Die Melisse - beruhigend und ausgleichend

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Ihren aus dem Griechischen stammenden Namen, der soviel wie Honig bedeutet, erhielt die Melisse (melissa officinalis) auf Grund ihrer anziehenden Wirkung.

Diese übt die nach Zitrone duftende Pflanze auf Bienen aus. Aufgrund ihres Duftes ist die Melisse der Allgemeinheit auch unter dem Namen Zitronenmelisse bekannt. Mit ihrer maximalen Größe von ca. 100 cm gehört sie zu den mehrjährigen Pflanzenarten.

Unter mehrjährigen Pflanzen versteht man diejenigen, welche bei einer maximalen Lebensdauer von zwei Jahren nur einmal ihre Blüte erreichen. Die Melisse ist deutlich an den mit Dornen besetzten grünen Blättern und der weißen Blüte zu erkennen, die sich an dem dünnen Stängel der Pflanze befinden. Ihre Heimat lässt sich dem östlichen Mittelmeerraum zuordnen.

Inhaltsstoffe der Melisse

Neben ätherischen Ölen, die den zitronenartigen Geruch und Geschmack der Melisse hervorrufen, und Gerbstoffen enthält die Melisse auch noch das Silymarin, welches sich positiv auf die Leber auswirkt. Weitere Inhaltsstoffe der Melisse sind die als Pflanzenfärbemittel bekannten Flavonoide, Cafésäureverbindungen, Bitterstoffe und die Rosmarinsäure.

Wirkung und Anwendungsgebiete

Aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung wird die Melisse zur Bekämpfung von Einschlafstörungen, Unruhe und Magenbeschwerden eingesetzt. Dies wurde anhand von einer Anwendungsbeobachtung bei ADHS-Patienten deutlich. Ihre Wirkung als Beruhigungspräperat macht sich auch in der Angsttherapie bemerkbar. In dieser wird die Melisse in Kombination mit anderen Wirkstoffen als angstlösendes Medikament verabreicht. Des Weiteren entgiftet die Melisse durch ihre schützende Wirkung die Leber.

Auch ihr antiviraler Einfluss auf die Herpesbildung der Haut wurde durch klinische Studien nachgewiesen. Die technische Universität Braunschweig fand heraus, dass sich die antioxidative Wirkung der Pflanze durch den Genuss von Melissentee entfalten kann. Durch die in der Melisse enthaltenen Bitterstoffe werden die Magen-, Speichel- und Gallensaftproduktion angeregt, was zu einer appetitanregenden und verdauungsfördernden Wirkung führt.

Die innere Anwendung der Melisse erfolgt beispielsweise in Form von Tees und kommt vor allem bei Allergien, Asthma, Migräne und Blähungen zum Einsatz. Neben den inneren existieren auch äussere Anwendungsgebiete der Heilpflanze. Zu diesen zählen unter anderem Kopfschmerzen, Rheuma und psychische Spannungen. Die äussere Anwendung erfolgt zumeist in Form von Ölmassagen oder durch das Einreiben der Haut mit Melissencreme.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 09.08.2012 aktualisiert