Autoimmunerkrankungen
Autoimmunkrankheiten (auch Autoaggressionskrankheiten) sind Erkrankungen des körpereigenen Abwehrsystems, bei
denen Antikörper gegen eigene Strukturen gebildet werden. Diese greifen den Organismus an und führen im Verlauf zu
einer Schädigung oder Zerstörung der befallenen Regionen.
Der Mensch besitzt von Geburt an eine Resistenz gegen viele Mikroorganismen und ist daneben in der Lage, während
seines Lebens eine adaptive (erworbene) Immunität gegen viele pathogene Organismen auszubilden. Hierzu stehen T-
und B-Lymphozyten zur Verfügung, die in Knochenmark und Thymus (= primäre lymphatische Organe) heranreifen und der
speziellen Abwehr dienen. Zusätzliche Schutzfunktionen bieten die Haut, die Schleimhaut, lymphatische Gewebe im
Magen-Darm-Trakt und im Bronchialsystem sowie die Lymphknoten und die Milz (= sekundäre lymphatische Organe).
Ein gesundes Immunsystem reagiert bei Angriff von außen (z.B. durch Bakterien oder Viren) mit einer
Immunantwort. Die "Angreifer" (Antigene) führen im Organismus zu der Ausbildung von Antikörpern, die sich mit den
Eindringlingen zu einem Antigen-Antikörper-Komplex vereinigen. Hierdurch wird das Antigen unschädlich gemacht und
beseitigt. In vielen Fällen reagiert der Körper dann mit lokalen Symptomen wie z.B. Entzündungsprozessen oder Fieber. Kommt es zu einem erneuten
Kontakt, hat der Organismus diesen bereits als pathogen gespeichert. Zum Teil erfolgt die Bekämpfung und
Ausschaltung dann ohne sichtbare Anzeichen.
Bei einer Autoimmunerkrankung ist dieser Prozess gestört, körpereigenes Gewebe wird als Antigen identifiziert
und bekämpft. Die Ursachen für diesen Angriff sind in der Schulmedizin noch nicht geklärt, man vermutet unter
anderem genetische und psychosomatische Einflüsse, sowie Infektionen mit der
Zellstruktur des Menschen ähnelnden Bakterien oder Viren.
Autoimmunerkrankungen lassen sich in drei Gruppen unterteilen
Bei den organspezifischen Autoimmunerkrankungen richten sich körpereigene Abwehrzellen
ausschließlich gegen Antigene von Organen. Hierzu zählen z.B. Morbus Addison (Nebennierenerkrankung), die
Hashimoto-Thyreoiditis (Schilddrüsenerkrankung), die perniziöse Anämie (Erkrankung des
Magens) oder auch der juvenile Diabetes mellitus (Erkrankung der Bauspeicheldrüse).
Die nicht-organspezifischen Autoimmunerkrankungen führen zur Ausbildung von Antikörpern gegen
verschiedene Gewebe. Sie werden als Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises zusammengefasst und zeichnen sich
durch rheumatoide Erkrankungen oder Ablagerungen von neu gebildeten Strukturen (z.B. an
Gelenken) ab. Beispiele nicht-organspezifischer Erkrankungen sind der systemische Lupus erythematodes, die rheumatische Arthritis oder
die Sklerodermie (Verhärtungen der Haut).
Die dritte Form der Autoimmunerkrankungen kombiniert die beiden anderen Typen. Hierzu zählende
Erkrankungen sind unter anderem das Goodpasture-Syndrom (seltene Erkrankung von Niere und Lunge), die Colitis ulcerosa (chronisch-entzündliche Darmerkrankung), das Sjögren-Syndrom (spezielle Kollagenose), die chronisch-aggressive
Hepatitis (führt zu einer zunehmenden Funktionsminderung der Leber), Morbus Werlhof (Thrombozytopenie,
Zerstörung der Blutplättchen) und in gewissem Masse auch die Multiple Sklerose (Entmarkung
an zentralen Nerven).
Während bei einem gesunden Immunsystem ein einmal erfolgter Angriff zu einem Lernprozess im Organismus führt,
kommt es bei Autoimmunerkrankungen zu einer chronischen Ausbildung mit wiederkehrenden Schüben.
Der Nachweis erfolgt über die Auswertung des Blutbildes (Blutwerte) mit Nachweis spezifischer Antikörper. Die schulmedizinische Therapie richtet sich
nach dem jeweiligen Krankheitsbild und ist rein symptomatisch. Eine Heilung gilt derzeit
als nicht möglich.
Die schulmedizinische medikamentöse Behandlung nutzt antiphlogistische (entzündungshemmende), antirheumatische
oder immunsuppressive (Immunsystem unterdrückende) Präparate.
In einigen Fällen, und um lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden, kommt es zu operativen Eingriffen mit
Organtransplantationen, einem Gelenkersatz oder der Exzision (Entfernung) des befallenen Gewebes.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren,
die bei Autoimmunerkrankungen in Frage kommen.
| Ernährung |
Jedes Jahr kommt mindestens eine neue Diät auf den Markt. Warum? Weil keine hält,
was sie verspricht. Es gibt aber eine Kostform (keine Diät!), die seit 30 Jahren besteht. Warum?
Weil sie tatsächlich funktioniert. Es ist die Schaub-Kost, die der Verfasser selbst seit
Jahren befolgt.
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| Orthomolekular-Medizin |
Es hat sich gezeigt, dass viele Erkrankten einen grossen Mangan-Mangel
aufweisen. Deshalb ist in Betracht zu ziehen, Mangan in hohen Dosen zu nehmen. Eine
Haarmineral-Analyse wird Ihnen darüber Auskunft geben.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so
genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus
übersäuert.
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den
ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen
Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
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