Mit dem Rauchen aufhören
Das Rauchen gehört nach wie vor zu den größten Lastern der Deutschen. Auch wenn bereits vielerorts das
Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen durchgesetzt wurde, schaffen es noch immer nicht alle, mit dem Blauen Dunst
aufzuhören. Dabei wäre es für die eigene Gesundheit sowie den Geldbeutel so wichtig, denn der Zigarettenkonsum wird
nicht nur stetig teurer, sondern man verlängert auch sein Leben, wenn man nicht mehr raucht. Bereits vielerlei
Studien haben bewiesen, dass die Sucht des Rauchens auf Dauer lebensgefährlich ist.
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Natürlich kennt jeder die Sprüche, welche auf den Zigarettenschachteln stehen. Aber kaum jemand liest diese
noch. Trotzdem ist ganz klar bewiesen, dass das in den Zigaretten enthaltene Nikotin süchtig macht. Es ist
hochgiftig und führt in höheren Dosen, welche bei 60 Milligramm liegen, bereits zum Tode.
Der Platz auf dem roten Blutkörperchen, das eigentlich Sauerstoff transportieren sollte, wird durch Nikotin
besetzt. Deshalb leidet der Sauerstofftransport darunter. Langjährige starke Raucher haben deshalb fast immer eine
graue Haut. Mittels einer speziellen Kamera, die auf Wärme reagiert, kann man diesen
Prozess sehr gut darstellen. Eine normal durchblutete Hand weist viel rot im Bild auf. Ein paar Minuten nach einer
gerauchten Zigarette nimmt die rote Fläche enorm ab, d.h., die Hand wird kälter.
Dennoch löst es im Gehirn beim Genuss einer Zigarette einen entspannenden Effekt aus, was zur Folge hat, dass
ein Raucher dieses Gefühl immer wieder braucht. Die krebserregenden Stoffe jedoch liegen in den anderen
Innhaltsstoffen, welche in den Tabakwaren vorkommen. Nämlich die Stickoxide, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Benzol,
Formaldehyd, Ammoniak und weitere sind für die Krebserkrankungen sowie schwerwiegende
Herz-Kreislauferkrankungen verantwortlich. Bereits bei einem
Konsum von etwa zehn bis neunzehn Zigaretten täglich steigt das Risiko an Lungenkrebs um ein siebenfaches. Wer mehr
konsumiert, muss mit einem zwanzigfachen Risiko rechnen.
Studien haben bereits gezei, dass Lungenkrebs die häufigste Ursache bei Tabakrauch ist. Aber auch alle anderen Organe, die
in irgendeiner Form mit dem Zigarettenkonsum in Kontakt kommen, werden um ein vielfaches mehr für Krebs
anfällig. Bei den Frauen kann dies beispielsweise Gebärmutterhalskrebs auslösen, weitere Krebsarten, die gehäuft auftreten, sind Bauchspeicheldrüsenkrebs, Nierenkrebs, Magenkrebs oder ebenso Knochenmarkkrebs. Die Heilung ist sehr langwierig und
schmerzhaft, oftmals sogar nicht möglich.
Kinder die "mitrauchen"
Noch etwas zum Verhalten von "Raucherkindern": Selbst moderates Rauchen in der Schwangerschaft verändert das
Verhalten von Babys auf dramatische Weise, melden amerikanische Ärzte jetzt in der Zeitschrift "Pediatrics": Im
Unterschied zu 29 Sprösslingen von Nichtraucherinnen erwiesen sich 27 Raucherinnenkinder nach ihrer Geburt als
zappeliger, erregbarer, verkrampfter, anfälliger für Stress und schwerer zu trösten.
Bekannt war bisher nur, dass Rauchen zu niedrigem Geburtsgewicht führt.
Das kann aber nicht die Ursache für die jetzt beobachteten Verhaltensauffälligkeiten sein, da in der Studie nur
Raucherbabys mit normalem Geburtsgewicht berücksichtigt wurden. In ihrem auffälligen Betragen ähnelten sie den
Kindern von drogensüchtigen Müttern, die während der Schwangerschaft Kokain
oder Heroin konsumieren. Je höher die Nikotinkonzentration im Mutterleib, desto stärker gestört waren die Kinder.
Selbst wenn eine Mutter nur sechs bis sieben Zigaretten pro Tag raucht ist ein Effekt messbar. (Quelle: Der Spiegel
Nr. 23/2.6.03)
Eine weitere Studie klingt noch erschreckender: Rauchen während der Schwangerschaft wirkt sich nachhaltig so
schädigend aus, dass sogar in der Enkelgeneration die Folgen zu spüren sind.
Eine Forschergruppe behandelte trächtige Ratten mit Nikotin. Sowohl der Nachwuchs als auch die darauf folgende
Generation entwickelten Asthma, ohne selber jemals selber mit dem Gift der Tabakpflanze in Kontakt gekommen zu sein
(www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23106849).
Dies legt die Vermutung nahe, dass Nikotin das Erbgut schädigt, was dann über die Keimbahn an die Nachkommen
weitergegeben wird.
Diese Ergebnisse scheinen auch auf den Menschen übertragbar zu sein. Denn eine Befragung in den USA hatte
ergeben, dass Kinder doppelt so häufig an Asthma litten, wenn deren Großmütter während der Schwangerschaft geraucht
hatten (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15821200).
Light Zigaretten
Light Zigaretten sind zur Rauerentwöhnung ungeeignet. Diese zeigten größere Studien. Auch sind Light Zigaretten
nicht weniger gesundheitsschädlich. Raucher inhalieren den Dunst "tiefer" um mehr Nikotin aufzunehmen und auf den
gleichen Nikotinspiegel wie zuvor zu kommen. Einige Onkologen halten die Light Zigaretten für insofern "schlechter"
als sich der Krebs dann in tieferen Lungenabschnitten festsetzt, weil ja auch tiefer inhaliert wird.
Die Effekte des öffentlichen Rauchverbots
Sehr interessant sind auch die Erkenntnisse von Studien, die nach der Einführung des Rauchverbots in Auftrag
gegeben wurden, wie beispielsweise in Amerika.
Diese haben ergeben, dass in den Ländern, in denen das Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden, Kneipen und
Restaurants bereits umgesetzt ist, die Zahl der Herzinfarkte um etwa ein Drittel
gesunken ist. Vor allem jüngere Menschen waren davon betroffen, ebenso wie Frauen. Und hierbei betraf es nicht nur
die Aktivraucher, sondern gleichermaßen die Passivraucher, die den Qualm immer mit einatmen mussten. Dies ist
bereits als ein positiver Nebeneffekt zu werten, denn kurz- sowie mittelfristig wird auch weiterhin das Risiko
gesenkt werden können.
Gründe mit dem Rauchen aufzuhören
Wer mit dem Rauchen aufhört, wird sich sehr schnell nicht nur besser fühlen, sondern auch das Erkrankungsrisiko
um ein vielfaches senken. Dieser Effekt tritt sofort ein, nachdem der Raucher aufgehört hat. Aber zuerst einmal
muss sich jeder selber klarmachen, warum er eigentlich raucht. Die Ausreden hierfür sind vielfältig und reichen vom
schmecken der Zigarette bis hin zur Beruhigung.
Manche Menschen behaupten sogar, da sie Sport treiben, brauchen sie nicht aufzuhören. Aber man sollte sich vor
Augen führen, dass jede Zigarette die persönliche Lebenszeit um etwa dreißig Minuten verkürzt. Je nachdem, wann man
mit dem Rauchen begonnen hat, kann dies eine Verkürzung von bis zu zwölf Jahren bedeuten. Ebenso darf der
finanzielle Faktor nicht außer Acht bleiben, denn mittlerweile kostet die Sucht ein Vermögen.
Ebenso altern Raucher um einiges schneller als Nichtraucher, da die Haut schneller faltig wird. Gleichermaßen
schlägt sich die Sucht beim Liebesleben nieder, der Spaß daran sinkt deutlich. Kinder, die zum Passivrauchen
gezwungen werden, sind ebenfalls frühzeitig den gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Man spricht hier bereits von
Körperverletzung. Darüber hinaus ist der Trend indessen soweit, dass Raucher mittlerweile immer stärker
gesellschaftlich ins Abseits gedrängt werden. Somit sind also bereits genügend Gründe gegeben, mit dem Rauchen
aufzuhören.
Wenn man sich nun dazu entschlossen hat, mit dem Rauchen aufzuhören, wird sich bereits nach zwanzig Minuten die
Herzfrequenz normalisieren sowie auch die Körpertemperatur. Schon nach bis zu einem Tag wird die Durchblutung
besser und im Blut befindet sich bereits mehr Sauerstoff als Kohlenmonoxid. Somit sinkt bereits das
Herzinfarktrisiko. Nach bis zu drei Wochen haben sich der Geschmackssinn sowie der Geruchssinn normalisiert. Das
Rauchen wird man bereits kaum noch vermissen. Die Gefahr der Erkrankungen sinkt ebenfalls nach einigen Wochen, der
Blutkreislauf sowie die Lungenfunktion verbessert sich. Und selbst das
Hautbild wird sich innerhalb von wenigen Wochen bereits verbessern.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die in
Frage kommen um mit dem Rauchen aufzuhören.
Damit es auch wirklich klappt, dass man nikotinfrei wird und bleibt, gibt es vielerlei Möglichkeiten.
Letztendlich muss jeder für sich herausfinden, wie es ihm am einfachsten wird.
Auf dem Markt gibt es Nikotinersatzpräparate, die über die erste schwere Zeit hinweghelfen können. Hilfreich ist
es, sich moralische Unterstützung zu holen, sei es im Freundes- oder Familienkreis oder aber in
Selbsthilfegruppen.
| Blütenessenzen |
Bei bestimmten Problemen können die Bachblüten die Entwöhnung und das
Suchtverlangen unterstützen.
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| Ernährung |
Wichtig ist es besonders jetzt, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, welche vitamin- und ballaststoffreich ist.
Auf Süßigkeiten oder Extramahlzeiten sollte man weitestgehends verzichten, denn dadurch, dass der
Geschmackssinn wieder hergestellt wird, schmeckt auch alles besser.
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| Heilpflanzen |
Verschiedene Heilpflanzen können den Entzug und die Entgiftung erleichtern:
Kamille, Pfefferminze, Krauseminze,
Holunderblüten, Schafgarbe, Löwenzahn, Hopfen, Fenchel.
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| Ohrakupunktur |
In der sog. Suchtakupunktur hat sich die Ohrakupunktur mit Dauernadeln gut bewährt. Wie bei der Akupunktur auch, sollte man wissen, dass "nur" das Suchtverlangen
gebessert wird. Man muss aber aufhören zu rauchen.
Ich empfehle das bewährte Schema nach dem NADA-Protokoll:
1. Ohrpunkt 55 (Shen Men)
2. Ohrpunkt 51 (Vegetativum 1 oder "Erdpunkt")
3. Ohrpunkt 95 (Niere oder "Wasserpunkt")
4. Ohrpunkt 97 (Leber oder "Holzpunkt")
5. Ohrpunkt 101 (Lunge oder "Metallpunkt")
Nach Nogier können auch folgende Punkte in die Therapie mit einbezogen werden:
Antiaggressionspunkt
Punkt der Begierde
Polster
Anti-Rauchpunkt (auch: Schlundpunkt)
Gute Erfahrungen liegen zusätzlich mit dem Körperakupunkturpunkt LG 20 vor.
Nach meiner Erfahrung emnpfinden alle Patienten die Behandlung als angenehm und beschreiben Gefühle
wie "Ruhe" oder "Wärme".
Aus meiner Sicht ist eine Behandlung mit Einmalnadeln an 5 aufeinanderfolgenden
Tagen nötig - als Montag bis Freitag. Das ganze in der darauffolgenden Woche
nochmals.
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| Orthomolekular-Medizin |
Rauchen verbraucht extrem viel Vitamin C.
Diesen Bedarf sollten Sie mit 1000 mg pro Tag
ergänzen.
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| Schüssler-Salze |
Magnesium phosphoricum Nr. 7 kann bei der Entwöhnung von Suchtmitteln helfen. Auch
bei Alkohol- und Sucht nach Süssigkeiten.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 3.1.2013 aktualisiert.

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