Eierstockzysten (Ovarialzysten) sind an den Eierstöcken gebildete mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Die Flüssigkeiten in der Zyste sind von unterschiedlicher Konsistenz.

Zysten, die von Millimetern bis zu 30cm groß sein können, sind in der Regel gutartig, können aber in einigen Fällen Schmerzen oder Zyklusstörungen verursachen.

Am häufigsten treten sogenannte funktionelle Zysten auf. Sie entstehen durch die normalen hormonellen Veränderungen im Laufe des monatlichen Zyklus bei der geschlechtsreifen Frau. Sie können aber genauso bei einem gestörten Hormonhaushalt oder einer Hormontherapie vorkommen. Meist gehen sie von allein zurück oder zerplatzen und heilen dann ab.

Häufige funktionelle Zysten sind die Follikelzyste (= Auftreibung eines Eibläschens nach Ausbleiben des Eisprungs), die Corpus-luteum-Zyste (= meist durch Einbluten in einen bestehenden Gelbkörper) und die Luteinzyste (= Follikelzyste mit Blasenmole oder unter Hormontherapie). Wegen der Hormontherapie: Lesen Sie dazu auch gerne meinen Beitrag, “Wie Frauen mit Hormonen abgefüttert werden“.

Beim polyzystischen Ovarialsyndrom, das als eigenes Krankheitsbild behandelt wird, gibt es zahlreiche Zysten an beiden Eierstöcken, die in den Hormonhaushalt eingreifen.

Weiterhin gibt es am Eierstock Endometriosezysten (= Schokoladenzysten; ausgelöst durch eine vorbestehende Endometriose) und Dermoidzysten (= entwicklungsgeschichtlich mit Haut ausgekleidet).

Seltener kommen durch Sekretverhalte Retentionszysten vor.

Etwas mehr zu den unterschiedlichen Zystenformen, Symptomen, Komplikationen und der möglichen schulmedizinischen Therapie lesen Sie im Beitrag Eierstockzyste: Ursachen, Diagnose, Therapie auf dem Yamedo-Portal.

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Sprache der Symptome

Dazu eine Fallgeschichte meines Kollegen Hermann Kaufmann:

Eine Frau von etwa 30 Jahren kam in meine Praxis. Die Diagnose lautete: eine etwa Hühnerei große Zyste am rechten Eierstock. Probleme an den Sexualorganen deuten meines Erachtens auf Probleme mit der Sexualität hin. Also frage ich die Patientin, ob sie Probleme, vor allem auch sexueller Natur, mit ihrem Partner habe. Erstaunt bestätigt sie das. Darauf hin sage ich ihr, sie könne natürlich diese Zyste herausschneiden lassen. Aber wenn sie nichts an der Situation ändert, wäre es eine Frage der Zeit, bis die nächste wächst, oder halt ein anderes Symptom. Oder aber, sie wechselt den Partner. Sie hat mir gesagt, dass sie sich das schon lange überlege, aber jetzt wisse sie, was zu tun sei. Bei der nächsten Untersuchung beim Gynäkologen, drei Monate später, ist die Zyste verschwunden! Was der Körper bildet, kann er auch zurückbilden.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einer Eierstockzyste infrage kommen können.

Hierzu habe ich einen kleinen Beitrag verfasst: Bei Eierstockzysten kann Akupunktur helfen.

Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Bachblüten lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.

Auch kaum zu glauben, aber: eine Bewegungstherapie kann ebenfalls bei Eierstockzysten helfen.

Aus dem Bereich der Ernährung gibt es eine Menge Tipps. Ich rate dazu auf Milch und Schweinefleisch komplett zu verzichten. Als "Ernährungstherapie" rate ich bei Zysten generell zum Heilfasten.

Massage
Lymphzonen 4, 5, 6; Zonen 14, 15, 16.

Mittel die aus der Homöopathie symptomatisch infrage kommen können, sind unter anderem Apis mellifica, Lachesis. Ich rate aber dazu, nicht selbst herumzuprobieren, sondern einen Homöopathen aufzusuchen.

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.


Beitragsbild: 123rf.com – Katarzyna Bialasiewicz

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.8.2016 aktualisiert.

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