Menstruationskrämpfe und Regelschmerzen - Hilfe durch Naturheilkunde und Alternativmedizin

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Viele Frauen leiden während der monatlichen Regelblutung unter Schmerzen. Manche haben nur leichte Beschwerden, andere werden von kolikartigen Krämpfen geplagt.

Jeden Monat findet ein von Hormonen gesteuerter Prozess statt, bei dem sich in der Gebärmutter die Schleimhaut immer wieder ablöst und neu aufbaut. Beim Aufbau wird sie dick und ist gut durchblutet, um für eine befruchtete Eizelle einen idealen Platz zum Einnisten zu bieten.

Wird das Ei nicht befruchtet und findet keine Schwangerschaft statt, so verändern sich die Hormonverhältnisse wieder und es kommt zur Ablösung der Schleimhaut. Die Gebärmuttermuskeln ziehen sich in unregelmäßigen Abständen zusammen, um die abgelöste Schleimhaut auszustoßen. Das blutende Gewebe wird über die Scheide aus dem Körper gespült. Das Zusammenziehen der Muskeln wird von manchen Frauen nicht als schmerzhaft erlebt und fast gar nicht wahrgenommen. Die meisten Frauen jedoch erleben diesen Vorgang als krampfartige Schmerzen von unterschiedlicher Ausprägung und Ausdehnung. Manchen schmerzt nur der Bauch, bei anderen zieht der Schmerz bis in den Rücken oder in die Beine.

Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Regelschmerzen (Dysmenorrhoe). Primäre Regelschmerzen werden nur durch das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskeln verursacht, sekundäre Regelschmerzen entstehen als Folge von Erkrankungen, welche Einfluss auf die Gebärmutter haben, wie Endometriose oder die Bildung von Zysten oder Gebärmutter-Myomen.

Die primäre Dysmenorrhoe zeigt sich bei jungen Frauen einige Monate nach der ersten Regelblutung. Nach Auffassung der Schulmedizin spielen u.a. psychische Faktoren eine große Rolle, mit Einsetzen der Blutung kommt es zu Schmerzen im Unterleib.

Sekundäre Regelschmerzen werden im Laufe der Jahre "erworben" und zeigen, neben Stress als Auslösenden Faktor, meist eine organische Veränderung an. Besonders eine:

können zu Schmerzen führen, die als unerträglich empfunden werden.

Meist kurz vor Einsetzen der Regel kommt es zu krampfartigen Unterleibsschmerzen, die an Intensität zunehmen können und sich z.T. bis zum Menstruationsende halten. Diese Krämpfe können derart stark sein, dass die betroffene Frau zu keiner körperlichen Aktivität mehr in der Lage ist. Zusätzlich zeigen sich Rückenschmerzen, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und migräneartige Kopfschmerzen.

Mögliche Ursache

Die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut wird durch sogenannte Prostaglandine ausgelöst. Dies sind Gewebshormone, die in beinahe allen Organen vorkommen.

Sie bewirken, dass sich die Gebärmuttermuskeln zusammenziehen. Wenn der Muskel stark kontrahiert ist, verringert das die Durchblutung, was zu Folge hat, dass das Gebärmuttergewebe schlechter mit Sauerstoff versorgt wird. Dieser Mangel verursacht nach derzeitiger Lehrmeinung die typischen primären Regelschmerzen. Zu sekundären Regelschmerzen kann es durch eine Gebärmutterentzündung kommen oder durch krankhafte Veränderungen an der Gebärmutter und den Eierstöcken.

Frauen im gebärfähigen Alter sind davon meist aufgrund von genetischer Veranlagung betroffen. Zum einen können an den Eierstöcken Zysten entstehen; das sind flüssigkeitsgefüllte Gewebshohlräume. In der Gebärmutter können sich sogenannte Myome (gutartige Muskelgeschwulste) bilden. Sie liegen meist im Inneren der Gebärmutter, wachsen aber auch innerhalb der Gebärmutterwand oder in selteneren Fällen an der Außenwand des Uterus. Eine weitere Erkrankung ist die Endometriose, bei welcher die Schleimhaut zu wuchern beginnt und auch außerhalb der Gebärmutter wächst. Davon sind etwa 10% der Frauen betroffen.

Die genannten Erkrankungen verstärken die Schmerzen während der Periode, da sie die normale Struktur der Gebärmutter verändern. Zusätzlich verursachen sie meist eine stärkere Blutung, so dass betroffene Frauen für die Dauer der Menstruation oft ihren alltäglichen Verpflichtungen nicht mehr nachgehen können.

Diagnose

Die meisten Frauen suchen erst bei sehr starken Beschwerden einen Arzt auf. Sie halten, wie auch noch viele Mediziner, Regelschmerzen für etwas ganz Normales. Erst wenn extreme Blutungen eintreten und die Krämpfe kolikartig ablaufen erwägen viele Frauen die Möglichkeit einer zugrunde liegenden Erkrankung. Der Arzt kann durch eine Blutuntersuchung etwaige Entzündungen im Körper feststellen und mit Hilfe von Ultraschall Zysten und Myome sichtbar machen.

Auch die gynäkologische Untersuchung hilft, Ursachen für die Beschwerden zu entdecken und andere Erkrankungen im Bauchraum ausschließen zu können. Mit Hilfe einer Laparoskopie (Bauchspiegelung) kann der Arzt Endometriose eindeutig feststellen.

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Schulmedizinische Therapie

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um mit Regelschmerzen umzugehen und sie zu lindern. Auch ist das Empfinden von Frau zu Frau verschieden und was bei einer Patientin hilft, ist bei einer Anderen ohne Wirkung. Die Therapien können sowohl bei primärer als auch bei sekundäre Dysmenorrhoe helfen.

Bei sekundären Regelschmerzen müssen jedoch in erste Linie die auslösenden Erkrankungen behandelt werden, um eine dauerhafte Besserung der Beschwerden zu erreichen. Eine gängige Therapie der Schulmedizin ist die medikamentöse Behandlung mit krampflösenden Schmerzmitteln, nicht-steroidalen Antirheumatika oder mit Hormonpräparaten.

lesen Sie auch unter: Bauchschmerzen - Frauenkrankheiten - ausbleibende Regelblutung - zu schwache Menstruation - zu starke Menstruation

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Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Menstruationskrämpfen bzw. Regelschmerzen in Frage kommen.

Spezielle Entspannungsübungen, wie Yoga oder Meditation, helfen die Krämpfe zu mildern. Bei manchen Frauen ist Bettruhe hilfreich, bei anderen lassen die Beschwerden durch Bewegung nach.

Sanfte Massagen haben krampflösende Wirkung, ebenso Wärmebehandlungen. Doch Wärme hat noch einen weiteren Effekt. Englische Forscher haben herausgefunden, dass eine Wärmeflasche oder Wärmewickel von etwa 40°C die Schmerzsensoren in der Haut blockieren.

Der Verband der Frauenärzte (BVF) empfiehlt bei primären Regelschmerzen leichte sportliche Betätigung, wie Radfahren oder Walking, bereits vor Einsetzen der Periode. Die Bewegung sorgt für eine bessere Durchblutung des Beckens und wirkt somit schon vorab den schmerzauslösenden Durchblutungsstörungen, die durch das Zusammenziehen der Gebärmutter verursacht werden, entgegen.

Weitere mögliche alternative Heilverfahren habe ich in folgender Tabelle für Sie zusammengestellt:

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
Aromatherapie Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden. Anis, Cajeput, Estragon, Kamille, Pfefferminze, Rosmarin, Salbei, Wacholder, Zypresse.
Bachblüten Bachblüten lösen keine Probleme können aber helfen, anders damit umzugehen.
Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Folgende Mischung kann helfen: 30 ml Schafgarbe, je 20 ml Hirtentäschchen, Hamamelis, Mistel, 10 ml Ringelblumen.
Orthomolekular-Medizin Empfohlene Tagesdosis:
Vitamin E 400 mg, Niacin 100 - 300 mg zusammen mit 500 mg Vitamin C, 400 mg Magnesium, Gammalinolensäure in Form von Nachtkerzenöl 4-6 Kapseln.
Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

Schüssler-Salze

Folgende Schüssler Salze werden traditionell bei Regelbeschwerden empfohlen:

  • krampfartige Regelschmerzen: Magnesium phosphoricum
  • Regelschmerzen bei blassen, weinerlichen, reizbaren Frauen: Kalium phosphoricum
  • Menstruationskrämpfe mit erhöhtem Puls und Röte im Gesicht: Ferrum phosphoricum
Spagyrik Gänsefingerkraut, Schafgarbe
Homöopathie Menstruation ist hellrot, pulsierend und heiß: Belladonna D 6
Menstruation ist hellrot und übelriechend: Sanguinaria D 6
Menstruation ist dunkel, klumpig, fließt v.a. nachts: Magnesium carbonicum D 6
Heilpflanzen

Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor: Agnus castus Früchte, Hirtentäschelkraut, Kapuzinerkresse

Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor: Diptamkraut, Dostenkraut, Eibenblätter, Guarana, Kermesbeerenwurzel, Kornblumenblüten, Liebesstöckelwurzel, Petersilienfrüchte, Pfingstrosenblüten, Schneeballrinde, Schöllkraut und Geraniumöl.

Wirbelsäulensegmente Eine Fehlstellung des 3. Lendenwirbels kann Menstruationsprobleme verursachen.
Sonstiges

Ausgleichend und insgesamt sehr entspannend wirkt eine Fußrefelexzonenmassage.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 16.06.2013 aktualisiert.