Naturheilkunde

Wechseljahresbeschwerden: Das Klimakterium als Problem

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

In unserer "Kultur" wird den Frauen durch die Werbung (und leider oft auch durch die Ärzte) suggeriert, dass die Wechseljahre eine Krankheit seien und einer dringenden Behandlung bedürfen - meist durch synthetische Hormone, die mehr Schaden anrichten, als sie nützen.

Übrigens, auch Männer durchlaufen ein solches Stadium, sie können es bloß nicht zugeben. Das Allerwichtigste ist es nun, diesen neuen Lebensabschnitt akzeptieren zu können, trotz Werbung.

Dennoch im folgenden ein paar allgemeinere Fakten zum Thema Klimakterium / Wechseljahresbeschwerden:

Als Wechseljahre (=Klimakterium) der Frau bezeichnet man die Übergangsphase zwischen dem Beginn unregelmäßiger Blutungen bis zur Erschöpfung der Eierstockfunktion. Das Klimakterium umfasst in etwa den Lebensabschnitt vom 45. bis zum 55. Lebensjahr.

In dieser Zeit kommt es zur letzten von den Eierstöcken gesteuerten Menstruationsblutung (=Menopause).

Der Zeitraum (4-5 Jahre) vor der Menopause wird Prämenopause genannt, der Zeitraum (1 Jahr) nach der Menopause heißt Postmenopause.

Während der Prämenopause sinkt die Östrogenproduktion der Eierstöcke ab. Östrogene sind weibliche Sexualhormone, die u.a. die Reproduktion steuern. Es kommt zum Ausbleiben des Eisprungs oder verspätetem Eisprung. Es können Zwischenblutungen oder Dauerblutungen auftreten.

Außerdem kann es in dieser Zeit zu einigen neurovegetativen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, einer Verminderung des Sexualtriebes, Scheidentrockenheit oder -entzündungen kommen.

Bei einigen Frauen tritt auch ein Menopausensyndrom auf, das neben den genannten Beschwerden auch häufig mit Schwindel, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Leistungsabfall, Schlafstörungen, Fettleibigkeit, Arteriosklerose (=Arterienverkalkung) und Osteoporose (=Knochenschwund) einhergeht.

Auch Männer erleben Wechseljahre (=Klimakterium virile), die mit Stimmungsschwankungen, depressiven Verstimmungen, Leistungsminderung und einer Libido- und Potenzminderung verbunden sind. Die Ursache wird hier im Rückgang der Testosteronproduktion gesehen.

Sprache der Symptome

Das Klimakterium ist der Zeitpunkt, an dem der Körper nicht mehr bereit ist, neues Leben zu bilden. Frauen, die Kinder geboren haben, dürfen sich nun zurück lehnen, sie haben ihre Aufgabe gilt biologisch gesehen als "erfüllt".

Ursachen

Die Produktion der Eierstockhormone (Östrogene) geht langsam zurück. Während dieser Umstellung des Hormonhaushaltes kann es zu den unerwünschten Wechseljahresbeschwerden kommen.

Mögliche Symptome bei Beschwerden in den Wechseljahren

Hitzewallungen mit plötzlichem Schweißausbruch, Kreislaufstörungen, Herzbeschwerden, Herzrasen, geschwollene Beine, Schwindel, Verstopfung, Kopfschmerzen, Erschöpfungszustände, seelische Verstimmung, Anschwellen der Brüste, Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen, Blutdruckstörungen, Nervosität.

Wenn Sie nun anfangen gegen die einzelnen Beschwerdebilder Medikamente zu schlucken, werden Sie bestimmt nicht gesünder

 

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Wechseljahren in Frage kommen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel

Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.

Die APM nach Penzel ist in der Lage, Auswirkungen der hormonellen Veränderungen zu minimieren. Mit einer APM-Behandlung lassen sich Energiestauungen auflösen.

Bachblüten Liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde, können Bachblüten helfen. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.
Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
je 20 ml Hopfen (= pflanzliches Östrogen), Schafgarbe (regulierend), Herzgespann (herzstärkend), Salbei (schweisshemmend), je 10 ml Baldrian (beruhigend), Johanniskraut (nervenstärkend, aufhellend)

Medizinische Massagen Eine regelmässige Massage hält den Stoffwechsel und die Blutzirkulation in Schwung.
Orthomolekular-Medizin Es ist empfehlenswert, ab jetzt ganz besonders auf eine genügende Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffe zu sorgen. Ein Multivitamin- und Multimineralpräparat kann nur empfohlen werden.
Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

 

Schüssler-Salze

mit Müdigkeit, Erschöpfung und Schlafstörugen: Kalium phosphoricum
mit Hitzeschwallungen, Einschlafproblemen und Herzrasen: Magnesium phosphoricum
mit Schwießausbrüchen: Silicea

Spagyrik Himbeere bei vorzeitiger Menopause, Preiselbeere bei Wallungen und Vogelbeerbaum für die Zirkulation.
Sonstiges

Zwei mal wöchentlich ein Kräuterbad nehmen: 15 ml Melissen-, 20 ml Heublumenextrakt und 15 ml Lavendelöl mit 200 ml Weizenkeimöl mischen. 20 - 30 ml dieser Mischung mit etwas Kaffeesahne vermischen und dem Badewasser zugeben. Das Bad 15 - 20 Minuten lang genießen.

Ausgleichend und insgesamt sehr entspannend wirkt eine Fußrefelexzonenmassage.

Diese Seite wurde letztmalig am 19.07.2011 aktualisiert.

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