Heilpflanze Löwenzahn - Inhaltsstoffe - Anwendung - Wirkung
Die Heilkraft des Löwenzahns
Taraxacum officinale, im Volksmund auch als gemeiner Löwenzahn, Butterblume oder auch Pusteblume bekannt, ist
eine oft unterschätzte Heilpflanze. Das mehrjährige, 15-30cm hohe Kraut wächst in Europa bevorzugt auf feuchten
Wiesen, Brachland, Feldern und am Wegesrand. Die Blütezeit erstreckt sich auf die Monate März bis August, in dieser
Periode wird die Pflanze auch zur Weiterverarbeitung geerntet.
Die länglichen, teils lanzenförmigen Außenblätter weisen gezähnt Ränder auf, während in der Mitte die intensiv
gelbe Blüte steht. Pflückt man die Blätter oder Stengel des Löwenzahns, tritt eine bittere, milchige Flüssigkeit
aus. Genau diese macht die Heilkraft der Pflanze aus. Sie ist neben den Bitterstoffen Träger von Phytosterin,
Gerbstoffen und zahlreichen Vitaminen. Für therapeutische Zwecke verwendet man die Blätter und Wurzeln.
Die Pfahlwurzel wird getrocknet und zerkleinert für die Zubereitung von Heiltee verwendet. Während man die
Blätter der Pflanzen vorwiegend kulinarisch als Salat oder gedünstetes Gemüse genießt.
Für einen wirkungsvollen Teeaufguss eignet sich vor allem der Kaltauszug. Das bedeutet, dass für eine Tasse Tee
ein Teelöffel getrocknete Löwenzahnwurzel über Nacht in 0,25l kaltem Wasser angesetzt wird. Am Folgetag wird der
Auszug erwärmt und abgeseiht. Der so entstandene Tee soll über einen längeren Zeitraum hinweg jeweils eine halbe
Stunde vor der ersten Tagesmahlzeit schluckweise getrunken werden.
Einige Kräuter, wie auch der Löwenzahn entfalten ihre Wirkstoffe nur im schonenden Verfahren des Kaltauszugs, da
sie ihre Heilkraft durch die Einwirkung von Hitze verlieren würden. Um wirklich alle Wirkstoffe aus den
Pflanzenteilen zu lösen ist empfehlenswert die pflanzlichen Rückstände des Kaltauszugs mit heißem Wasser
aufzubrühen und mit dem gewonnenen Absud den Kaltauszug zu ergänzen. Durch diese Zubereitung erhält man alle
Wirkstoffe, die entweder im Kaltauszug oder im Brühverfahren gelöst werden.
Anwendung des Löwenzahn
Die entwässernde und regulierende Eigenschaft des Löwenzahns wird erfolgreich zur Kurierung von Gallenleiden
oder Lebererkrankungen eingesetzt. Aber auch bei Beschwerden der Haut, wie Flechten und Ausschläge wirkt der
Löwenzahn positiv dagegen. Als Tee getrunken regt er den Stoffwechsel an und hilft Schlackenstoffen schneller aus
dem Organismus zu schwemmen, welche sich negativ auf das Hautbild auswirken.
Die wertvolle Heilpflanze nimmt in der Homöopathie und Volksheilkunde einen bedeutenden Platz ein. Leider wird
der Löwenzahn immer noch verkannt und kursiert lediglich als lästiges Unkraut in den Köpfen der Mehrheit.
Eine prophylaktische Kur mit Löwenzahn kann bereits helfen vielen unnötigen Leiden vorzubeugen und dient der
Gesunderhaltung des Körpers auf ganz natürliche Weise.
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