Freie Radikale
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Freie Radikale besitzen ein "freies" Elektron und sind deshalb instabil. Sie reagieren mit benachbarten
Molekülen, indem sie diesen ein Elektron stehlen. Dadurch wird das bestohlene Molekül beschädigt und versucht
seinerseits, einem benachbarten Molekül ein Elektron zu stehlen. Es entsteht eine gesundheitsschädigende
Kettenreaktion.
Unser Immunsystem gebraucht freie Radikale um Bakterien und Viren zu zerstören.
Mögliche Ursachen
Unsere Zellen verbrauchen Sauerstoff, um Energie produzieren zu können. Als Abfallprodukt
entstehen veränderte Sauerstoffverbindungen von denen viele freie Radikale enthalten. Stress, Leistungssport
und Krankheiten erhöhen den Sauerstoffbedarf in den Zellen und steigern so die Produktion von freien
Radikalen.
Auch Entzündungen und allergische Reaktionen erhöhen die Produktion von freien Radikalen. All
die Tausende von Chemikalien, mit denen wir täglich in Kontakt geraten, haben die Anzahl der freien Radikalen
extrem gesteigert. All diese Stoffe verursachen eine Flut von freien Radikalen: Industrielle Chemikalien und
Lösungsmittel, Konservierungsmittel und Farbstoffe in unseren Esswaren (Ware zum essen), Luftverschmutzung,
Medikamente und Drogen, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und im Gemüse und Obst, Strahlenbelastung,
übermässiges Sonnenbaden, Zigarettenrauch.
Mögliche Folgen
Es ist aus oben erwähnten Gründen sehr wichtig, die Anzahl der freien Radikalen zu kontrollieren, um dadurch die
gesunden Zellen zu schützen. Freie Radikale beschädigen Fettverbindungen im Gewebe, wodurch diese "ranzig" werden.
Sie bewirken auch das Verschmelzen von Eiweissen (Proteinen) und/oder Molekülen der Desoxiribonucleinsäure (DNS)
wodurch ihre Funktion beeinträchtigt wird. Mit der Zeit verursachen die freien Radikalen einen Abfallberg von
beschädigten Proteinen, Fetten und Zellresten, sodass die gesamte Zellchemie gestört wird.
Dies sind Krankheiten, die man mit freien Radikalen in Verbindung bringt: Abnormalität der
Spermien; verfrühter Alterungsprozess; Allergien und Überempfindlichkeiten; arthritische Gewebeschäden;
entzündliche Darmerkrankungen; Entzündungen nach Operationen, Verletzungen und chronischen Infekten;
Herz-Kreislauf-Erkrankungen; Katarakt; Diabetes mellitus; Krebs; Leberschäden durch Alkoholmissbrauch;
Nebenwirkungen von Medikamenten; neurologische Degenerationen wie MS, Parkinsonsche Krankheit und
Altersdemenz; Schäden durch intensives Körpertraining; Schäden durch Strahlen, Chemikalien und
Schwermetalle.

Im folgenden finden Sie Hilfe und Hausmittel aus
der Naturheilkunde und der Alternativmedizin, die gegen freie Radikale wirken können.
| ANTIOXIDANTIEN |
Antioxidantien haben die Eigenschaft, mit den freien Radikalen ein Verbindung
einzugehen und diese damit zu neutralisieren. Antioxidantien finden Sie unter "Orthomolekulare Medizin".
|
Ernährung
|
Essen Sie Obst und Gemüse, Nüsse und Samen und wenn schon, dann
Vollkornprodukte, diese enthalten viele Antioxidantien. Nicht deshalb, damit wir sie in
Fabriken isolieren und Medikamente daraus machen, sondern deshalb, um sich selbst vor freien
Radikalen zu schützen.
|
| Orthomolekular-Medizin |
Empfohlene Tagesdosis, weil Sie mit der Nahrung kaum die Menge aufnehmen können,
die Sie heutzutage benötigen:
| Vitamin C |
0,5 bis 2 Gramm |
| Vitamin E |
200 - 400 mg |
| Beta-Carotin |
15 mg |
| L-Cystein |
500 - 1500 mg |
| Coenzym Q 10 |
30 - 100 mg |
| Selen |
50 - 100 µg |
| Zink |
15 mg |
| Mangan |
5 - 7,5 mg |
|
| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
|
| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den
ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten
sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
|
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 14.07.2011 aktualisiert.

|