Gicht

Grundsätzliches

Gicht wird dem rheumatischen Formenkreis zugerechnet (-> siehe Rheumatismus). Es ist eine Stoffwechselstörung. Die Gicht ist das Endprodukt des Eiweiß-Stoffwechsels, bei dem die überschüssige Harnsäure unzureichend durch die Nieren ausgeschieden wird. Sie lagert sich hauptsächlich in den Gelenken ab. Der erste Gichtschub macht sich meistens im Großzehengrundgelenk bemerkbar.

Wenn Sie beim ersten Auftreten dieses Schmerzes nichts unternehmen, kommt es zur Gelenkschwellung und im Extremfall zu Verformungen. Wenn Sie sich frühzeitig darum kümmern, werden Sie an der Ohrmuschel (Ohrrand) kleine Erhebungen (Gichtkörner) feststellen können. In diesem Stadium können Sie noch einiges tun. Vor allem entsäuern und viel trinken, damit die überschüssige Harnsäure durch die Nieren ausgeschieden werden kann. Mit schwimmen und wandern verhindern Sie die Versteifung der Gelenke.

Die klassische Therapie mit Schmerzmitteln (zum Beispiel Dolormin) im akuten Anfall ist durchaus sinnvoll.

Mögliche Ursachen Hauptsächlich Fehlernährung, Alkohol und Bewegungsmangel. Zuckerkonsum, vor allem die Mineralwässer mit hohem Zuckerzusatz. Chemische Medikamente wie Penicillin, Saluretika und Entwässerungstabletten. Übersäuerung des Körpers, Harnsäure-Kristalle.
Mögliche Folgen Am Anfang sind die Gelenke extrem schmerzhaft.  Sie können sich versteifen und verformen.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Gicht in Frage kommen.

Zusätzlich finden Sie bei jedem Therapieverfahren allgemeine Bemerkungen oder auch Rezepte, sowie Bezugsquellen.

Ernährung

Kein Schweinefleisch, Süßigkeiten, Würste, wenig Salz, Kaffee, Schokolade, Leber. Dafür viel Kartoffeln (basenbildend) und 2 Liter Wasser pro Tag.

Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
Je 20 ml Löwenzahn, Weiden, Brennessel, Pappel und Goldruten-Tinktur.
Gemmo-Therapie Bis zur Besserung stündlich 1-2 Stösse Bergföhren-Knospenmazerat in den Mund sprayen.
Medizinische Massagen Massagen helfen dem Stoffwechsel und der Blutzirkulation. Selbst das betroffene Gelenk kann mit der nötigen Vorsicht behandelt werden. Bewegungsübungen sind sehr wichtig, um eine Versteifung zu verhindern.
Orthomolekular-Medizin Empfohlene Tagesdosis: 3 x 5-10 mg Folsäure (bei längerer Therapie zusammen mit Vit. B12).
Phytotherapie Harnsäureausscheidender Tee: Teufelskrallenwurzeln, Hauhechelwurzeln, Brennesselblätter, Löwenzahn-Wurzeln, Birkenblätter und Zinnkraut zu gleichen Teilen. Diesen Tee drei mal täglich nach dem Essen eine Tasse trinken. Heisser Kohlblattwickel auf das betroffene Gelenk. 
Grünlippmuschel-Extrakt regeneriert Gelenkknorpel und Bindegewebe.Auch Weihrauch ist eine empfehlenswerte Nahrungsergänzung speziell bei chronisch entzündlichen Erkrankungen.
Homöopathie

"blasses" Mittel: Acidum benzoicum D 4

"rotes" Mittel: Acidum Salicylicum D 4

destruktiv: Acidum oxalicum D 4

mit Schmerzen: Bryonia D 3

Säure-Basen-Haushalt Die Entsäuerung hat oberste Priorität.

 

 

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Die Autoren von NaturHeilt.com sind DIE ZWEI

Die Zwei sind:

Hermann Kaufmann
- Naturarzt -

und

R. Gräber
Heilpraktiker und
Gesundheitspädogoge
der Sebastian-Kneipp-Akademie

Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker

Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Ernährung