Die Zwiebel enthält sekundäre Pflanzenstoffe, die gemeinsam antibiotisch und schleimlösend wirken.

Dazu zählen organische Schwefelverbindungen, ätherische Öle, Gerbsäuren, Senfölglykoside, Salicylate, Jod und Zink. Bei Mittelohrentzündung können diese Wirkstoffe gute Dienste leisten.

Dazu fertigen Sie ein Zwiebelsäckchen an. Die klein gehackten Knollen werden nach dem Erwärmen auf Körpertemperatur in ein Leintüchlein verbracht und vorsichtig gedrückt, damit sich die Wirkstoffe des Saftes mischen. Dadurch entsteht eine effektive Zubereitung.

Legen Sie das Zwiebelsäckchen nacheinander auf jedes Ohr, denn die Mittelohrentzündung tritt meistens beidseitig auf. Zur Befestigung verwenden Sie ein Stirnband oder eine Mütze.

Mindestens 20 Minuten oder besser eine halbe Stunde soll das Zwiebelsäckchen wirken. Die Anwendung sollte mehrmals täglich erfolgen, solange die Symptome spürbar sind.

Bei Kindern kann das Zwiebelsäckchen unter das Ohr gelegt werden. Damit sich die Dämpfe mit den Wirkstoffen besser entfalten, empfiehlt sich eine vorherige Erwärmung über einem kleinen Dampfbad (Kessel oder Kochtopf).

Kinder, die den Zwiebelgeruch verabscheuen, erhalten zur Behandlung Zwiebelsocken. Die angewärmten Zwiebelstückchen werden in Tücher oder Socken gefüllt und für eine halbe Stunde auf die Füße gelegt.

Sie können den Zwiebelsaft auch auf ein Wattebäuschchen träufeln, den Sie in gleicher Weise auf das Ohr legen. Eine andere Methode ist das kurze Anbraten der Zwiebelstückchen vor der Anwendung. Die Zwiebeln dürfen nur glasig sein und keineswegs vollständig gegart werden.

Zwiebelsäckchen und ähnliche Wickel sind alte Hausmittel. Bei Entzündungen haben sich auch Kartoffelwickel bewährt, die auch als Säckchen angewendet werden können. Die Kartoffeln müssen gar gekocht und zerstampft werden.


Beitragsbild: 123rf.com – kerdkanno

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 28.2.2018 aktualisiert.

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