Darmentzündung

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Entzündungen des Darms werden nach ihrer Lokalisation eingeteilt in die Enteritis (Dünndarmentzündung) und die Kolitis (Dickdarmentzündung).

Es gibt natürlich auch Mischformen wie die Gastroenteritis (Magen-Dünndarmentzündung) oder die Enterokolitis (Dünndarmentzündung und Dickdarmentzündung).

Akute Entzündungen werden meist durch Infektionen mit Viren (z.B. Noroviren) oder Bakterien (z.B. Salmonelleninfektion), allergisch wirkende Substanzen (z.B. Nüsse), Gifte (z.B. Pilze) oder Medikamente (z.B. Antibiotika) hervorgerufen.

Die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind vermutlich autoimmun bedingt. Beim Morbus Crohn überwiegen segmentale Entzündungen im Dünndarm während bei der Colitis ulcerosa hauptsächlich der Dickdarm befallen wird. Aber auch an einen Reizdarm ist zu denken.

Nach einer Strahlentherapie im Bereich des Darms kommt es im Anschluss meist zu einer chronischen und therapieresistenten Strahlenenteritis bzw. Strahlenkolitis.

Die Divertikulitis ist eine im Dickdarm lokalisierte Entzündung von schon vorher bestehenden kleinen Darmwandausstülpungen (Darmdivertikel).

Entzündungen im Darm machen sich meist durch Durchfälle mit Krämpfen, bei Beteiligung des Magens auch mit Erbrechen und Magenschmerzen (auch: Bauchschmerzen) bemerkbar. Auch kann es zu Fieber, Blähungen, Muskelschmerzen und Blutbeimengungen im Stuhl kommen.

Lesen Sie auch den Beitrag zur: Darmspiegelung - Koloskopie

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Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einer Darmentzündung in Frage kommen.

Ernährung

Patienten rate ich generell auch erst einmal zu einer Schonkost. Wie diese aussehen kann, beschreibe ich im Beitrag zur Schonkost.

Bei den Heilverfahren liegt das Fasten eindeutig vorne - bei fast allen Darmbeschwerden. Allgemein sei hier nur auf eine gesunde Ernährung verwiesen.

Ein im New England Journal der Medizin erschienener Beitrag zählt 55 Erkrankungen auf, bei denen Gluten eine Rolle spielt. Dazu gehören neben Darmentzündungen, Erkrankungen wie Demenz, Migräne, Nervenentzündungen, Angstzustände, Autoimmunerkrankungen und Depressionen. Mehr zum "Glutenproblem" finden Sie in meinem Beitrag zur Zöliakie und Glutenintoleranz.

Neben dem Gluten gibtes weitere Dinge, die ich empfehle zu meiden: vor allem aber Schweinefleisch, Milch und Eier.

Heilpflanzen Uncaria tomentosa, Kamille, Propolis, Teebaumöl, Schwarzkümmelöl, Stiefmütterchen, Ringelblume, Rosskastanie.
Probiotika Zum Aufbau und Stabilisierung der Darmflora gibt es verschiedene Mittel. Bewährt hat sich u.a. Lactobacillus acidophilus, aber auch zahlreiche andere Probiotika Stämme kommen in Frage.
Säure-Basen-Haushalt Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Bei chronischen Darmentzündungen fahnde ich fast immer auch nach Schwermetallen, vor allem auch Amalgam.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 7.4.2015 aktualisiert.