Magnetfeldtherapie und Magnettherapie - Wirkung und Einsatzmöglichkeiten
von: René Gräber,
Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Bei der Magnetfeldtherapie handelt es sich um ein komplementärmedizinisches Verfahren, bei dem mit Hilfe von
natürlichen oder künstlichen magnetischen Hilfsmitteln ein Magnetfeld aufgebaut wird, welches zur Behandlung von
Beschwerden und Krankheiten eingesetzt wird. Dieses Magnetfeld kann entweder durch einen natürlichen Magnetstein
oder unter der Verwendung von Strom aufgebaut werden.
Überlegungen zur Wirkung der Magnetfeldtherapie
Die Magnetfeldtherapie und natürlich auch die "normale" Magnettherapie beruht auf der Tatsache, dass im
menschlichen Körper Ionen (elektrisch geladene Teilchen) existieren, durch deren Bewegung elektrische Spannung in
den Zellen entsteht.
Diese Spannung erzeugt wiederum ein Magnetfeld, welches die Zellfunktionen und Heilungsprozesse im menschlichen
Körper vorantreibt und aufrecht erhält. Kranke bzw. beschädigte Zellen weisen gegenüber gesunden Zellen nur eine
geringe Spannung auf. An diesem Punkt kommt die Magnetfeldtherapie zum Einsatz, weil sie die verminderte Spannung
und das geschwächte Magnetfeld der Zellen wieder aufbaut.
Die Durchblutung der Zellen und deren Versorgung mit Sauerstoff wird angeregt, der Körper erhält einen
revitalisierenden Schub, der die Heilungsprozesse und Abwehrkräfte des menschlichen Organismus stärkt und wieder
vorantreibt.
Bei der Magnetfeldtherapie wird der Patient entweder in eine Art Röhre geschoben, welche von einem starken
Magneten umschlossen ist, oder mit magnetischen Gegenständen wie z.B. Magnetkissen, Magnetfolien oder Magnetstäben
behandelt.

Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsgebiete der Magnettherapie
Die Anwendungsgebiete dieser Therapie sind zahlreich und vielfältig. Die Magnetfeldtherapie wird erfolgreich
gegen Entzündungen und Schmerzen (z.B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen) eingesetzt und
dient zur unterstützenden Behandlung bei der Wundheilung und Knochenheilung, z.B. nach komplizierten Brüchen oder Operationen.
Zudem eignet sie sich zur Stärkung der Abwehrkräfte, beispielsweise zur
Bekämpfung von Infekten oder stoffwechselabhängigen Allergien. Des weiteren kommt sie bei Rückenschmerzen (auch: Bandscheibenvorfall oder
Hexenschuss) zum Einsatz. Durchblutungsstörungen und verschiedene Stoffwechselstörungen werden ebenfalls positiv beeinflusst.
Weitere Einsatzgebiete der Magnetfeldtherapie sind Migräne, Rheuma und Menstruationsbeschwerden. Allerdings ist zu erwähnen, dass die Magnetfeldtherapie nur
als unterstützende Behandlungsform unter ärztlicher Aufsicht erfolgen sollte und keinesfalls andere ärztlich
vorgeschriebene Therapien ersetzen kann. Es existieren viele Therapiegeräte, die auf dem freien Markt erworben
werden können. Vor dem Kauf eines solchen Gerätes sollte ein Patient stets Rücksprache mit dem vertrauten Arzt oder
Therapeuten halten.
Obwohl bislang nur wenige wissenschaftliche Studien existieren, so gibt es einige Studien, die die Förderung des
Knochenwachstums, bedingt durch die Magnetfeldtherapie, belegen.
Am Higher Medical Institute in Plovdiv (Bulgarien) wurde eine Studie zur Wirksamkeit der Therapie bei
degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen durchgeführt, die ebenfalls sehr positive Effekte dokumentiert. Es ist zudem
wissenschaftlich erwiesen, dass die Magnetfeldtherapie keine Nebenwirkungen aufweist. Lediglich Personen mit
Elektroimplantaten (z.B. Herzschrittmacher) dürfen sich dieser Therapie nicht unterziehen.
verwandte Therapieverfahren: Pulsierende Signaltherapie

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