Knoblauch-Zwiebel-Suppe: das natürliche Mittel gegen Krankheitserreger

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

In der jährlichen Grippe-Saison Anfang 2018 bekamen wir es mal wieder zu hören und zu lesen: „Hätten Sie mal. Hätten Sie sich mal impfen lassen. Jetzt ist es zu spät. Jetzt können Sie sterben!“

Natürlich wussten die Medien auch zu berichten, dass Vitamine vorbeugend gegen solche Infektionen helfen können. Aber diese Erkenntnis bringen auch die Kinder aus der Kita mit nach Hause.

Andere naturheilkundliche Mittel werden hingegen seltener erwähnt. Gerade die Phytomedizin hat hier Erstaunliches zu bieten. Hochwirksam ist beispielsweise das Allicin  aus dem Knoblauch, das beim Zerdrücken der Zehen aus Alliin entsteht. Forscher der Washington State University belegten, dass die schwefelorganische Verbindung Allicin ein einhundertmal effektiveres biogenes Antibiotikum und Virostatikum ist als pharmazeutische Präparate. Es tötet also nicht nur Bakterien, sondern auch viele Viren und sogar Pilze ab.

Laut der Cochrane Database kann Allicin die Erkrankungszeit bei einer Erkältung deutlich verkürzen. Es hilft bei Grippe, Erkältungen, Ohrentzündungen und soll sogar Krebs verhindern können. Südamerikanische Zahnärzte lassen ihre Patienten mit Knoblauchwasser gurgeln, um Zahnfleischentzündungen zu bekämpfen. Bekannt ist auch die antiarteriosklerotische Wirkung, die auf einer Erweiterung der Blutgefäße und einer Senkung des Cholesterin-Spiegels beruht. 

Die Wirk-Mechanismen sind nicht genau bekannt. Gesichert ist nur eine Erhöhung der Zahl der T-Zellen (Leukozyten) durch Allicin sowie der Anstieg der Antioxidantien im Körper. Schon Louis Pasteur experimentierte mit Knoblauch, mit dessen Extrakt er Bakterien-Rasen behandelte. Daraufhin gingen die Mikroben zugrunde.

Im antiken Ägypten galt Knoblauch als Heilmittel gegen 22 Krankheiten und die Arbeiter, die die Pyramiden bauten, sollten die Zwiebeln zu Stärkung verzehren. Im römischen Altertum galt die schmackhafte Knolle als Arznei gegen Erkrankungen der Lunge, des Blutes und sogar Lepra. Im europäischen Mittelalter behandelten die Heilkundigen offene Wunden mit dem pflanzlichen Antibiotikum.

Nach so langer Vorrede aber nun ein Rezept. Es ist eine köstliche und heilsame Knoblauch-Zwiebel-Suppe. Man nehme:

  • 30 ungeschälte Knoblauchzehen
  • 30 geschälte Knoblauchzehen
  • 3 Tassen geschnittene Zwiebeln 
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 3 Esslöffel Bio-Butter oder vegane Kokosbutter
  • 4 Tassen Gemüsebrühe
  • 1/2 Teelöffel pulverisierten Chilli 
  • 1/3 Tasse frischen Ingwer
  • 2 Teelöffel frischen gehackten Thymian
  • 1/3 Tasse Kokosmilch
  • ½ Zitrone

In den auf 180° vorgeheizten Backofen kommt eine Auflaufform mit den ungeschälten Knoblauchzehen, Olivenöl und etwas Meersalz. Das Ganze lässt man eine Dreiviertel Stunde schmoren. Inzwischen hat man die Butter in einem Topf schwach erhitzt und mit den Zwiebeln und Gewürzen etwas ziehen lassen. Nach 5, maximal 10 Minuten wird der Knoblauch aus dem Backofen und der rohe, geschälte Knoblauch untergehoben und mit der Gemüsebrühe abgelöscht. Jetzt muss die Suppe noch 20 Minuten köcheln. Zum Abschluss gießt man die Kokosmilch hinein und püriert das Ganze mit einem Pürierstab oder Kartoffelstampfer. Vor dem Servieren noch nach belieben Abschmecken und guten Appetit!

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 03.03.2018 aktualisiert