Leberwickel

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Anwendung und Anleitung

Die Leber gehört zu den größten Organen und ist das zentrale Element unseres gesamten Stoffwechsels. Sie produziert Hormone und Galle, speichert Eisen und Zucker, trägt zum Immunsystem bei und ist vor allem für die Entgiftung des Körpers zuständig. Mehr als genug Gründe, ihr hin und wieder etwas Gutes zu tun! Der Leberwickel ist eine einfache Anwendung, die der Leber und dem ganzen Körper wohltut.

Sitz der Leber

Die Leber sitzt am rechten Oberbauch, unterhalb des Zwerchfells und gut geschützt von den Rippen. Wenn Sie Ihre Hand unter die rechte Brust legen, liegt sie bereits auf der Leberregion. Die Leber reicht außerdem ein ganzes Stück um die rechte Flanke herum, ein Leberlappen zieht sich bis in den linken Oberbauch hinein.

Ziele eines Leberwickels

Bei einem Leberwickel wird ein feuchtwarmer Umschlag auf die Leberregion gelegt. Dieser verstärkt die Durchblutung der Leber, der Gallenblase und der Gallengänge. Die Gefäße in diesen Organen weiten sich, was den Abtransport der Gallenflüssigkeit und damit auch der Giftstoffe beschleunigt. Außerdem verbessert sich durch den Leberwickel auch der Leberstoffwechsel insgesamt. Die Leber baut Zucker, Fett und Eiweiße schneller und effektiver ab, produziert mehr Immunstoffe und stellt mehr Gerinnungsfaktoren her, die für die Heilung von Wunden wichtig sind.

Wissenschaftlicher Nachweis

Ein Kandidat der Medizinischen Fakultät an der Universität Freiburg konnte die Wirksamkeit des Leberwickels nachweisen. Bei 13 Probanden wurde ein Leberfunktions-Test jeweils mit und ohne den Einfluss eines Leberwickels durchgeführt. Indikator für die hepatische Stoffwechsel-Aktivität war der intravenös applizierte Marker Indocyanogrün (IDC). Der fluoreszierende Farbstoff wird in der Leber metabolisiert und über die Galle ausgeschieden. Durch die Messung der IDC-Blutkonzentration im zeitlichen Verlauf bestimmte der Doktorand Sven Weisser die Halbwertszeit und die Plasma-Verschwinderate des Markers. Beide Parameter zeigen, mit welcher Geschwindigkeit die Leber IDC abbaut und liefern somit Hinweise auf die aktuelle Intensität des Leberstoffwechsels. Die Ergebnisse der Untersuchung dokumentieren eine signifikante Verkürzung der IDC-Halbwertszeit und eine Beschleunigung der IDC-Plasma-Verschwinderate durch die Wirkung des Leberwickels. Zurückgeführt wird das auf eine Absenkung des Sympathicotonus und die daraus folgende Anregung der Leberdurchblutung. 

Anwendung und Häufigkeit

Wenn Sie Heilfasten oder eine andere Entgiftungsmethode anwenden, können Sie die Entschlackung mit Leberwickeln unterstützen. In diesem Fall sollten Sie täglich um die Mittagszeit oder abends einen Leberwickel durchführen. Aber auch zur allgemeinen Unterstützung ist der Leberwickel hilfreich. Wenden Sie ihn in diesem Fall einmal wöchentlich über einen Zeitraum von vier Wochen an. Ideal ist eine solche „Leberkur“ in jedem Frühjahr und Herbst. Auch bei chronischen Krankheiten können Sie die Leberwickel einsetzen. Meist ist in solchen Fällen die Leber bereits überlastet und profitiert sehr von den Wickeln.

Allerdings reichen Leberwickel alleine natürlich nicht zur Behandlung von Krankheiten aus. Eine angenehme und hilfreiche Unterstützung sind sie aber allemal.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie doch einfach meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an:

Den Leberwickel durchführen – so geht’s

Für einen Leberwickel brauchen Sie keine besondere Ausrüstung, sondern nur Gegenstände, die Sie sowieso im Haus haben: ein kleines Handtuch (zum Beispiel ein Gästehandtuch), ein bis zwei größere Handtücher (zum Beispiel Badehandtücher) und eine Wärmflasche. Bringen Sie Wasser zum Kochen und füllen Sie die Wärmflasche damit. Behalten Sie aber noch etwas von dem heißen Wasser übrig, Sie brauchen es im nächsten Schritt, um das kleine Handtuch anzufeuchten. Tauchen Sie das Handtuch ein und wringen Sie es gut aus (Achtung: nicht die Finger verbrennen!), sodass es nicht tropft. Dann machen Sie es sich auf dem Bett oder Sofa gemütlich und legen Sie das feuchte, heiße Handtuch so warm wie möglich auf die Leberregion.

Darüber legen Sie die Wärmflasche. Eventuell können Sie zwischen das feuchte Handtuch und die Wärmflasche eines der größeren, trockenen Handtücher legen. Probieren Sie aus, wie Ihnen der Wickel angenehmer ist. Um die Wärmflasche wickeln Sie in jedem Fall ein großes, trockenes Handtuch, möglichst luftdicht. Decken Sie sich zu und genießen Sie die Wärme. Lassen Sie diesen Wickel mindestens eine halbe Stunde liegen und ruhen Sie sich dabei aus. Sie sollten während dieser Zeit nichts anderes tun: nicht lesen oder fernsehen beispielsweise. Genießen Sie einfach die Wärme und spüren Sie der Wirkung des Wickels nach. Spätestens wenn der Leberwickel langsam abkühlt, sollten Sie ihn abnehmen. Achten Sie darauf, in den nächsten Stunden (oder bei einem abendlichen Leberwickel am nächsten Morgen) genügend Wasser zu trinken, um den Körper bei der Ausleitung der Giftstoffe weiter zu unterstützen.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Rene Gräber

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 10.10.2016 aktualisiert