Blasenschwäche
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Die Blasenschwäche (Harninkontinenz) beschreibt einen unwillkürlichen Abgang von Urin aus der Blase, was bei den
meisten Betroffenen zu einem Gefühl der Scham führt. Angaben zu Inzidenz und Häufigkeit sind nur vage. Man geht
aber davon aus, dass bis zu 25 Prozent der Bevölkerung unter einer Inkontinenz-Form leiden.
Bei der Stressinkontinenz (auch Belastungsinkontinenz) ist die für die Kontinenz verantwortliche Muskulatur zu
schwach (z.B. Beckenbodenschwäche, Absenken des Uterus nach Geburt oder durch Verletzung). Bei z.B. körperlicher
Aktivität, Husten, Niesen oder Lachen kommt es zu einem vermehrten Druck auf die Blase und zum Urinaustritt. Diese
Form wird unterteilt in drei Grade, wobei Grad I z.B. nur bei Husten oder Lachen auftritt, Grad II sich bei
Bewegungen zeigt und Grad III auch im Liegen zu Harnabgang führt.
Die Dranginkontinenz entsteht durch muskuläre (Überaktivität der Muskulatur, ausgelöst durch Erkrankungen im
Gehirn) und sensorische (Impulse in der Blase werden fehlinterpretiert, v.a. durch Östrogenmangel, Steine, Tumoren)
Störungen. Diese Form zeigt sich meist bei älteren Menschen, hier v.a. bei Entzündungen, Multiple Sklerose,
Hirntumoren, Morbus Parkinson, Demenzerkrankungen und Schlaganfall.
Bei einer Überlaufinkontinenz, von der hauptsächlich Männer betroffen sind, kommt es erst zur Entleerung, wenn
die Blase übervoll ist. Meist verbleibt ein Restharn, der spontan abgeht. Ursachen können Muskelschwäche,
Nervenerkrankungen (z.B. im Rahmen eines Diabetes), Prostatavergrößerung, Tumoren der Gebärmutter oder eine
Schwangerschaft sein.
Die Reflexinkontinenz entsteht durch unwillkürliche Kontraktionen der Blasenwandmuskulatur als Folge eines
Verlustes der Blasen-Schließmuskel-Koordination (Rückenmark-Verletzungen, z.B. bei einem Querschnitt). Ein
Harndrang ist dabei nicht zu spüren.
Auch durch Fisteln kann eine Inkontinenz entstehen (seltene Form). Besonders chronische Erkrankungen des Darms
(Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) führen zu einer Ausbildung von Verbindungsgängen, z.B. von der Blase zum Darm, zur
Scheide oder zur Haut hin. Über diese Gänge kann der Urin ungehindert abfließen.
Neben intensivem Training der Beckenbodenmuskulatur helfen eine ausgewogene Ernährung, Gewichtsreduktion,
Östrogentherapie bei Frauen, Blasentraining, pflanzliche Präparate (z.B. Kürbis) sowie Medikamente (z.B.
Paraspasmolytika) die Inkontinenz einzudämmen. Bei stark ausgeprägten Formen werden weitere Hilfsmittel wie z.B.
das Tension-free vaginal tape (Kunststoffband, welches zur Stabilisierung vor die Harnröhre gelegt wird) oder die
Selbst-Katheterisierung genutzt.
Sprache der Symptome
Immer wiederkehrende Blasenerkrankungen deuten auf ein unerledigte Problem hin. Die Blase
weint die Tränen, die man sich zu weinen nicht zugesteht. Der psychische Druck wird nach unten in die Blase
geschoben. Wodurch stehe ich unter Druck, welchen Ballast schleppe ich noch mit mir herum?

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Blasenschwäche in Frage kommen.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist gut geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen.
Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Vor allem der 1. Umlauf (H, Dü, B, N) ist zu tonisieren.
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| Bachblüten |
Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Blütenessenzen
lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer Lösung näher.
Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.
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Gesunde Ernährung
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Esssen Sie über 10 Wochen weichschalige Kürbiskerne, die Sie fast schon in jedem
Supermarkt erhalten, auf jeden Fall jedoch in einem Reformhaus. Kürbiskerne enthalten Sitosterin,
das die Blase stärkt.
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| Homöopathie |
Caustiucum Hahnemanni D4 / D6 |
| Orthomolekular-Medizin |
Eine Haarmineralanalyse kann Mangelzustände
aufdecken.
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| Phytotherapie |
Eine vierwöchige Blasenteekur mit: Eichenrinde, Johanniskraut,
Bärentraubenblätter und Knöterich. Lassen Sie sich ales zu gleichen Teilen in einer Apotheke
mischen. 2 EL auf 500ml kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen und über den
Tag verteilt trinken. Nehmen Sie eine Thermoskanne in der Sie keinen Kaffee
hatten.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüsslersalze |
Kalium phos. Nr. 5, Natrium phos.
Nr. 9, Natrium sulf. Nr. 10
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| Spagyrik |
Brennessel, Hirtentäschchen, Löwenzahn, Schachtelhalm,
Spitzwegerich, Tartarus, Uva ursi, Wacholder.
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| Wirbelsäulensegmente |
L3 für Blase, Th 10 und 11 für Niere,
C 3
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne (wurzelbehandelte Zähne) stören grundsätzlich den gesamten Organismus.
Auch Amalgam-Füllungen können problematisch sein. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen
erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
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| Sonstiges |
Nasskalte Füsse, langes Sitzen auf
kaltem Untergrund, synthetische Unterwäsche, stark gewürzte und gesalzene Speisen und
gestauter Harn können ebenfalls ursächlich sein, ebenso wie eine Bindegewebsschwäche und eine allgemeine Übersäuerung.
Aus der Magnettherapie: Magnet-Südpol 10 Min. mit den
Fingerspitzen halten.
Preiselbeersaft (3x tägl. 100 ml) wirkt stark entzündungshemmend auf die
Schleimhäute (auch im Mund), erschwert den Bakterien das Einnisten in der Blasenwand und
fördert deren Ausschwemmung. (Erhältlich im Bio-Laden)
Gehen Sie grundsätzlich in kurzen Zeitabständen auf die Toilette, wenn Sie
einen Harndrank verspüren. Versuchen Sie nicht, den Harn krampfhaft
zurückzuhalten.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.7.2011 aktualisiert.

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