Verdauungsstörungen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Magen und Darm zählen zu den wichtigsten Organen des Menschen. Nicht selten zeigen sich Beschwerden wie Krämpfe, Verstopfung oder Durchfall. Die Ursachen für diese Verdauungsstörungen können vielfältig sein und geben z.T. auch Hinweis auf eine Organerkrankung.

Die Verstopfung (Obstipation) zählt zu den häufigsten Beschwerden des Darms. Dabei wirken Bewegungsmangel, unausgeglichene Ernährung (z.B. ungenügend Ballaststoffe oder Flüssigkeit) und psychischer Stress besonders fördernd.

Und damit wären wir auch schon bei den möglichen Ursachen. Und davon gibt es eine ganze Menge!

Stuhlgang: Wie oft ist normal?

Meist liegt bei einer Verstopfung keine pathologische (krankhafte) Erkrankung vor. So ist ein Toilettengang alle drei Tage bei sonst guter körperlicher Konstitution völlig ausreichend (nach Meinung der Schulmedizin). Nach schulmedizinischer Sicht liegt eine "wirkliche Verstopfung" nur vor, wenn der Betroffene weniger als drei Mal pro Woche den Darm entleeren kann. Der Stuhl ist sehr hart und trocken und kann nur durch starkes Pressen ausgeschieden werden.

Symptome von Verdauungsstörungen

Es herrscht ein andauerndes Völlegefühl, teilweise ist der Enddarm vollständig blockiert, eine Entleerung kann nur mit mechanischer Hilfe (z.B. durch den Finger) erfolgen.

Kommt es zusätzlich zu Blut im Stuhl, Gewichtsverlust, Erbrechen oder kolikartigen Schmerzen im Unterbauch sollte die Verstopfung ärztlich abgeklärt werden, um die Gefahr einer Organerkrankung (z.B. Reizdarm-Syndrom, Divertikulitis, Morbus Crohn, Darmkrebs) auszuschließen.

Bei einem Durchfall (Diarrhoe) kommt es zu häufigen (mehr als drei Mal täglich), flüssigen (über 75 % Wassergehalt) Stuhlgängen.

Neben der akuten Diarrhoe, die plötzlich und meist in Kombination mit Fieber, Übelkeit, Blähungen und Darmkrämpfen auftritt, zeigt sich die chronische Form immer wiederkehrend.

Durchfälle verursachen durch den verschobenen Elektrolythaushalt Kreislaufstörungen, führen zu Schweißausbrüchen und einem allgemeinen Schwächegefühl.

Ursachen können falsche Ernährung (z.B. fettreiche Kost), Lebensmittelvergiftungen (z.B. Salmonellen), Unverträglichkeiten oder Allergien, Laxantien-Abusus (übermäßige Einnahme von Abführmitteln), plötzlicher Ortswechsel, Stress und auch bestimmte Medikamente (z.B. Antibiotika) sein. Daneben rufen auch viele Organerkrankungen eine Diarrhoe hervor. Beispiele sind u.a. eine Infektion mit Escherichia coli, Dickdarmkrebs, Morbus Crohn, Gallenblasenprobleme (z.B. Cholezystitis) und Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion).

Sie sehen: Es gibt eine ganze Reihe von harmlosen bis zu gravierenden Ursachen für Verdauungsstörungen.

Naturheilkundliche Betrachtungen zu Verdauungsstörungen

Wir leben nicht von dem, was wir essen, sondern von dem, was der Körper daraus aufnehmen kann. Das macht auch erklärbar, dass wir letztlich mit vollem Magen Mangelerscheinungen haben. Wir verhungern sozusagen mit vollem Bauch. Denaturierte, industrialisierte Esswaren belasten den Organismus mehr, als sienützen.

Der Darm eines erwachsenen Menschen ist etwa 8 Meter lang. An den Magen schließt sich zuerst der ungefähr 12 cm lange Zwölffingerdarm an. Anschließend gelangt der Nahrungsbrei in den ca. 6 Meter langen Dünndarm und dann in den etwa 2 Meter langen Dickdarm.

Der Dünndarm ist der wichtigste Teil für die Nährstoffverwertung. Hier wird die Nahrung in ihre chemischen Bestandteile aufgespalten. Die verwertbaren Teile werden durch die Darmschleimhaut in die Blut- und Lymphbahnen geschleust und die nicht verwertbaren werden im Dickdarm durch Wasserentzug eingedickt und ausgeschieden.

Der Stuhlgang erfolgt im Idealfall zwischen 1 bis 3-mal täglich. Sehr viele sind jedoch froh, wenn sie wenigstens 3-mal wöchentlich gehen können (siehe schulmedizinische Definition oben).

Bei noch seltenerer Darmentleerung sollten Sie etwas dagegen tun. Bewegungsmangel, falsche Ernährung mit zuwenig Ballaststoffen, Hektik und Stress sind die häufigsten Ursachen für die Darmträgheit. Verschobene Tagesabläufe (Schichtarbeit), Reisen, fremde Kost und Bettlägerigkeit beeinflussen ebenfalls die Darmtätigkeit und können so zur Verstopfung führen.

Sprache der Symptome

Eine perfekte Verdauung: Etwa eine Stunde nach dem Essen erfolgt die Entleerung des Darmes. Dann nämlich, wenn der Magen seinen aufgelösten Brei in den Zwölffingerdarm entlässt.

Folglich muss unten etwas raus, sonst kommt es bereits zu ersten Stauungen. Ein gesunder Stuhl löst sich vom After und das war´s. Das Toilettenpapier dient dann eigentlich nur zur Kontrolle: Wenn es schmiert und Sie mehr als ein Blatt brauchen, stimmt was mit der Verdauung nicht - zumindest nach den Idealvorstellungen der Naturheilkunde nicht...

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Naturheilkunde und Naturheilverfahren

Klar: Es gibt zahlreiche Verfahren aus der Naturheilkunde und Hausmittel, die bei Verdauungsstörungen helfen können. Nach dem was ich weiter oben ausgeführt habe, sollte aber klar sein: Die Ursache muss gefunden und behandelt werden.

Im Folgenden zähle ich einige Heilverfahren auf, die helfen können:

AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
Akupunktur Die wichtigsten Punkte bei Verdauungsstörungen liegen auf dem Magenmeridian, Dickdarmmeridian, Milzmeridian, Lebermeridian und Dünndarmmeridian. Aufgrund der Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten ist eine Besprechung einzelner Punkte hier nicht sinnvoll.
Aromatherapie Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden. Anis, Basilikum, Bergamotte, Bergbohnenkraut, Estragon, Fenchel, Gewürznelke, Ingwer, Kamille, Knoblauch, Koriander, Kümmel, Lavendel, Muskatnuss, Origano, Pfefferminze, Rosmarin, Salbei, Thymian, Wacholder, Ysop, Zimt, Zitrone, Zwiebel, Zimt.
Bachblüten Besonders bei funktionellen / psychovegetativen Verdauungsstörungen können Bachblüten hilfreich sein.
Ernährung

Die Ernährung hat natürlich einen direkten Einfluß auf die Verdauung. Generell ernähren wir uns in der sog. westlichen Welt: zu süß, zu salzig, zu fett. Zusätzlich essen wir zu wenig Ballaststoffe, was die Verdauung zusätzlich belastet, weil der Speisebrei zu lange im Darm verbleibt.

Essen Sie mehr Gemüse und Obst - beginnen Sie jedoch langsam damit, da Ihre Verdauung ein Übermaß an Gemüse und Rohkost nicht gewöhnt ist. Beginnen Sie mit einem Apfel zum Frühstück und gewöhnen Sie sich an zu jeder Mahlzeit etwas Gemüse oder Obst zu essen.

Säure-Basen-Haushalt Ohne einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt kommt es zur lokalen Übersäuerung, vor allem im Bereich der Muskulatur. Bei länger bestehender Übersäuerung bilden sich sog. Triggerpunkte (lokal druckschmerzhafte Punkte) aus.
Zahnstörfeld

Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind bedenklich.

sonstiges

Ausgleichend und insgesamt sehr entspannend, wirkt eine Fußrefelexzonenmassage.

Bestehen die Beschwerden aufgrund von Gallenproblemen, kann das Mittel Choleodoron hilfreich sein.

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Diese Seite wurde letztmalig am 27.6.2017 aktualisiert.