Zwiebelhonig

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Honig und Zwiebeln zählen seit dem Mittelalter zu den volkstümlichen Heilmitteln, die gegen die unterschiedlichsten Beschwerden eingesetzt werden.

Honig ist ein sehr bekömmliches Nahrungsmittel und ein wertvoller Energiespender. Aus diesem Grunde wird er als Stärkungsmittel verwendet. Außerdem fördert seine entzündungshemmende Wirkung die Wundheilung.

Weitere Anwendungsgebiete sind die Linderung von Verbrennungen, die Behandlung von Nierenleiden, Blutarmut und Kreislaufbeschwerden.

Frische Zwiebeln beinhalten Stoffe, welche den Blutdruck senken, die Blutfettwerte positiv beeinflussen sowie antibakteriell wirken. Zugleich lassen sich mit ihrem Saft Hautwunden, Furunkel und Blutergüsse behandeln. In der Kombination mit Honig wird eine doppelt keimtötende Wirkung erzielt, insbesondere kann ein frisch zubereiteter Zwiebel-Honig in den Bronchien festsitzenden Schleim verflüssigen, wodurch dessen Abtransport beschleunigt wird.

Für die Zubereitung eines Zwiebel-Honigs werden eine mittelgroße Küchenzwiebel sowie zwei bis drei Esslöffel Bienenhonig benötigt. Letzterer sollte möglichst ökologischen Ursprungs sein. Die Zwiebel wird von ihrer äußeren Hülle befreit und in kleine Würfel geschnitten. Anschließend gibt man die Zwiebelwürfel in ein verschließbares Glas. Nach dem Einfüllen des Honigs wird das Gemisch kräftig umgerührt. Im Anschluss muss das Glas fest verschlossen werden, damit die ätherischen Öle nicht entweichen.

Das Gemisch muss mindestens einen halben Tag lang bei Zimmertemperatur ziehen. Dann wird es abgeseiht. Dies gelingt entweder mit einem Küchensieb oder mit einem Leinentuch, welches über ein weiteres Gefäß gebunden wird. Der Sud kann als Zwiebel-Honig auf das Butterbrot gestrichen werden. Er kann aber auch löffelweise eingenommen werden. Es empfiehlt sich, im akuten Zustand stündlich ein bis zwei Esslöffel Zwiebelhonig einzunehmen. Tritt eine Besserung ein, reicht die zwei- bis dreimalige Anwendung pro Tag.

Obwohl viele Inhaltsstoffe aus den Zwiebelstücken herausgefiltert wurden, lassen sich diese in der Küche weiter verwenden. Der süßlich-scharfe Geschmack passt beispielsweise zu Saucen, Braten sowie zu einigen Gemüsebeilagen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.09.2013 aktualisiert