Laryngitis - Die Entzündung des Kehlkopfs

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Laryngitis ist der Fachbegriff für eine Kehlkopfentzündung, genauer gesagt, für eine Entzündung im Bereich der Schleimhaut und des Skelettanteils. Je nach Verlauf unterscheidet man die akute (Laryngitis acuta) von der chronischen Form (Laryngitis chronica).

Die entzündlichen Prozesse sind hauptsächlich bakteriell oder viral verursacht, können als Symptom anderer Erkrankungen in Erscheinung treten und verursachen zum Teil schwere Hustenattacken, Heiserkeit oder auch Schmerzen.

Eine Laryngitis tritt vermehrt in den kalten Monaten (meist im Winter) auf. Insgesamt sind mehr Männer als Frauen betroffen. Während die akute Form in jeder Altersgruppe zu finden ist, entwickelt sich ein chronischer Verlauf hauptsächlich zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.

Die Laryngitis acuta tritt häufig in Zusammenhang mit einer Erkältung in Erscheinung. Sie wird durch Viren (zum Teil auch Bakterien) verursacht, kann aber auch durch eine übermäßige stimmliche Belastung in zu trockenen oder rauchigen Räumen (unter anderem bei Opernsängern, Lehrern) entstehen.

Die Symptomatterik ist typisch, kann jedoch rasch mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Zum Beschwerdebild der akuten Form zählen eine raue Stimme, Heiserkeit bis hin zur Aphonie (Stimmverlust, Stimmlosigkeit), einem Trockenheitsgefühl in der Kehle, Kitzeln und Brennen im Hals, Hustenreiz, Schmerzen (bei stärkerer Ausprägung der Erkrankung) sowie Fieber. Die Stimmbänder sind gleichmäßig gerötet, frei beweglich und eventuell mit Fibrinablagerungen oder auch zähem Schleim bedeckt.

Die Laryngitis chronica entwickelt sich aus einer akuten Entzündung. Dies kann unter anderem der Fall sein, wenn die Stimmbänder nicht ausreichend geschont werden oder die Therapie der akuten Laryngitis nicht ausreichend war. Begünstigend auf die Entstehung wirken unter anderem ein Nikotin- oder Alkoholabusus, Arbeiten in staubreicher oder trockener Umgebung, mit viel Sprache oder Gesang einhergehende Tätigkeiten (zum Beispiel Nachrichtensprecher, Sänger), Stimmbandstörungen (unter anderem durch anatomische Anomalien), reizende Stoffe (Chemikalien) sowie chronische Entzündungen in anderen Körperregionen (zum Beispiel der Nasenschleimhaut oder Nebenhöhlen). Betroffene klagen über eine langandauernde Heiserkeit, starken Husten, eine tiefere Stimme, ein Trockenheitsgefühl und Stimmstörungen.

In einigen Fällen fühlen Erkrankte einen Fremdkörper im Hals (Globusgefühl), hierbei handelt es sich jedoch in der Regel um eine Sinnestäuschung. Schmerzen sind eher selten. Die Stimmbänder sind deutlich gerötet, geschwollen und mit Schleim bedeckt. Die grobe Beweglichkeit der Bänder ist unverändert, die Feinabstimmung dahingegen ist eingeschränkt.

Die klassische Unterteilung erfolgt in akut und chronisch. Daneben finden sich weitere Erkrankungsformen, die ihre Bezeichnung zum Teil durch den Auslöser, zum Teil durch ihre verursachte Symptomatik erhalten. Die Laryngitis diphtherica entsteht im Rahmen einer Diphtherie (auch „echter Krupp“). Die Diphtherie ist eine akute,zum Teil lebensbedrohliche, durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit, welche sich durch eine ausgeprägte Symptomatik vor allem im Hals-Rachen-Bereich auszeichnet. Die Laryngitis subglottica entsteht bei Kleinkindern in Verbindung mit einer akuten Kehlkopfentzündung. Die Entzündung tritt unmittelbar unter den Stimmbändern auf und geht einher mit einem bellenden Husten, Atemnot, inspiratorischem Stridor (Pfeifgeräusche während des Einatmens) und Fiber. Die Medizin kennzeichnet diese Entzündungsform auch mit dem Begriff Pseudokrupp.

Die Epiglottitis (Epiglottisödem, Laryngitis supraglottica) zeigt sich ebenfalls nahezu ausschließlich bei Kleinkindern (vor allem zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr). Die Ursachen sind mannigfaltig (unter anderem Infektion mit Haemophilus influenzae, Zungengrundangina, Allergie, infizierte Tumoren). Es kommt zu einer eitrigen Entzündung mit starker Heiserkeit, Schluckbeschwerden, inspiratorischem Stridor, verwaschener Sprache sowie Fieber. Diese Form führt unbehandelt zu einem raschen Tod (meist innerhalb von 48 Stunden). Die Laryngitis chronica sicca ist eine trockene Entzündung des Kehlkopfes mit Abbau der ummantelnden Schleimhaut, zähem Schleim und gelblich-brauner Krustenbildung. Diese Form findet sich vermehrt bei Menschen mit schlechter Konstitution oder Arbeitnehmern, die fortwährend einer großen Hitze ausgesetzt sind (zum Beispiel Hochofenarbeiter). Bei der Laryngitis chronica hyperplastica kommt es zu einer Wucherung der Bindegewebsstrukturen. Die Stimmbänder weisen polypös-ödematöse Lappen auf (Reinke-Ödem), die in der Glottis (stimmbildender Apparat, der sich aus den Stimmbändern, dem Stellknorpel und der zwischengelagerten Stimmritze zusammensetzt) flattern können.

Neben den typischen Ursachen für eine Laryngitis lassen sich noch viele weitere auslösende bzw. begünstigende Faktoren benennen. Hierzu zählen unter anderem die Fehl- und Mangelernährung sowie andauernder Stress (wirken beide schwächend auf das Immunsystem), allergische Reaktionen, eine Immunschwäche (zum Beispiel HIV), gastroösophageale Erkrankungen (zum Beispiel Refluxkrankheit, Ösophagitis), Infektionen der oberen Luftwege (zum Beispiel Grippe, Tonsillitis, Lungenentzündung) sowie die Tuberkulose.

Die akute und chronische Laryngitis können sich deutlich auf den Allgemeinzustand auswirken, auch wenn dies bei der akuten Form in der Regel nur von kurzer Dauer ist. Jede Kehlkopfentzündung, die zu starken Beeinträchtigungen führt, sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Vor allem dann, wenn es zu Beschwerden kommt, die die Atmung beeinflussen oder auch wenn es zu zähflüssigem bis hin zu blutigem Auswurf kommt. Die durch den Arzt gewählte Therapie dient dabei der Linderung und ggf. Beseitigung der Symptome. Sie dient daneben u.a. auch dem Ausschluss einer möglichen Entartung (Kehlkopfkrebs).

Zu den Untersuchungsmethoden gehört immer die Anamnese, bei der sowohl Erkrankungen der Familie als auch die Erkrankungen und Beschwerden der betroffenen Person aufgezeichnet werden. Es folgen die Inspektion und körperliche Untersuchung. Hierbei wird u.a. der Rachenraum auf etwaige Veränderungen hin untersucht. Mittels Laryngoskopie kann der Kehlkopfbereich betrachtet werden. Sowohl ein Rachenabstrich als auch der Auswurf (zum Beispiel Schleim) können Hinweise auf den Erreger liefern. Das Blutbild wird auf Entzündungsparameter (zum Beispiel CRP) hin kontrolliert. Der Diagnosefindung sowie auch dem Ausschluss anderer Erkrankungen dienen zusätzlich bildgebende Verfahren. Hierzu zählen die Laryngostroboskopie (Beurteilung der Stimmlippenfunktion), die CT (Computertomographie), die MRT (Magnetresonanztomographie) sowie die Röntgenaufnahme. In begründeten Fällen kann auch eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden.

Differentialdiagnostisch auszuschließen sind u.a. die Fremdkörperaspiration (Einatmen von Fremdkörpern, die die Atemwege verlegen), das Larynxkarzinom (Kehlkopfkrebs), das Larynxpapillom (gutartiger Tumor), die Diphtherie, die Tuberkulose, die spastische Bronchitis, Stimmlippenknötchen, die Reflux-Ösophagitis, ein entzündlicher Prolaps des Sinus Morgagni (ödematös geschwollene Schleimhaut zwischen Stimmbändern und Taschenfalte) sowie Polypen oder Zysten im Bereich der Stimmbänder.

Der Linderung einer akuten Laryngitis dienen viele altbewährte Hausmittel. Vor allem bei einer viral bedingten Entzündung ist die spezifische Behandlung kaum möglich. In der akuten Phase der Erkrankung sollte jegliche mechanische Belastung der Stimmbänder vermieden werden (Schonung durch wenig Reden). Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Befeuchtung der Schleimhäute. Zusätzlich wird der Schleim flüssiger, wodurch er sich besser abhusten lässt. Die Meidung von Nikotin, Alkohol, Kaffee und scharfen Gewürzen (alles Reizmittel) in dieser Zeit ist unerlässlich. Auch sollte auf eine geregelte Raumtemperatur geachtet werden. Diese sollte weder zu warm noch zu kalt sein und eine gemittelte Luftfeuchtigkeit besitzen. Der Aufenthalt in staubreichen Regionen ist zu meiden. Die Inhalationstherapie mit Salzlösungen, Kamillen- oder Salbeitee unterstützt die Befeuchtung der Atemwege. Warme Halswickel lindern ebenfalls die Beschwerden.

Zur Behandlung der akuten Laryngitis können Analgetika (Schmerzmittel) und Mukolytika (schleimlösende Medikamente) angeordnet werden. In Ausnahmefällen kommen auch Antibiotika (bei Bakterienbefall) zum Einsatz. Alle ärztlich verordneten Präparate dienen der Linderung der Symptomatik. Die akute Laryngitis bedarf keiner weiterführenden Therapie, da sie eigenständig nach kurzer Zeit (ca. zehn Tage) ausheilt.

Die chronische Laryngitis dagegen ist nicht heilbar. Jedoch können auch hier die bereits erwähnten Medikamente eine Linderung erzielen.

Die Epiglottitis stellt eine lebensbedrohliche Situation dar, die die Indikation zu einer sofortigen Aufnahme in einer Klinik darstellt.

In sehr seltenen Fällen kann eine Laryngitis die Atemwege derart behindern, dass eine künstliche Beatmung mittels Intubation (Einführen eines Schlauches in die Luftröhre, vergleichbar mit einer Narkosebeatmung) notwendig wird. Dieser Prozess ist von kurzer Dauer und dient dem raschen Abschwellen der Schleimhäute, wodurch die eigenständige Atmung wieder ermöglicht wird.

Symptome

Schmerzen, Heiserkeit, Fieber.

Mögliche Ursachen

Die Kehlkopfentzündung ist meistens viral oder bakteriell bedingt und tritt häufig im Zusammenhang mit einer Erkältung auf.

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Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einer Kehlkopfentzündung in Frage kommen.

Aromatherapie Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden. Cajeput, Myrthenheide, Salbei und Zwiebel.
Ernährung

Sie können die Ernährungsratschläge befolgen die für alle Entzündungen gelten.

Folgendes Rezept ist überliefert: 1 Ingwer-Wurzel wird fein gerieben wird in 0,5 Liter Liter Wasser mit 2 Eßlöffel Honig gekocht, bis eine sehr sämige Flüssigkeit entsteht. Danach alles durch ein grobes Küchensieb laufen lassen. Den Sirup in ein sauberes Glas abfüllen und mehrmals täglich einen Teelöffel einnehmen und im Mund zergehen lassen.

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

Schüssler-Salze

Ferrum phosphoricum Nr. 3
Kalium sulfuricum Nr. 6
Natrium phos. Nr. 9
Silicea Nr. 11

Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
sonstiges Stellen Sie das Rauchen ein. Wer bei einer Kehlkopfentzündung immer noch raucht - dem ist nicht zu helfen.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 30.07.2015 aktualisiert.