Pfeiffersches Drüsenfieber -Der einfache Weg der Heilung

Erfahrungen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Das Pfeiffersche Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) wird durch eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) ausgelöst.

Dieses Virus aus der Gruppe der Herpesviren wird durch Speichelkontakt übertragen, weswegen man das Pfeiffersche Drüsenfieber auch "Kusskrankheit", bzw. "Kissing-Disease" nennt.

Die Durchseuchung der Erwachsenen ist sehr hoch (ca. 95%). Der Erkrankungsgipfel liegt im Jugendalter, Säuglinge sind durch Abwehrstoffe der Mutter vor der Ansteckung geschützt (Nestschutz).

Das Pfeiffersche Drüsenfieber verläuft meist akut. Nach einer variablen Inkubationszeit (Zeit zwischen Erregerkontakt und Ausbruch der Erkrankung; hier: 10-30 Tage), kommt es zu Fieber mit Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, einer Rachenentzündung (Pharyngitis), einer Mandelentzündung (Angina tonsillaris) mit weißlichen Belägen (pseudomembranöse Tonsillitis), Lymphknotenschwellung, einer Milzvergrößerung (Splenomegalie) und in einigen Fällen zu einem flüchtigen Hautausschlag.

Diagnose

Neben diesen Symptomen kann der Arzt mit Blutuntersuchungen virusspezifische Antikörper sowie Antigene des EBV nachweisen. Die Leukozyten, speziell die mononukleären Zellen (Name!), sind stark erhöht. Zudem sind die Lymphozyten zum Teil atypisch ausgeprägt, was die mikroskopische Inaugenscheinnahme offenbart.

Verlauf

Die infektiöse Mononukleose heilt nach einigen Tagen bis Wochen aus und geht selten mit Komplikationen einher.

In seltenen Fällen kann es zu einer Leberentzündung (Hepatitis) kommen, die aber meist vollständig abheilt. Durch die Milzvergrößerung (Splenomegalie) kann es zu Milzbeschwerden kommen - in sehr selten Fällen auch zu einem Milzriss (Milzruptur), was eine lebensbedrohliche Komplikation ist.

Außerdem (selten) kommt es zu Veränderungen im Blutbild, die zu Blutungen führen können.

Herzmuskelentzündungen, Entzündungen des Nierengewebes, Entzündungen im Auge, Nervenerkrankungen, Atemwegsbeschwerden und eine Chronifizierung der Mononukleose kommen ebenfalls in sehr seltenen Fällen vor.

Zu schweren Verläufen der infektiösen Mononukleose kann es bei immungeschwächten Menschen kommen (durch HI-Virus-Infektion oder nach einer Transplantation).

Schulmedizinische Behandlung des Pfeifferschen Drüsenfiebers
Die schulmedizinische Therapie ist relativ hilflos und beschränkt sich auf die Linderung der Symptome und die Beherrschung von eventuellen Komplikationen. Die Medikation mit Antibiotika ist wirkungslos, weil sie Viren nicht angreifen. Zudem können diese und auch andere Pharmaka die Viren-Vervielfältigung aktivieren und passiv vorhandene Erreger „wecken“: Wie Medikamente bestimmte Viren im Körper wecken können.

Wird gegen die Symptome Aspirin verordnet, kommt es manchmal zu Beeinträchtigungen der Mitochondrien, wodurch die Leber und das Nervensystem Dauerschäden erleiden können (Reye-Syndrom).

Da das Virus relativ hartnäckig ist, wird den Patienten empfohlen sich für einige Monate "zu schonen", damit es zu keinen Rückfällen oder Komplikationen kommt.

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Die naturheilkundliche / alternative Therapie des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Die alternative Therapie des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist eigentlich nicht "alternativ" für mich, sondern die Therapiemethode der Wahl.

Das Problem ist nicht das EBV Virus, sondern das "Milieu" und das geschwächte Immunsystem des Patienten.

Ziel ist also eine Immunstärkung des Patienten. Dazu dient der pflanzliche Immunmodulator Echinacin (Echinacea, Sonnenhut), der das Immunsystem zur Produktion reaktiver Leukozyten anregt. Grüner Tee unterstützt die Behandlung durch seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften.

Die sekundären Pflanzenstoffe aus dem Tragant (Astragalus) hemmen die Vervielfältigung einiger Viren, möglicherweise auch die des EBV. Auf jeden Fall stärken Tragant-Präparate auch das Immunsystem. Auch die Zitronenmelisse unterstützt die Abwehrkräfte und lindert Halsschmerzen. Das Gurgeln mit Salzwasser hat einen zusätzlichen, desinfizierenden Effekt.

Die naturheilkundliche Therapie stützt sich zudem auf die Sanum-Therapie, Ernährungsrichtlinien, Orthomolekulare Medizin, sowie evtl. auch eine Eigenbluttherapie.

Entscheidend bei Mononukleose ist in der Naturheilkunde allerdings die Homöopathie. In akuten Fällen ist Kalium Jodatum D12 ein bewährtes Mittel. Bei länger zurückliegenden Fällen könnte man auch einmal an die Nosode Pfeiffersches Drüsenfieber D30 oder C30 denken.

Die Stärkung des Immunsystems ist derart überzeugend, dass ich in allen Fällen bisher immer eine komplette Ausheilung innerhalb weniger Tage sehen konnte - auch mit einem deutlich verbesserten subjektiven Belastungsempfinden der Patienten.

Ernährung und Genussmittel bei Pfeifferschem Drüsenfieber

Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend. Deswegen sollte der Speiseplan Avocados, Fettfisch sowie Nüsse und Leinsamen enthalten. Hervorzuheben sind hier auch Speiseöle mit hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Obst und Gemüse liefern die nötigen Vitamine, die als Antioxidantien wirken und dadurch zur Entgiftung beitragen.

Empfehlenswert ist auch eine optimale Versorgung mit Proteinen, etwa mit Geflügelfleisch, Eiern und Tofu. Die Eiweiße helfen dem Körper, neue Strukturen aufzubauen und verloren gegangene zu ersetzen. Daneben ist es wichtig, viel Flüssigkeit aufzunehmen, um eine Austrocknung des Körpers durch Fieber zu verhindern.

Empfehlenswert ist Wasser, das mit Zitronensaft oder Zitronenmelisse angereichert werden kann, um Halsschmerzen zu lindern. Ungünstig sind weißes Mehl und besonders Zucker. Koffein-Konsum steht dem Ruhebedarf des Kranken entgegen und sollte unterbleiben. Alkohol kann die unter Stress stehende Leber zusätzlich schädigen und sollte ebenfalls weggelassen werden.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 20.4.2019 aktualisiert.