Die Purpura Schoenlein Henoch (Vasculitis allergica, Purpura anaphylactoides) ist eine schubweise verlaufende, immunologisch bedingte Entzündung der kleinen und mittleren Blutgefäße. “Immunologisch bedingt” heißt, dass das körpereigene Abwehrsystem nicht normal reagiert.
Durch die Kapillar-Entzündung (Vaskulitis) erhöht sich die Durchlässigkeit der Blutgefäße, sodass es zu punktförmigen Hautblutungen (Purpura, Blutflecken) kommt. Die Hautveränderungen treten in der Regel symmetrisch an den Streckseiten der Beine und am Gesäß auf. In wenigen Fällen ist auch die Haut im Gesicht betroffen, dann liegt ein akutes infantiles hämorrhagisches Ödem vor.
Bei Zweidrittel der Patienten schwellen die Gelenke schmerzhaft an (Purpura rheumatica), wodurch die Beweglichkeit erheblich eingeschränkt ist. Geschädigten Darmgefäße führen zu Magen-Darm-Blutungen, die mit Teerstühlen, gallig-blutigem Erbrechen, Koliken und Darmverschlingungen verbunden sein können. Ein Drittel der Kranken leidet auch unter einer Entzündung der Nierengefäße. Symptom dieser “Schönlein-Henoch-Nephritis“ sind Blut und verstärkte Eiweißanteile im Urin.
Selten ist auch eine Entzündung der zerebralen Gefäße zu beklagen. Die Anzeichen dafür sind Bewusstseinseintrübungen, Krampfanfälle, Kopfschmerzen und Lähmungen. Daneben können auch sich auch die Hoden entzünden.
Beim Befall sehr großer Hautbezirke droht der Verlust von Hautgewebe (Dermalnekrose) mit dem Risiko eines Schocks, der im äußersten Fall tödlich enden kann. Zu den Langzeitschäden gehören die Beeinträchtigung der Hirn- und Nieren-Funktion.
Kinder erkranken oft ein bis drei Wochen nach einem grippalen Infekt. Manchmal tritt die Krankheit auch ohne erkennbaren Anlass auf.
Ursachen der Purpura Schoenlein Henoch
Die Bezeichnung “IgA-Vaskulitis“ beschreibt die Grundursache. Dabei handelt es sich um eine erhöhte Konzentration von Immunglobulinen A. Die Antikörper verklumpen und lagern sich an den Gefäßwänden ab, woraufhin die Entzündungen entstehen.
Welche Faktoren das Immunsystem zu der Über-Reaktion veranlassen, ist nicht genau geklärt. Bei Kindern wird eine Überempfindlichkeit gegen Antigene von Bakterien und Viren vermutet.
Als Auslöser infrage kommen aber auch Arzneimittel wie Entzündungshemmer, Antibiotika, Diuretika sowie Kortikoide. Unter Verdacht stehen auch die Antigene der Präparate, die bei Hyposensibilisierungen eingesetzt werden. Diskutiert werden auch Spätschäden durch die unselige Impfwut . Vor allem sollten Sie Ihr Kind auf eine eventuelle Kuhmilchallergie oder Weizenallergie testen lassen.
Bei erwachsenen Personen tritt diese Reaktion meist 1 – 3 Wochen nach Streptokokkeninfektionen auf.
Diagnose und schulmedizinische Therapie der Purpura Schoenlein Henoch
Das Hautbild und die Anamnese deuten mit einiger Sicherheit auf die Erkrankung hin. Der Arzt wird zur Bestätigung Blutuntersuchungen veranlassen, die Entzündungswerte und den Antikörper-Titer (IgA) abklären. Auch eine Messung des Gehalts an Gerinnungs-Faktoren trägt zur Diagnose bei.
Untersuchungen von Stuhl und Urin zeigen Blutanteile der Ausscheidungen an. Manchmal wird auch eine Biopsie der Niere durchgeführt, wobei Gewebsproben entnommen werden. Schonender ist die Ultraschall-Untersuchung (Sonographie). Bildgebende Verfahren (CT, MRT) werden eingesetzt, um einer Entzündung der Hirnhautgefäße festzustellen.
Wichtig ist (v.a. bei Auftreten im Erwachsenenalter) Suchen, Finden und Eliminieren der eventuelle Allergie-Auslöser.
Der Schulmediziner kann keine Kausaltherapie verordnen, sondern beschränkt sich auf die Behandlung der Symptome. Der Patient soll Immunsuppressiva und Entzündungshemmer einnehmen sowie Salben mit entsprechenden Wirkstoffen anwenden.
Eine sogenannte Spontanheilung ist nicht selten, d.h., der Körper weiß sich selbst zu helfen, wenn man ihm die Möglichkeit dazu gibt.
Liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde, können Bachblüten helfen. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.
Meiden Sie für mindestens 4 Wochen Milch und Weizen und alle Produkte, die diese beiden Stoffe enthalten. So habe Sie die größte Chance, eine eventuelle Allergie auf diese Stoffe zu eruieren.
Einige Heilpflanzen stärken das Immunsystem: Sonnenhut, Ginseng und Taigawurzel.
Hautentzündungen können behandelt werden mit Kamille, Wassernabel, Ringelblume und Odermennig. Die meisten erhältlichen Präparate werden äußerlich angewendet.
In wissenschaftlich fundierten Arbeiten sind krankhafte Zustände mit höherem Coenzym-Q10-Bedarf geschildert und fundamental abgehandelt. Es hat sich dabei gezeigt, dass oftmals ein Mangel an Coenzym-Q10 besteht.
Eine Zufuhr von 60-100 mg Coenzym Q10 verdoppelt den Spiegel im Blut.
Grundsätzlich zur Stärkung des Bindegewebes: Calcium fluoratum Nr. 1, Silicea Nr. 11, Calcium sulfuricum Nr. 12.
Entzündung des Bindegewebes: Ferrum phosphoricum Nr. 3, Natrium phos. Nr. 9, Natrium sulfuricum Nr. 10.
Eine Übersäuerung fördert viele akute und chronische Krankheiten. Ein Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts durch einen Heilpraktiker ist daher sinnvoll.
Tote Zähne sind die Quelle permanenter Entzündungen. Ein Zahnarzt sollte Infektionen an Zähnen, tote Zähne (Zähne mit Wurzelfüllungen) sowie Zahnherde (Granulome und Zysten) beseitigen. Amalgam-Füllungen gehören entfernt, im Anschluss ist eine Schwermetallentgiftung empfehlenswert.
Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten resultieren oft auf einer gestörten Darmflora. Lassen Sie eine Darmsanierung durchführen und bauen Sie ihre Darmflora mit Probiotika sowie Präbiotika neu auf.
Sonstiges
Die Patienten sollten sich ruhig verhalten, auf Sport verzichten und bei hochakuten Schüben das Bett hüten.
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Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…
Beitragsbild: fotolia.com – 7activestudio
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 21.10.2021 aktualisiert.
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