Blutreinigung
Blutreinigung und Entgiftung über die
Leber
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Die Entgiftungsfunktionen der Leber
Es gibt zwei Themen, die häufig miteinander verwechselt werden:
Zum einen die Entgiftungsfunktionen, die die Leber leistet. Davon handelt dieser Beitrag.
Zum anderen die Frage, wie man die Leber selbst entgiftet. Dazu lesen Sie mehr im Artikel zur Entgiftung, aber
auch im speziellen unter Leberentgiftung und Leberreinigung. Empfehlen möchte ich Ihnen in diesem Zusammenhang auch mein Buch "Die biologische Lebertherapie".
Kommen wir aber zum Thema dieses Beitrags zurück:
Die Leber (Hepar) ist eins der wichtigsten Organe des menschlichen Organismus mit einer Vielzahl an Funktionen
(Produktion von Bluteiweißen, Lipoproteinen und Hormonen, Regulation von Fettstoffwechsel und
Kohlenhydratstoffwechsel, Produktion von Gallenflüssigkeit, Speicherort von Vitaminen und Metallen).
Eine weitere lebenswichtige Funktion der Leber ist ihre Fähigkeit zur Entgiftung
(Biotransformation). Um mit der Nahrung aufgenommene Substanzen und körpereigene Stoffwechselprodukte dem Blut
zuführen zu können, müssen diese über die Leber so umgebaut (transformiert) werden, dass sie den Organismus nicht
oder nur bedingt schädigen können.
Dazu wird die betreffende Substanz in ihrer Struktur (chemische Zusammensetzung) verändert (= biologische
Inaktivierung, z.B. durch Oxidation), um in einem weiteren Schritt, gekoppelt an Trägersubstanzen (z.B.
Glucuronsäure, Sulfat, Aminosäuren, Acetat), unschädlich gemacht und ausgeschieden zu werden.
Die Biotransformation der Leber dient u.a. der Verträglichkeit körpereigener Substanzen.
Das durch den Abbau von Hämoglobin anfallende Bilirubin ist im unveränderten Zustand schlecht löslich und somit
kaum ausscheidbar. Steroidhormone sind hochgradig lipophil und somit ungeeignet für den Transport im Blut.
Durch Verbindung mit Trägersubstanzen (z.B. Schwefel = Sulfatierung) können diese biologisch unwirksam gemacht
und ausgeschieden werden. Gallensäuren sind nur in gekoppeltem Zustand (Bindung an Glycin oder Taurin) voll
funktionsfähig (= Gallensalze). Der als Endprodukt des Eiweißstoffwechsels gebildete Harnstoff (siehe auch
Eiweißverdauung) enthält Ammoniak, welches unverändert (in Reinform)
neurotoxische Wirkungen besitzt und das Gehirn schädigen kann. Der aus Kohlendioxid und Ammoniak entstehende
Harnstoff hingegen ist unschädlich und kann mit dem Urin ausgeschieden werden.
Daneben dient die Leber der Entgiftung körperfremder Substanzen und Nahrungsmittel. Alkohol wird über einen
komplexen Prozess chemisch so verändert, dass er sowohl unschädlich als auch nützlich (Energielieferant) sein kann.
Dass Alkohol dennoch schädlich auf den Organismus wirkt, hängt zum einen von der aufgenommenen Menge ab, zum
anderen wird durch den Entgiftungsprozess nicht der gesamte Alkohol umgebaut, so dass weiterhin Leberzellen
angegriffen und zerstört werden können. Die aus dem Umbau gewonnene Energie ist zudem häufig so groß, dass ein Teil
in Form von Fett gespeichert wird (z.B. bei der Steatosis hepatis = Fettleber).
Medikamente werden ebenfalls mittels Biotransformation chemisch verändert. Der First-Pass-Effekt der Leber sorgt
dafür, dass die über die Darmwand aufgenommenen und zu den Leberzellen (Hepatozyten) transportierten Medikamente
durch Metabolisierung (Umbau mithilfe von Enzymen) unwirksam gemacht werden.
Dieser Effekt ist häufig gewünscht, da er viele Medikamentennebenwirkungen reduziert. Daneben kann es aber auch
zu einer Bildung unerwünschter Nebenprodukte (z.B. Bildung eines Kanzerogens bei der Kombination von Schmerzmitteln
und Alkohol) oder unerwünschter Wirkmechanismen (Verstärkung der Giftigkeit) kommen. Lesen Sie dazu auch meinen
Beitrag: Leberschäden durch Medikamente
Wie Sie Ihre Leber bei der Entgiftung unterstützen können lesen Sie hier: Die biologische Lebertherapie
weitere Themen: Lebensmittelvergiftung - Vergiftungserscheinungen
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 05.7.2011 aktualisiert.

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