überflüssig, da die
menschlichen Zellen nur eine bestimmte Energiemenge umsetzen können. Die Behandlung erfolgt häufig über einen Arzt,
gute Lasergeräte können allerdings auch käuflich erworben oder gemietet werden und zur Selbstbehandlung eingesetzt
werden.
Nebenwirkungen
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Low-Level-Lasertherapie bei korrekter Anwendung keine Nebenwirkungen
verursacht. Lediglich die Augen sollten durch einen speziellen Schutz vor den Laserstrahlen geschützt werden, da
diese sonst beschädigt werden könnten.
Studien zur Low-Level-Lasertherapie
Die Wirksamkeit der Low-Level-Lasertherapie wurde bereits durch einige wissenschaftliche Studien belegt.
Beispielsweise führte Dr. med. Matteo Rosetto aus Basel mitte der 90`er Jahre an 41 Patienten, die sich
hauptsächlich über Schmerzen am Bewegungsapparat beklagten, diese Art der Lasertherapie durch. Die Ergebnisse
dieser Studie waren äußerst überzeugend: etwa 73% der Patienten bezeichneten die Wirksamkeit der
Low-Level-Lasertherapie als "gut" bis "sehr gut"; nur bei etwa 12% der Patienten blieben die Schmerzen
unverändert.

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