Yoga
Yoga - Mehr als nur Entspannung oder Bewegung
Eine der sechs klassischen indischen Philosophien, die auf den Veden beruhen, ist das Yoga. Es beinhaltet eine Reihe von körperlichen und
geistigen Übungen, deren Ziel es ist die Vereinigung von Körper und Seele zu befördern, und deren Aufgehen in der kosmischen universellen Seele
vorzubereiten.
Die verschiedenen Yoga Schulen unterscheiden sich in ihren verschiedenen theoretischen Grundlagen und praktischen Übungen teilweise
erheblich.
Yoga Geschichte und Schulen
Bereits in den zwischen 700-200 v.u.Z. niedergeschriebenen indischen Upanishaden, den berühmten philosophischen Schriften des Hinduismus, war
der Begriff Yoga enthalten und einige seiner bedeutendsten Bestandteile beschrieben.
Laut dem in Versen verfassten indischen Epos Mahabharata, spielte Yoga schon vor über 2000 Jahren eine wichtige gesellschaftliche
Rolle. Als Begründer des Yoga gilt mit ziemlicher Sicherheit Kapila, dessen Wissen jedoch später noch einmal von dem jüngeren Patanjali
zusammengefasst wurde und heute als wichtigster Quelltext des Yoga gilt.
Da Yoga in der westlichen Welt außerhalb des Hinduismus und Buddhismus nicht als Religion angesehen wird, konnte sich hier in der zweiten
Hälfte des 20. Jahrhunderts ein ganz neuer Typus herausbilden.
Unabhängig von den einzelnen Schulen wird hierbei eine Form gelehrt, die ohne den Rekurs auf religiöse und weltanschauliche Hintergründe
entweder einen meditativen oder einen körperbetonten Ansatz verfolgt.
Zielstellung dabei ist die Nutzung der positiven Wirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit. Die einzelnen Übungen trainieren nicht
nur Flexibilität und Kraft, sondern auch die Ausdauer und den Gleichgewichtssinn.
Die auf regelmäßige Yogaübungen zurückzuführenden Ergebnisse reichen von körperlicher Gesundheit, über Wohlbefinden und innere Harmonie, bis
hin zur Entwicklung angelegter Fähigkeiten und der Erweiterung des Bewusstseins.
Wissenschaftliche Bestätigung des Yoga
Wissenschaftlich nachgewiesen werden konnten positive Auswirkungen des Yoga bei Durchblutungs- und Schlafstörungen, Migräne und
Rückenschmerzen. Neuere Studien haben gezeigt, dass bereits nach dreimonatigem Training das Stresshormon Kortisol im Blut wesentlich geringer und
der Serotoninspiegel gestiegen ist, der für Wohlbefinden steht.
Die deutschen Krankenkassen unterstützen die Anwendung von Yoga im Rahmen der Prophylaxe gegen stressbedingte Krankheiten.
Wirkungsweise, Arbeitsansatz und Hintergrund des Yoga
Yoga geht von einem engen Zusammenhang von Körper, Seele und Geist aus und fördert in diesem Sinne Körperbewusstsein wie auch die Wahrnehmung
innerer Prozesse. Die Prävention steht deutlich im Vordergrund.
Dies wird vor allem durch bewusste Körperstellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) sowie Konzentrations- (Meditations-) und
Entspannungsübungen erreicht. Diese Übungen werden von den Teilnehmer/-innen selbst aktiv ausgeführt (unter verbaler Anleitung durch den
Yogalehrer). Sie verbessern die Körperhaltung, die Beweglichkeit und Kraft und stärken die geistigen Fähigkeiten.
Erfahrungen haben gezeigt, dass Yoga eine Stärkung des Hormon- und Nervensystems und der Verdauung bewirkt. Im weiteren wirkt Yoga
stressabbauend und konzentrationssteigernd, zudem vorbeugend gegen Osteoporose und Arthrose.
Yoga beeinflusst Asthmakranke wie auch an Rücken- und Kopfschmerzen Leidende positiv, aktiviert den Stoffwechsel, den Kreislauf und das
Immunsystem.
|