Gelenkbeschwerden

Volkskrankheit Rheuma im Spiegel der Naturheilkunde und der Alternativmedizin

Rheumatismus oder Rheuma ist ein Sammelbegriff für die verschiedensten Beschwerden in den Muskeln, Gelenken, Sehnen, Schleimbeuteln und anderen Teilen des Bewegungsapparates.

Mittlerweile werden je nach Definition über 400 verschiedene Einzelerkrankungen und Beschwerdebilder dazu gezählt. Alle haben eines gemeinsam: Schmerzen.

Rheuma – Das Fließende

Der medizinisch korrekte Ausdruck lautet übrigens: „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“. Der Begriff Rheuma stammt aus dem altgriechischen und bedeutet „fließen“.

Nach der früheren Lehre der Körpersäfte ging man davon aus, dass kalter Schleim vom Gehirn aus in den Körper fließe und dadurch die Beschwerden auslöse.

Heute unterscheidet man rheumatische Erkrankungen in vier Hauptgruppen, einigen Untergruppen und in einzelne Erkrankungen. Die Diagnose erfolgt durch eine gründliche Anamnese (Befragung des Patienten) und Blutuntersuchungen.

Bei der Blutuntersuchung werden unter anderem Antikörper und genetische Marker gesucht. Nicht selten kommt es vor, dass diese aber nicht vorkommen. So bildet die Blutuntersuchung lediglich einen richtungsweisenden und keinen beweisenden Charakter.

Dieses Krankheitsbild “Rheuma” lässt sich meistens nicht lokal an einer Körperstelle begrenzen, sondern hat häufig den ganzen Körper befallen. Die Entzündungswerte sind oftmals im Blut festzustellen, aber halt nicht immer. Die Erkrankten fühlen sich für gewöhnlich im Allgemeinen krank und antriebslos und auch in der Erbringung von Leistungen eingeschränkt.

Was ist die Ursache der Entzündung?

Bei Entzündungen denken wir erst einmal an Infektionen mit Bakterien oder Viren. Doch der Körper löst die Reaktion auch auf andere Reize physikalischer oder chemischer Natur aus. Aber das ist bei Rheuma nicht immer der Fall, vielmehr scheint es sich meistens um einen Fehler in der Immunfunktion zu handeln.

So findet nach allgemeiner Auffassung bei Rheuma ein Angriff der Körperabwehr auf den eigenen Organismus statt. Diese Autoimmunkrankheiten sind die Ursache sehr vieler Beschwerden, zu denen auch Rheuma zählt. Allerdings ist es vornehmlich die Gelenkhaut, die vom Immunsystem zerstört wird, aber auch andere Organe können beschädigt werden.

Warum sich Rheuma von den Gelenken auf den ganzen Körper ausbreiten kann, erklärt eine Forschungsarbeit aus dem Jahre 2010. Nach den dort erbrachten Erkenntnissen soll der Angriff des Immunsystems auf die Gelenkhaut das Ablösen von Bindegewebszellen im Gelenk verursachen.

Diese Fibroblasten geraten so in den Blutkreislauf und setzen sich in anderen Gelenken fest und tragen das rheumatische Geschehen auf diese Weise weiter. Offensichtlich sind die Wanderzellen durch die Entzündung so verändert, dass sie nun auch das „eroberte“ Gelenk in Mitleidenschaft ziehen.

Bisher ist allerdings nicht klar, ob sich die Ergebnisse der Untersuchung auf den Menschen übertragen lassen.

Denn die Experimente wurden an Mäusen durchgeführt. Die entsprechende Beweisführung beim Menschen ist nicht ganz einfach und fehlt bisher. Der Annahme zufolge entsteht Rheuma also in 2 Schritten. Nur am ersten ist das Immunsystem beteiligt, auf das sich die meisten Therapien richten.

Der zweite Schritt, die Wanderung der Fibroblasten, könnte einen Ansatzpunkt neuer Behandlungsmethoden darstellen. Dazu müsste es gelingen, die mobilen Zellen zu entfernen. Doch zuvor müssen evidente Belege für die Studie Gießener Forscher vorliegen.

Die Kardinalsymptome von Rheuma

Rheuma beginnt zunächst mit leichtem Fieber und einem allgemeinen Schwächegefühl. Im weiteren Verlauf schwellen die Gelenke an und verursachen Schmerzen. Hinzu tritt ein Hitzegefühl in Knien, Ellenbogen und Fingern.

Typisch ist auch eine eingeschränkte Beweglichkeit, die morgens am stärksten ist. Die Gelenkschäden können nach jahrzehntelangem Verlauf auch den übrigen Knochen zerstören. Dann können Gelenke vollständig einsteifen und Teile des Skelettes verformen sich.

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Verschiedene Formen rheumatischer Erkrankungen

Chronische Polyarthritis

Die bekannteste rheumatische Erkrankung ist die chronische Polyarthritis, auch rheumatoide Arthritis genannt. Dabei schreitet die Entzündung der Gelenke meistens schleichend voran. Ein plötzliches Auftreten kommt allerdings auch vor, wenn auch seltener.

Der Befall weitet sich während des Krankheitsverlaufs auf immer mehr Gelenke aus. Zusätzlich zeigt sich eine allgemeine Schwächung der Patienten sowie der Befall innerer Organe. Häufig geht dieses Krankheitsbild mit dem Nachweis eines Rheumafaktors einher, was aber in keinster Weise zwingend ist.

Seronegative Spondarthritiden

Die zweite sehr bekannte Gruppe ist die der seronegative Spondarthritiden. Hierbei ist meistens, neben den Gelenken, immer die Wirbelsäule betroffen und der Rheumafaktor kann so gut wie nie nachgewiesen werden.

Die bekanntesten Krankheitsbilder sind die:

Letzteres tritt in Zusammenhang mit einer Schuppenflechte auf. Auffällig ist dabei die Tatsache, dass Männer von seronegative Spondarthritiden häufiger betroffen sind als Frauen. Mit Ausnahme der Psoriasis-Arthritis, welche bei beiden Geschlechtern gleich häufig auftritt.

Häufig treten entzündliche Gelenkerkrankungen auch nach Infekten auf, insbesondere im Bereich der Harnwege oder des Darmes. Zu dieser Gruppe zählen auch die Gelenkentzündungen, welche in Verbindung mit chronischen Darmentzündungen (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn) auftreten.

Bindegewebserkrankungen

Des Weiteren zählen Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen) und Vaskulitiden (Gefäßentzündungen) zu den entzündlich-rheumatischen Krankheitsformen. Bei diesen beiden Krankheiten sind immer innere Organe und Gefäße beteiligt, sodass teilweise lebensbedrohliche Erkrankungen auftreten können. Häufig sind die Haut, Nieren, das Nervensystem, das Herz, die Gefäße und blutbildende Organe betroffen.

Zu den üblichen Bindegewebserkrankungen gehören:

Mischerkrankungen (Mischkollagenosen) wie z. B. das Sharpsyndrom sind keine Seltenheit. Das Sjögren-Syndrom tritt ebenfalls gelegentlich in Zusammenhang mit rheumatoiden Arthritis auf, wobei die Trockenheit von Auge und die Mundtrockenheit im Vordergrund steht.

Polymyalgia rheumatica, eine Muskelerkrankung, welche im höheren Alter vorkommt und mit akuten Schmerzen der Schulter- und Beckengürtelmuskulatur einhergeht.

Und dann haben wir da noch die Temporalarteriitis (Riesenzellenarteriitis). Klassischerweise besteht in diesen Fällen eine Entzündung der Schläfenarterie.

Weitere sehr selten vorkommende Erkrankungen sind z. B. Wegnersche Granulomatose und das Churg-Strauß-Syndrom.

Arthritis bei Kindern

Eine entzündliche Gelenkerkrankung der besonderen Form stellt die Arthritis des Kindesalters, die juvenile chronische Arthritis dar. Diese kann in drei Hauptformen unterteilt werden:

Das Still-Syndrom, welches innere Organe betrifft und Fieber zeigt, die chronische Polyarthritis, welche der Erwachsenen-Form sehr ähnelt und die Verknüpfung mit einer Regenbodenhautentzündung (Iris), welche im Erwachsenenalter oftmals in eine Gelenkerkrankung übergeht und mitunter die Wirbelsäule betreffen kann (seronegative Spondarthropathie).

Damit hätten wir die entzündlichen rheumatischen Formen soweit erst einmal durch.

Degenerartive Gelenkerkrankungen

Kommen wir nun zu den degenerativen Gelenkleiden und Wirbelsäulenerkrankungen.

Arthrose

Degenerative Gelenkerkrankungen und Wirbelsäulenerkrankungen werden meistens mit dem Begriff Arthrosen dargestellt. Bei einer Arthrose ist der Gelenkknorpel geschädigt. Am häufigsten sind Hüftgelenke und Kniegelenke davon betroffen.

Die Schulmedizin macht vielfältige Ursachen für eine Arthrose verantwortlich: Altersbedingte Veränderungen, angeborene Fehlstellungen wie z. B. eine zu flach ausgebildete Hüftpfanne, Unfälle wie z. B. Knochenbrüche, übermäßige Belastung und eine “Schwäche des Knorpelstoffwechsels”.

Kommt eine degenerative Erkrankung an der Wirbelsäule vor, sind Verschleiß und Überbelastungen der Bandscheiben (Bandscheibenvorfälle) die häufigste Ursache – jedenfalls nach vorherrschender Meinung.

Oftmals haben diese Erkrankungen, aufgrund der übermäßig starken Schmerzen, zur Folge, dass der Betroffene, seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann und diese aufgeben muss. Vor allem Personen ab dem 50. Lebensjahr sind von degenerative Gelenkbeschwerden und Wirbelsäulenerkrankungen betroffen.

Kommen wir zur nächsten großen Gruppe:

Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden (pararheumatische Erkrankungen)

Gicht und Osteoporose sind in dieser Krankheitsgruppe wohl die bekanntesten Vertreter.

Im Krankheitsbild der Gicht gilt der Stoffwechsel der Harnsäure als gestört, sodass häufig die Menge der Harnsäure im Blut ansteigt. Seltener kommt es zu einer Anreicherung von Harnkristallen in den Gelenken, welche dann die Gelenkentzündung, den sogenannten Gichtanfall, hervorrufen.

Insbesondere im Alter ist die Gicht relativ weit verbreitet, auch wenn durchaus noch weitere Krankheiten bekannt sind, die Kristallerkrankungen, und somit Gelenkentzündungen auslösen.

Ein weiterer bekannter Vertreter der Stoffwechselerkrankungen, welche Beschwerden der Bewegungsorgane hervorrufen können, ist die Osteoporose (Knochenschwund). Im stark fortgeschrittenen Stadien brechen nicht selten Wirbelkörper ein, sodass durch den Knochenverlust es zu starken Rückenschmerzen kommen kann. Osteoporose tritt in der Gruppe der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen häufig als Begleiterscheinung auf.

Weichteilrheuma

Nächste Erkrankung: Weichteilrheumatismus. Unter Weichteilrheumatismus hat nahezu schon jede Person gelitten. Hierbei handelt es sich um nicht entzündliche weichteilrheumatische Erkrankungen wie z. B. der Tennisarm, der steife Nacken oder einfache Verspannungen durch z. B. Fehlhaltungen.

Die Ursachen der Schmerzen liegen meistens in der Muskel-Sehnen-Überlastung und lokalisieren sich für gewöhnlich auf eine Körperregion. Häufig werden auch die Nervenengpasssyndrome wie z. B. das Karpaltunnelsyndrom (Engpass im Handgelenk) zu dieser Gruppe gezählt. Egal wie der Spitzname der Diagnose auch lautet: Ich sehe in der Praxis fast immer ein Problem der gesamten Struktur: Muskeln, Faszien, Kapseln, Bänder.

Das Fibromyalgie-Syndrom hingegen ist eine ausgeprägte Form des Weichteilrheumatismus. Dieses ist auf mehrere Gelenke und der Wirbelsäulenregion schmerzhaft ausgedehnt und geht mit weiteren Symptomen einher.

Risikofaktoren für Rheuma

Das Risiko an Rheuma zu erkranken steigt mit dem Lebensalter. So tritt die chronische Polyarthritis bevorzugt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf. Wahrscheinlich spielen genetische Faktoren dabei eine Rolle, aber auch Noxen, die in der Lebensgeschichte wirkten, erhöhen die Gefahr für die entzündliche Erkrankung.

Hier muss auch das Rauchen zur Sprache kommen, das neben anderen Schäden auch Rheuma fördert. Erkennbar ist das schon daran, dass Nikotin die Entzündungswerte erhöhen kann. Dann nimmt der Trend zu anderen Autoimmunkrankheiten zu, wodurch das Immunsystem aus der Balance gerät und eine rheumatische Erkrankung hervorbringt.

Ungünstig wirkt sich daneben eine zu üppige Ernährung mit zu viel Fleisch und Zucker aus, wodurch der Stoffwechsel übersäuert. Genussmittel wie Alkohol und Koffein verstärken diese Verschiebung des pH-Wertes. Die Folge davon ist eine gestörte Entgiftung sowie eine Unterversorgung der Zellen mit Nähstoffen.

Mineralstoffmangel und ein Defizit an Spurenelementen kann Rheuma ebenso begünstigen. Besonders riskant ist dabei der Mangel an Magnesium, Calcium, Kupfer, Zink und Selen. Daneben fördern Hypovitaminosen von Vitamin B6, C und E sowie Folsäure die Erkrankung.

Oft übersehen wird eine Schwäche der Mitochondrien. Die Zellorganellen sind Energiekraftwerke des Stoffwechsels und haben damit eine lebenswichtige Funktion. Treten hier Störungen auf, spricht man von „Mitochondriopathie“, die für viele chronische Krankheiten verantwortlich ist, unter anderem für Rheuma. Grund ist wahrscheinlich die erhöhte Produktion freier Radikale, die entzündliche Prozesse fördern.

Unterschätzt wird auch die Rolle der Darmflora. Ist sie gesund, übt die Darmbarriere eine sichere Kontrolle des Stoffeintritts über die Darmschleimhaut aus. Eine ungünstige Zusammensetzung der bakteriellen Symbionten stört die Verarbeitung des Nahrungsbreis.

Die geschwächte Darmschleimhaut (Leaky-Gut-Syndrom) lässt Stoffe passieren, die nicht ins Körperinnere gehören. Halb verdaute Proteine gelangen in den Blutkreislauf und lösen Reaktionen des Immunsystems aus. Wichtige Funktionen kommen dem Mikrobiom des Darmes auch durch Interaktionen innerhalb des Darmlumens bei der Aufrechterhaltung eines gut arbeitenden Immunsystems zu.

Ein weiterer Risikofaktor sind Antibiotika, die in der Kindheit in hohem Maße eingenommen wurden. Auch Übergewicht birgt die Gefahr Rheuma zu entwickeln, zumindest ist dies für Frauen nachgewiesen.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Heilpflanzen-Newsletter dazu an. Darin geht es im Wesentlichen um Heilpflanzen, aber auch um Bachblüten oder Homöopathische Mittel:

Naturheilkunde und Alternativmedizin

Lassen Sie es mich mal so formulieren: Ich persönlich halte fast alle Formen von Rheuma für heilbar. Gut: man muss eine Menge dafür tun, die Naturgesetze beachten und sein Lebensverhalten grundlegend umstellen.

Das wollen viele Patienten nicht und greifen lieber zu den Symptom-Abstell-Mitteln der klassischen Medizin. Kann man machen – muss man nicht.

Klassische Schulmedizin-Therapie: Medikamente

Ich will mich hier gar nicht weiter über die verschiedenen Medikamente auslassen. Das habe ich schon in anderen Beiträgen getan, z.B.:

Zum MTX lasse ich mich lieber gar nicht aus, sonst habe ich wieder eine Abmahnung am Hals. Lesen Sie gerne auch mal meinen Beitrag: Schmerzmittel wirksam, aber riskant.

Im Prinzip halte ich unser gesamte “Kra(n)kenwesen für bankrott. Lesen Sie ruhig dazu mal meinen Beitrag: Unser Gesundheitssystem – Oder: Warum Patienten immer „kränker“ werden.

Ich schreibe das nicht, um Sie zu erschrecken. Es kann aber nicht sein, dass Menschen mehr an die “Macht” der Tabletten glauben, als an die Macht der Natur. Klar: Manchmal kann ein Schmerzmittel in akuten Fällen ein Geschenk sein. Aber eine Dauerlösung ist es nicht.

Also auf zu den möglichen Alternativen.

Im Folgenden finden Sie:

Naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei rheumatischen Erkrankungen in Frage kommen.

Gute Erfahrungen sind bei Rheuma mit Akupunktur und Elektroakupunktur gemacht worden. Ich kann dazu (als Unterstützung) raten.

Bewegungstherapie / Faszientherapie

Bestimmte Übungen können die Beweglichkeit der geschädigten Gelenke verbessern oder erhalten. Lesen Sie dazu unbedingt meinen Beitrag: Faszientraining - Bedeutung in der Schmerztherapie und im Training

Im Bereich der betroffenen Gelenke können Blutegel sehr hilfreich sein.

Cellsymbiosistherapie

Die Cellsymbiosistherapie nach Dr. Kremer ksnn die optimale Aktivität der Mitochondrien wiederherstellen.

Eine Darmsanierung kann das Risiko für Rheuma senken und auch den Verlauf mildern. Geeignet dazu ist eine Colon-Hydro-Therapie mit der anschließenden oder gleichzeitigen Gabe von Probiotika und Prebiotika.

Ohne die Ernährung geht es nach meiner Erfahrung bei Rheuma gar nicht.

Von zahlreichen Schulmedizinern hören Sie wenig darüber, dass Ihre Ernährung die allermeisten rheumatischen Erkrankungen entscheidend beeinflusst. Das entscheidende Stichwort ist auch hier das Thema: Übersäuerung.

Meiden Sie bei allen Arten von Entzündungen vor allem Fleisch (vor allem Schweinefleisch), denn es enthält u.a. die Arachidonsäure, die eine wichtige Rolle im Entzündungsgeschehen spielt. Ebenso keine Weißmehlprodukte, Zucker, Süßigkeiten im allgemeinen. Verzichten Sie auch weitgehend auf Eier und auf Milch.

Ich weiß, dass die meisten Rheumatiker dies als glatte Zumutung betrachten, weil deren Speiseplan genau aus diesen Nahrungsmitteln besteht.

Versuchen Sie als Einstieg in eine neue Ernährungsweise einmal Heilfasten. Zahlreiche Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Webseite: www.Gesund-Heilfasten.de. Auch als Heilmethode ist das Heilfasten ausgezeichnet geeignet - vor allem bei rheumatischen Erkrankungen.

Ein im New England Journal der Medizin erschienener Beitrag zählt übrigens 55 Erkrankungen auf, bei denen Gluten eine Rolle spielt. Dazu gehören auch zahlreiche rheumatische Erkrankungen. Mehr zum "Glutenproblem" finden Sie in meinem Beitrag zur Zöliakie und zur Glutenintoleranz.

Angezeigt ist eine Ernährung mit entzündungshemmenden sekundären Pflanzenstoffen wie Polyhpenolen in Obst, Olivenöl und Nüssen.

Entspannung ist sowieso für viele Patienten anzuraten. Aber wie geht man vor? Ich halte viel vom Autogenen Training nach Prof. Schulz. Mehr dazu im Beitrag autogenes Training bei rheumatoider Arthritis.


(Urtinkturen)
Folgende Mischung aus Urtinkturen kann angezeigt sein: 40 ml Weidenrinden, je 20 ml Brennnessel, Löwenzahn und Zinnkraut.

Folgende Mischung aus Urtinkturen kann angezeigt sein: 40 ml Weidenrinden, je 20 ml Brennnessel, Löwenzahn und Zinnkraut.

Heilpflanzen sind in der Rheumatherapie natürlich bewährt.

Folgende Heilpflanzen können zum Einsatz kommen: Ackerschachtelhalm, Arnika, Cayennepfeffer, Kurkuma, Cistrose, Rosmarin, Mistel, Teufelskralle, Brennnessel, Wacholder, Weidenrinde und Weihrauch und zahlreiche andere.

Die Rizol-Therapie ist ebenfalls ein lohnender Ansatz. Daneben sei hier Propolis erwähnt.

Das Fasten hatte ich bei dem Punkt Ernährung bereits kurz erwähnt. Und in der Tat: Das Heilfasten kann mit in verschiedenen Variationen extrem hilfreich sein, wie zum Beispiel das Heilfasten nach Buchinger oder auch das Intervallfasten.

Bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen bringe ich im Laufe der Therapie fast immer auch die Homöopathie zum Einsatz. Ich würde fast behaupten, dass es eine weitgehende Ausheilung ohne Homöopathie schwierig wird. Wichtige homöopathische Mittel beschreibe ich in einigen Beiträgen, möchte hier aber mal nur den in Bezug auf Gelenkentzündungen anführen: Homöopathie gegen Gelenkentzündung

Kryotherapie

Der Aufenthalt von einigen Minuten in Kältekammern kann die Schmerzen lindern, weil der Körper Endorphine ausschüttet. Die Behandlung mit Temperaturen bis zu -180° C kann also die Möglichkeiten der Bewegungstherapie deutlich verbessern.

Massagen fördern die Durchblutung und den Stoffwechsel. Dadurch kann eine Linderung der Schmerzen erreicht werden.

Aus dem Bereich der Vitalstoffe und deren Zubereitungen kommen eine ganze Menge an Substanzen infrage, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann. Ich erwähne hier nur einige:

Grünlippmuschelkonzentrat mit Glykosaminoglykane (GAG), ergänzt mit Vitamin EIngwerKurkuma und MSM.

Glutathion ist eine Antioxidanz, die immer angezeigt ist, weil eine entzündungshemmende Wirkung zu erwarten ist.

Was ich auf jeden Fall rate zu optimieren ist der Vitamin D - Spiegel sowie auf Vitamin AVitamin B1Vitamin B12Vitamin KUbichinon.

Wichtig ist auch die optimale Versorgung mit den Spurenelementen ChromManganMolybdän und Lithium. Gewährleistet sein muss auch eine gute Versorgung mit den Mineralien Kalium und Eisen.

Diese Aminosäuren müssen unbedingt optimal zugeführt werden: Arginin, Cystein und Lysin. Auch Carnitin und Taurin sollten supplementiert werden.

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" spielt nach meiner Erfahrung bei allen Rheumatikern eine enorme Rolle! Zu Beginn einer Rheumatherapie halte ich Basenpulver / Basentabletten für sinnvoll. Aber Achtung mit der Dosis!
Ausführlich berichte zu einer "richtigen" Entsäuerung in meinem Buch: Die biologische Entsäuerungstherapie.

Eine Schwermetallentgiftung ist bei Rheuma sinnvoll, um physiologische Prozesse zu normalisieren. Dies unterstützt auch die Regenaration beeinträchtigter Mitochondrien. Um was es dabei alles gehen kann, beschreibe ich u.a. auf folgender Webseite: www.entgiftung-und-entschlackung.de

Schüssler Salze können unterstützend wirken. In Frage könnten folgende Mittel kommen:

  • Schüssler-Salze Nr.5
    Magnesium phosphoricum D6 3x 2-3 Tabl.

  • Schüssler-Salze Nr.7
    Kalium phosphoricum D6 3x 2-3- Tabl.

  • Schüssler-Salze Nr.3
    Ferrum phosphoricum D12 3x 2-3 Tabl.

Spenglersan Kolloid R ist ein registriertes homöopathisches Mittel der Firma Meckel-Spenglersan GmbH. Der Zusatz "R" steht dabei für Rheuma, Rekonvaleszenz oder Reaktion.

Störfelder

Tote Zähne (wurzelbehandelte Zähne) stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Bei Rheumatikern halte ich dieses Thema für besonders dringlich.

Grundsätzlich sollten Zahnfleischtaschen saniert und toxisches Material wie zum Beispiel Amalgam entfernt werden. Ebenso Granulome, Zysten im Zahnbereich.

Ich rate ebenso dazu tote Zähne entfernen zu lassen. In manchen Fällen hat das Ziehen eines toten Zahnes sofortige Besserung gebracht. Vor allem, wenn Patienten über Wetterfühligkeit klagen ist auch an sonstige Störfelder wie Narben, die Mandeln oder die Nebenhöhlen zu denken.

Die meisten Rheumatiker lieben und brauchen Wärme. Manche brauchen auch Kälte, aber das sind nur Wenige. In meinem Beitrag: Wärme oder Kälte?, schreibe ich mehr dazu.

Infrage kommen natürlich Bäder, Wickel, Auflagen und auch Heilerdewickel.

Was ich auf jeden Fall empfehlen kann: Infrarotsauna.


Beitragsbild: 123rf.com – Puwadol Jaturawutthichai

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 25.6.2020 aktualisiert.

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