Lymphstau und Lymphödem

Unter einem Lymphödem versteht man die sichtbare Schwellung eines Körperteils durch einen Lymphstau.

Das lymphatische System dient u.a. der Abwehr von Krankheitserregern und körperfremden Substanzen, seine Gefäße dem Transport des gelblichen Lymphplasmas.

Durch einen Lymphstau (auch Lymphostase genannt) kommt es zur Schwellung mit Flüssigkeitseinlagerung dem sog. Lymphödem.

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Besonders häufig zeigt sich die Störung in Armen und Beinen, z.B. nach Lymphknotenexstirpation (Entfernung). Man unterscheidet primäre und sekundäre Lymphödeme. Auslösende Faktoren können Gendefekte, Organerkrankungen oder auch Lymphbahnverschlüsse durch Gefäßveränderungen sein.

Ein Lymphödem ist meist schmerzlos. Der Verlauf in vier Stadien geht von einer leichten zu einer starken, teigigen Schwellung, weiter zu einer Fibrose (Bindegewebsvermehrung) mit Verhärtungen bis hin zu einer nicht mehr reversiblen Schwellung mit Flüssigkeitsaustritt und Verdickung der Haut.

Primäre Formen (Primäres Lymphödem) weisen eine aufsteigende (aszendierende) Ausbreitung aus (z.B. bei der unteren Extremität vom Fuß zum Unterschenkel, später zum Oberschenkel).

Das sekundäre Lymphödem breitet sich absteigend (deszendierend) aus (z.B. bei der oberen Extremität von der Achsel über den Oberarm zum Unterarm).

Unbehandelt kann es zu gereizter, roter Haut, Bläschenbildung, Verkrustung, Ekzem und Ulkus (Geschwür) kommen.

Mit einem Verhältnis von 9 zu 1 leiden wesentlich mehr Frauen als Männer an einem Lymphstau, wobei die Erkrankung insgesamt relativ selten auftritt.

Dem Lymphödem ähnlich (aber seltener) ist das Lipödem, bei dem es zu einer Fettzellvermehrung (Hyperplasie) infolge einer Extremitäten-Lipohypertrophie kommt.

Unterschied zum Lymphödem ist, dass sich die Schwellung beim Lipödem zwar an Beinen und Armen, nicht aber an Händen oder Füßen zeigt.

Zudem ist die Entstehung eines Lipödems nicht reversibel, es kommt zu einer unproportionalen Fettverteilung, bei der der Rumpf im Verhältnis zu den Extremitäten schlank ist. Das Gewebe wird durch vom Fett eingeklemmte Gefäße unterversorgt und kann Schaden nehmen.

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die das Lymphsystem anregen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Ganz besonders die Meridian-Arbeit bringt die Lymphe zum fließen.
Aromatherapie Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden: Fichte, Gewürznelke, Knoblauch, Rosmarin, Salbei, Zwiebel
Ernährung

Was Sie stark einschränken sollten: Zucker und alle Süßigkeiten, Eier und Milch. Ebenso Schweinefleisch in jeglicher Form und fette Esswaren. Halten Sie sich eher an vegetarische Lebensmittel und Vollwertkost. Ein Glas Selleriesaft vor jeder Mahlzeit ist ratsam.

Wichtig zur Unterstützung des Immunsystems ist aber, dass Sie bei geschwollenen Lymphknoten auf jeden Fall Schweinefleisch in jeder Form meiden.

Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Folgende Mischung kann angezeigt sein:
Je 20 ml Faulbaum, Ginkgo; je 15 ml Erdrauch, Fenchel; je 10 ml Löwenzahn, Tausendgüldenkraut und Mariendistel.
Homöopathie Aus der Komplex-Homöopathie sehr bewährte Mittel: Lymphdiaral (Pascoe) und das Lymphomyosot (Heel).
 
Medizinische Massagen

Für ein gut funktionierendes Lymphsystem ist eine Manuelle Lymphdrainage geeignet.

Mit einer Lymphbürstung bringen Sie Ihr System wieder in Gang: Nehmen Sie eine nicht zu harte Stiel-Bürste aus Naturborsten. Beginnen Sie am rechten Fuß und machen Sie, mit nur sehr leichtem Druck, einen Strich Richtung Bauch. Daneben den Zweiten. Pro Bahn immer nur einen Strich ziehen. Dann das linke Bein, den rechten Arm, dann den linken. Nun sind Sie froh über die Stiel-Bürste, weil Sie auch den Rücken von den Schultern bis zur Lendenwirbelsäule (die Rückseite vom Bauch) streichen. Dann die Körpervorderseite, immer nur einen Strich. Das Zentrum dieser Art Bürstung ist nicht das Herz, sondern der Bauch. Nach einigen Tagen werden Sie merken, wie Ihr Stuhl plötzlich schleimig wird. Dies ist alte, verschlammte Lymphflüssigkeit, die Sie nun auszuscheiden beginnen.

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

Schüssler-Salze Calcium phosphoricum Nr. 2, Kalium chloratum Nr. 4, Magnesium phosphoricum Nr. 7,
Natrium phosphoricum Nr. 9;

Spagyrik Ringelblume, Wasserelement (Komplex)
Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
Sonstiges

Auch wenn es Ihnen schwer fällt: bewegen Sie sich! Waldlauf, gehen mit zügigem Schritt (auf Neudeutsch: Powerwalking), Schwimmen, Radfahren. Auch ein moderates Training im Fitnessstudio kann hilfreich sein. Das Trampolin bringt auch die Lymphe zu Abfluss. Achtung: Auf die Dosis kommt es an. Beginnen Sie moderat und lassen Sie sich von einem Therapeuten beraten, der sich damit auskennt.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 16.4.2013 aktualisiert.

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