Blutdrucksenker

Was Sie wissen sollten, bevor Sie blutdrucksenkende Mittel nehmen...

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Patienten, die blutdrucksenkende Mittel einnehmen, um eine lebensbedrohende Krankheit abzuwenden, schaden ihrer Gesundheit möglicherweise mehr als durch den Verzicht auf diese Medikamente. Dies geht aus einer Studie der American Heart Association hervor. Die Absenkung des Blutdrucks auf weniger als 110/70 mm Hg erhöht vielmehr das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko. Der New York Times zufolge könnten 100 Millionen Menschen betroffen sein, die unnötig gegen Bluthochdruck behandelt werden.

Das Joint National Committee on Prevention, Detection, Evaluation and Treatment of High Blood Pressure (JNC) führte im Jahr 2003 eine Neudefinition der Blutdruckwerte ein und entschied, dass der Blutdruck schon ab 120/80 mm HG behandelt werden sollte. Das JNC, das (teils zugegebenermaßen, teils indirekt) die Interessen der Pharmaindustrie vertritt, räumte ein, dass die unter „Prehypertension“ definierten Werte nicht notwendigerweise medikamentös behandelt werden müssen.

Dennoch, so die New York Times, übte es Druck auf Ärzte aus, hohen Blutdruck ernster zu nehmen und intensiver zu behandeln. Plötzlich wurden zusätzliche 45 Millionen Amerikaner gegen eine Krankheit behandelt, die es bis dahin gar nicht gab.

Ähnlich im Jahr 2001. Damals legte das „National Heart, Lung, and Blood Institute“ neue Grenzwerte für Cholesterin fest. In der Folge stieg die Zahl der mit Statin behandelten Patienten um 23 Millionen.

Acht von neun der Autoren, die diese Richtlinien formulierten, hatten finanzielle Beziehungen zu Statin-Herstellern.

Ray Moynihan und Alan Cassels erläutern in ihrem Buch „Selling Sickness“ das Vorgehen der Pharmaindustrie bei der Erschließung neuer Absatzmärkte. Eine Methode besteht darin, einen bislang als unbedenklich eingestuften Gesundheitszustand zu einer Krankheit zu erklären. Ein entsprechender Beitrag dazu wurde auch im British Medical Journal veröffentlicht.

Beispielsweise wurde die Menopause umdefiniert in „Östrogenmangelsyndrom“. Millionen von Frauen wurden einer Hormonersatztherapie unterzogen, mit gravierenden Folgen. Die Hormonbehandlung erhöht das Krebsrisiko um 26%, das Schlaganfallrisiko um 41% und das Risiko von Blutgerinnseln um 29%. Demgegenüber wurde der behauptete Nutzen der Therapie in klinischen Studien widerlegt. Den Hormonherstellern waren diese Risiken seit Jahren bekannt.

Pharmakonzerne können in den USA TV-Werbespots für Präparate schalten, die von den Gesundheitsbehörden noch nicht zugelassen sind. Ob die dadurch erzeugte Nachfrage den Druck erhöht, die Medikamente schneller zuzulassen, ist unklar. Nach einer Untersuchung des Massachusettes Institute of Technology (kff.org/rxdrugs/6084-index.cfm), fließen für jeden Dollar, der in Endverbraucherwerbung investiert wird, 4,2 Dollar zurück. Eine solche Kampagne hat dem Pharmaunternehmen Merck im Jahr 2006 Einnahmen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar beschert. Behandeln, nicht heilen, heißt das Geschäft der Pharmaindustrie - solch eine Eindruck könnte man durchaus gewinnen.

Der Marketingstratege Vince Parry erläuterte 2003, wie das Bedürfnis nach Produkten der Pharmaindustrie erzeugt wird. Er empfiehlt drei Methoden, die, einzeln oder in Kombination angewendet, zu garantierten Verkaufserfolgen führen: Erstens, die Bedeutung einer bekannten Krankheit unterstreichen. Zweitens, eine bekannte Krankheit neu definieren, um sie von einem Stigma zu befreien. Drittens, eine neue Krankheit entwickeln und damit Nachfrage schaffen.

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Sodbrennen wurde zur Refluxoesophagitis, prämenstruelle Syndrom wurden zur Premenstrual Dysphoric Störung, und Impotenz wurde zur erektilen Dysfunktion. Harmlose Befindlichkeiten wurden zu gefährlich klingenden Krankheitsbildern aufgebläht und in die Abrechnungskataloge der Krankenkassen aufgenommen. Teure Medikamente werden dagegen verschrieben. Gleichzeitig wurden gerade in den letzten zehn Jahren unzählige Naturheilmittel "verboten" (weil die kleinen Firmen die plötzlich geforderten Nachzulassung nicht bezahlen konnten) oder einfach aus dem Leistungskatalog gestrichen, wie zum Beispiel die homöopathischen Mittel. Wer jetzt an dieser Stelle gleich sagt, dass seien sowieso nur Placebos, vergisst zwei Dinge. Erstens: Da teilweise immer noch Medikamente erstattet werden, die den Patienten mehr schaden als nutzen. Zweitens: Homöopathie wirkt.

Um die stetig wachsenden Arzneimittelkosten in den Griff zu bekommen, sparen die Versicherungen an anderer Stelle. Sie übernehmen die Kosten nur, wenn eine „anerkannte Diagnose“ erfolgt ist, die eine Medikation erfordert. Mit der Folge, dass vorbeugende Maßnahmen zur Verhütung von Krankheiten häufig nicht mehr finanziert werden. Teilweise versuchen die Krankenkassen dies durch die Präventionsprogramme (Reha-Sport, §20-Maßnahmen etc.) auszugleichen, aber an der grundlegenden Situation hat sich nicht viel geändert.

Deshalb ist es wichtig für jeden Einzelnen, sich nicht blind auf offizielle Gesundheitsverordnungen zu verlassen, sondern durch gesunde Ernährung und einen geeignetes Fitnesstraining der Entstehung von Krankheiten frühzeitig vorzubeugen. Und in meinem Beitrag "Zu hoher Blutdruck?" bespreche ich einige Alternativen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 09.08.2012 aktualisiert

 

 

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