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Zeckenbisse bzw. Zeckenstiche verursachen keine Schmerzen, sind aber nicht ganz harmlos. Wenn die Rötung
der Zeckenbiss- bzw. Zeckenstich-Stelle größer als ein Zwei-Euro-Münzstück wird, müssen Sie allerdings einen Arzt
aufsuchen, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine Infektion haben wahrscheinlich.
Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen: Die Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis - FSME)
und die Borreliose.
In beiden Fällen kommt es aber grundsätzlich auf den Zustand Ihres eigenen Immunsystems an. Das Milieu ist alles,
der Erreger ist nichts.
Gegen die FSME gibt es eine Impfung, gegen die Borreliose nicht. Für Waldarbeiter macht es durchaus Sinn, sich
gegen die FSME impfen zu lassen.
Ansonsten ist die sicherste Vorsorge gegen einen Zeckenstich bzw. Zeckenbiss das gründliche Absuchen,
nachdem man sich im Wald oder im Unterholz aufgehalten hat.
Im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Meinung lassen sich Zecken NICHT von Bäumen fallen, sondern werden von
Büschen und Gräsern abgestreift. Um sich von einem Baum fallen zu lassen müssten diese Insekten Ihren Wirt sehen können, sowie
dessen Richtung und Geschwindikeit beurteilen können um diesen dann präzise zu treffen - eine aberwitzige Vorstellung. Zu so
einer Leistung ist ein Insekt nicht fähig.
Es gibt Ratschläge, die Zecken mittels Öl, Nagellack, Klebstoff und dergleichen zu entfernen. Lassen Sie solchen Unsinn. Das Tier
wehrt sich logischerweise auf solche Attacken und verbeißt sich noch mehr. Zudem ist zu vermuten, dass durch den Abwehrkampf der
Zecke noch mehr seiner Sekrete in Ihren Körper gelangen.
Die Zecke wird am besten mit einer Zeckenzange (Apotheke oder
Reformhaus) herausgehebelt - NICHT gedreht.
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