Die Milz findet in der Medizin relativ wenig Beachtung. Lange Zeit galt das Organ als unbedeutend und wurde auch schon mal bei hartnäckigem Seitenstechen entfernt. In diesem Beitrag gehe ich auf ein paar wichtige Funktionen, Milzleiden und Beschwerden der Milz ein, sowie auf naturheilkundliche und alternative Therapie-Möglichkeiten.
Die oval längliche Milz ist mit ihrer Ausdehnung von rund 12 cm und einem Gewicht von bis zu 200 g unser größtes lymphatisches Organ. Die Lage im linken Oberbauch unter dem Rippenbogen führte zur bekannten “Seitenstechen-Hypothese“, die allerdings nicht belegt ist. Das dunkelrote Organ ist stark durchblutet und leitet sein venöses Blut durch die Leberpfortader direkt in die Leber.
Im Mutterleib und bei Kindern bis 6 Jahren ist die Milz Teil des blutbildenden Systems. Diese Aufgabe übernimmt das Organ auch bei Krankheiten des Knochenmarks, das im Erwachsenenalter den Hauptteil der Blutzellen generiert. Wichtig wird die Milz für die Blutbildung wieder im vorgerücktem Lebensalter. In allen Lebens-Phasen bewerkstelligt die Milz die sogenannte “Blutmauserung“. Dabei werden gealterte rote Blutkörperchen abgebaut. Auch ältere Blutplättchen (Thrombozyten), unbrauchbare weiße Blutkörperchen sowie Krankheitserreger fallen der Phagozytose (“Zellfressen“) in der Milz zum Opfer. Damit hat die Milz erhebliche Bedeutung für die Körperreinigung und die Abwehr gefährlicher Eindringlinge.
Zur Immunabwehr leistet die Milz einen weiteren wichtigen Beitrag. Hier entstehen weiße Blutkörperchen (B- und T-Lymphozyten), die speziell auf akut vorhandene Erreger gerichtet sind (antigeninduzierte Differenzierung). Daneben speichert die Milz rote und einige weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen, die für die Blutgerinnung notwendig sind. Diese Blutzellen können bei akut erhöhtem Bedarf (z.B. Blutung) freigesetzt werden.
Verletzungen und Krankheiten der Milz
Bauchverletzungen (z.B. durch einen Verkehrsunfall) gehen oft mit einem Milzriss (Milz-Ruptur) einher. Die Folge sind inneren Blutungen mit Kreislaufzusammenbruch, sodass eine Operation dringend erforderlich ist.
Eine Über-Funktion der Milz (Hypersplenismus) ist deshalb gefährlich, weil es zu einem verstärktem Abbau von Blutzellen kommt. Ursache des Syndroms ist meistens die Vergrößerung des Organs (Splenomegalie) durch Leberstörungen, Bluthochdruck, Infektionen und andere Erkrankungen. Die vergrößerte Milz kann ohne starke Einschränkungen der Gesundheit entfernt werden (Splenektomie). Eine gesunde Leber kann die Aufgaben des Organs übernehmen. Berücksichtigt werden muss allerdings, dass die Immun-Abwehr zumindest leicht beeinträchtigt ist. Im äußersten Fall drohen jedoch lebensgefährliche Infektionen (OPSI-Syndrom, Overwhelming Post-Splenectomy Infection).
Eine Splenektomie ist oft auch die einzig mögliche Behandlung beim Befall der Milz durch Tumore oder Abszesse. Die in der Regel harmlosen Milzzysten (eingekapselte Flüssigkeitsansammlung, meist angeboren, aber auch durch Parasiten) erfordern nur selten die Entfernung des kompletten Organs. Eine Splenektomie ist beim Milz-Infarkt nur dann angezeigt, wenn starke Blutungen auftreten. Der Gefäßverschluss in dem Organ kann in Venen oder Arterien vorkommen.
Antibiotika sind das Mittel der Wahl bei einer Unter-Funktion der Milz (Hyposplenismus) sowie einer Milz-Infektion (Splenitis).
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Und auch hier mal wieder der Hinweis: Die Ursache muss beseitigt werden, sonst doktorn wir nur an den Symptomen herum…
In der chinesischen Medizin sorgt die Milz für Harmonie im Körper In der Harmonie verleiht die Milz dem Geist den „Frieden“. Die Milz hat auch eine starke Beziehung zum Blut – es hält es in den Bahnen. Ein Zusammenhang zu den Muskeln ist ebenfalls gegeben: Die Milz leitet Qi an die Muskeln.
Eine „Milz-Ernährung“ kennen wir in der westlichen Medizin nicht. Die Chinesische Medizin (siehe oben), hat hier mehr zu bieten: leicht süße und bittere Kost sind angeraten. Dazu gründliches Kauen. Die Bitterstoffe sollten aus Gemüse, Obst und Kräutern stammen. Vor allem Fenchel, Zimt, Nelken und Koriander sind zu erwähnen.
Entzündungen können durch eine spezielle Kost im Vorfeld vermieden werden. Essen Sie kein rotes Fleisch (Schwein, Rind) und kein Zucker, dafür Fisch oder Geflügel. Wichtig sind Omeaga-3-Fettsäuren aus guten Planzenölen (Lein, Walnuss, Kokos, Oliven), die benfalls entzünndungshemmend wirken.
In unserer Kräutermedizin kennen wir leider nur wenige Heilpflanzen, denen eine explizite Wirkung auf die Milz zugeschrieben wird. Dazu gehören u.a. der Bockshornklee, Brennnessel, Wegwarte, Wasserdost und die Säckelblume. Wie oben bei Ernährung erwähnt kommen auch die Bitterpflanzen in Frage, wie zum Beispiel: Amara pura, Kalmus, Enzian, Ingwer, Löwenzahn oder auch Wermut.
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind bedenklich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen. Danach ist eine Schwermetallentgiftung sinnvoll.
Beitragsbild: 123rf.com – nito500
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 21.09.2021 aktualisiert.
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