Autismus: Ursachen, die man Ihnen nicht erzählt

Erfahrungen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Über die Ursachen und Theoriemodelle bezüglich Autismus, hatte ich schon einmal in einem Beitrag Stellung genommen: Autismus – Irrungen, Widersprüche und Ungereimtheiten

Die Schulmedizin, so hat es zumindest den Anschein, versucht kein Licht in das Ursachendunkel des Autismus zu bringen, sondern scheint mit einem Management der Symptome mehr als zufrieden zu sein.

Klar: das garantiert nicht nur eine zahlende Kundschaft auf Lebenszeit - vielmehr besteht bei der Klärung der Ursache(n) immer die Gefahr, dass mit der dann möglichen Heilung auch der Lebenszeitkunde verloren geht.

Und es besteht die Gefahr, dass prinzipiell das gesamte schulmedizinische Setup in Frage gestellt wird, weil genau diese Schulmedizin mit verantwortlich sein könnte für das Ausufern von Autismus.

Kinder-Autismus-Was man ihnen nicht erzählt

Mit-Verantwortlichkeit der Schulmedizin

Wieso mitverantwortlich?

Antwort: Weil es Therapieformen gibt, die die Biologie des Menschen nicht beachten und somit für den Patienten schädlich sind, auch im Sinne von Autismus. Das beste Beispiel hierfür ist das Impfen, für das es bestimmte Formen (MMR-Impfung) gibt, die in einen sehr begründeten Verdacht geraten sind, Autismus auszulösen oder zumindest zu fördern.

Die Gene sollen schuld sein

Daher stützt die Schulmedizin lieber ihre Vermutung bei der Diskussion der Ursachen auf so „abgestandene“ Vermutungen wie zum Beispiel, dass die Genetik hier eine Rolle spiele. Denn Genetik klingt immer gut.

Es ist hoch wissenschaftlich und vom Menschen nicht beeinflussbar. Wenn Autismus genetisch bedingt ist, dann sogar der liebe Gott nichts mehr machen… Wie es aber ausschaut wollen die Verfechter dieser Argumentation nicht wissen, dass Gene nicht das sind, was man von ihnen vor noch 20 oder 30 Jahren gedacht hatte.

Gene sind flexibler als man es seinerzeit postuliert hatte. Die gesamte Epigenetik behandelt dieses Thema. Es gibt eine Reihe von Ereignissen aus der Umwelt, auf die Gene reagieren. Wie wenig (oder wie viel) Genetik notwendig ist, um Krankheiten zu beeinflussen, das habe ich hier beschrieben: Krankheiten sind genetisch bedingt? Von wegen!

Ein bekanntes, aber in der Schulmedizin äußerst unbeliebtes Beispiel ist dieser Sachverhalt: Wie Fasten die Gene positiv verändern kann. Hier sind gleich zwei Nadelstiche auszuhalten - das Fasten, das in der Schulmedizin oft als Hokuspokus gilt und die Tatsache, dass Gene eben nicht unveränderbar sind.

Und wie das mit der Genetik generell einzuschätzen ist, das habe ich hier diskutiert: Die Heilslehre der Genetik – Oder: das vertrackte Genom.

Wenn also die Gene mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen unumstößlichen Einfluss auf die Entwicklung von Autismus haben, welche anderen Faktoren gibt es noch? Antwort: Einige, vor allem solche, die von der Schulmedizin erst gar nicht diskutiert werden, da sie eine (Teil)Schuld eben dieser Schulmedizin ausmachen.

Vitamin-D-Mangel

Hier spielt dann die Genetik doch wieder eine Rolle, da Vitamin D im Zellkern Gene ein- und ausschaltet. Aber diese Dinge haben erst einmal nichts mit Autismus zu tun. Aber die gängigen schulmedizinischen Empfehlungen mit Krümeldosierungen von 400 bis maximal 1000 Einheiten täglich sorgen für einen Vitamin-D-Spiegel bei ihren Patienten, der bestenfalls Rachitis verhindern kann. Denn für die Schulmedizin ist Vitamin D primär für den Knochenaufbau da, andere Funktionen sind bestenfalls Nebensache.

Bei einer Schwangerschaft scheint jedoch ein Zusammenhang zu bestehen. Liegen hier die Vitamin-D-Spiegel im defizitären Bereich, dann scheint das Risiko für Autismus beim Neugeborenen zu steigen: Autismus and Vitamin D. Der Autor beschreibt einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen UVB-Mangel und Autismus – je weniger UVB im Jahr die Menschen erreicht, desto ausgeprägter ist die Häufigkeit von Autismus in den entsprechenden Gebieten. Wenn man dann mit in Betracht zieht, dass aktivierte Vitamin-D-Rezeptoren das Wachstum des Gehirns beeinflussen und gerade während der intrauterinen Entwicklung von Bedeutung für das Hirnwachstum sind, dann liegt der Verdacht nahe, dass ein Vitamin-D-Mangel bei der Mutter keine günstige Voraussetzung für eine normale Entwicklung sein kann.

Darüberhinaus gibt es noch weitere Vitalstoffmängel, die diskutiert werden. Seit 2018 zum Beispiel auch Zink und Autismus.

Elektromagnetische Felder: Handystrahlung, WLAN & Co.

Dr. Klinghardt vermutet, dass es einen etwas entfernten Zusammenhang zwischen dem Ausgesetztsein von elektromagnetischen Feldern während der Schwangerschaft und den neurologischen Funktionen des Neugeborenen gibt. Er fand heraus, dass das Schlafen während der Schwangerschaft in einer Umgebung mit starken elektromagnetischen Feldern die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Kind neurologische Anomalien in den ersten beiden Lebensjahren entwickelt. Dabei kann es sich um neurologische Fehlfunktionen, Hyperaktivität und Lernstörungen handeln.

Im Jahr 2007 erhielt diese Sicht signifikante Unterstützung von einer Studie: Wireless Radiation  in  the  Etiology  and  Treatment of Autism: Clinical Observations and Mechanisms.

In dieser Studie wird die Hypothese diskutiert, dass die Strahlung von Handys, Funkmasten, WLAN-Routern etc. einen Einfluss auf genetische Abläufe im Organismus haben kann, der sich besonders störend bei Organismen ausnimmt, die in den ganz frühen Phasen der Entwicklung stehen. Autismus wäre eine dieser Konsequenzen.

Ich gebe zu, dass das Ganze eher hypothetischen Charakter hat und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein „Beweis“ ist. Aber ich finde es unpassend, solche Überlegungen von vorn herein als „Humbug“ abzutun. Denn es gibt zuverlässige Hinweise, dass elektromagnetische Strahlung einen Einfluss auf Zellmembranen ausübt, was möglicherweise deren Barrierefunktion gegenüber Schadstoffen, vor allem Schwermetallen, unterminiert. Schwermetalle in den Zellen eines sich in der Entwicklung befindlichen Gehirns könnte ein Auslöser für Autismus werden.

Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass Kinder zehnmal mehr Handystrahlung absorbieren als Erwachsene, dann wird diese Möglichkeit als Ursache für Autismus noch wahrscheinlicher.

Ich rate Ihnen, sich dringend mit diesem Thema zu beschäftigen! Mehr dazu auch in meinem Beitrag: Krank durch WLAN, Handystrahlung und Co.

Entgiftung von Schwermetallen und Quecksilber

Quecksilber ist eine neurotoxische Substanz, an der auch eine mit Scheuklappen versehene Schulmedizin nicht vorbeischauen kann.

Das Schwermetall ist bekannt dafür, dass es nicht nur neurologische Störungen verursacht, sondern auch immunologische, sensorische, motorische und verhaltensbedingte Funktionsstörungen.

Dieser gesamte Komplex hat eine auffallende Ähnlichkeit mit der Symptomatik bei Autismus.

Eine der wichtigsten Ursachen für Quecksilber Vergiftungen sind immer noch Amalgam-Füllungen. In meinem Beitrag zum Amalgam gehe ich ausführlich darauf ein.

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Impfungen

Weiter oben hatte ich bereits die Sache mit den Impfungen angesprochen. Und gerade bei den Impfungen wird erbittert gestritten. Dabei sollte man sich einfach mal einige Hinweise, Fakten, Studien und Zahlen ansehen.

Metaanalysen werden von der Schulmedizin besonders gerne als „Beweis“ für die eigene Sichtweise benutzt. Hier ein ähnlicher „Beweis“, der das komplette Gegenteil beweist – der Anstieg der Autismusfälle in Abhängigkeit von Häufigkeit und Anzahl an Impfungen im Verlauf von mehr als 60 Jahren. Wer Statistiken bemüht, die zeigen, dass Impfungen Krankheiten ausgerottet haben, darf nicht die Statistiken ignorieren, die einen Zusammenhang mit dem Aufflammen von anderen Erkrankungen, wie Autismus, zeigen: Theoretical aspects of autism: Causes—A review.

Ich hatte es bereits erwähnt. Die MMR-Impfung ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zumindest mit an der Entwicklung von Autismus beteiligt, auch wenn heute kein Quecksilber mehr in den Vakzinen zu finden ist: MMR-Impfung und Autismus – Also doch! Eine Arbeit aus dem Jahr 2002 hatte bei autistischen Kindern eine Autoimmunreaktion im Zusammenhang mit MMR-Impfungen gefunden, die jedoch bei keinem nicht autistischen Kind gesehen wurde: Abnormal measles-mumps-rubella antibodies and CNS autoimmunity in children with autism.

Aber damit endet noch lange nicht die Liste der möglichen Verdächtigen. Impfseren enthalten eine Fülle an toxischen Substanzen, die alle mögliche Kandidaten für Schädigungen von so jungen Gehirnen sein können.

Dann gesellen sich noch Verunreinigungen dazu (Rotaviren-Impfung – Empfehlung für kostenpflichtige Nebenwirkungen) mit DNA-Fragmenten von anderen Viren. Damit wäre der „rote Teppich“ für eine Reihe von autoimmunologischen Vorgängen und anderen Komplikationen ausgerollt, der nicht nur, aber auch zu Autismus führen kann. Dafür sprechen anfängliche Erfolgsmeldungen mit dem körpereigenem Protein GcMAF, das die Immunaktivität steigert und so bei der Bekämpfung von Viren hilft. Die Erreger sollen aktiv die Produktion des Proteins im Körper unterdrücken. Die Aufstockung mit GcMAF aus menschlichem Blutplasma kann den Mangel daher kompensieren. Bei Kindern mit Autismus sollen mit dem Protein die Symptome in den Fällen gemildert oder beseitigt worden sein worden sein, in denen Viren als Auslöser infrage kommen. 

Allerdings sind die Injektionen in der EU nicht als Medikament zugelassen. Bei einem Heilversuch in den USA kam es zu Todesfällen. Die Therapie mit den Protein-Präparaten wird daher nicht mehr erwogen. Allerdings lassen die Versuchsergebnisse aus der Vergangenheit den Schluss zu, dass Viren manchmal die Ursache der Erkrankung sein können.

Phthalate und Weichmacher

Zu diesem Thema habe ich ebenfalls bereits einiges geschrieben: Weichmacher – Eine Belastung die man vermeiden kann.

Auch hier scheint es statistische Erhebungen zu geben, die zeigen konnten, dass Kinder, die in einem Haus mit Vinyl-Belag auf den Böden leben, ein doppelt so hohes Risiko haben, fünf Jahre später an Autismus zu erkranken als die Kinder, die in Häusern mit Holz- oder Linoleumböden leben.

Denn Vinyl enthält Phthalat, der aber nicht nur in diesen speziellen Böden enthalten ist, sondern in einer Reihe von für die „Zivilisation“ typischen Produkten des täglichen Lebens.

Hier besteht der Verdacht, dass die Eigenschaft des Phthalats als östrogenartige Substanz zu einer hormonellen Störung von kleinen Kindern und Ungeborenen führen kann, was sich wiederum auf die Entwicklung des Gehirns von Kindern und Ungeborenen auswirkt.

Glyphosat

Ein weiterer Verdächtiger, der als Verursacher von Autismus in Frage kommt, ist das Herbizid Glyphosat. Das Toxin ist ein Schrotschuss auf alle grünen Pflanzen, außer diejenigen, die durch gentechnische Manipulation dagegen resistent sind.

Beides, Glyphosat und die dagegen unempfindlichen Kultursorten, liefert der Agrar-Konzern Monsanto. Nach Verlautbarungen des Herstellers soll das Ackergift für Menschen ungefährlich sein, weil es einen nur bei Pflanzen vorkommenden Stoffwechsel-Prozess blockiert.

Nicht bedacht (oder weggeschaut) haben die Biochemiker dabei, dass auch viele Mikroorganismen diesen “Shikimisäure-Weg“ nutzen und daher von Glyphosat ebenfalls abgetötet werden. Dieses Schicksal ereilt natürlich auch unsere Symbionten auf der Haut und im Darm, wo sie für uns lebenswichtige Dienste leisten. Und deswegen ist es nur nicht sehr wahrscheinlich, sondern sicher, dass Glyphosat die menschliche Gesundheit schädigt.

Dass Glyphosat auch für den rasanten Anstieg der Autismus-Fälle verantwortlich ist, meint Dr. Stephanie Seneff vom Massachusetts Institute of Technology. Sie hat die wachsenden Anwendung von Glyphosat mit den Fallzahlen der Erkrankung von 1993 bis 2010 verglichen (Glyphosate - The New Bogeyman). Beide Kurven passen derart übereinander, als seinen sie quasi durchgepaust. Im Untersuchungszeitraum stieg die Inzidenz von Autismus um mehr als das Zehnfache.

Bei US-Amerikanern ist die Konzentration des Herbizids im Urin und der Muttermilch (!) zehnmal höher als bei Europäern. Schon daran zeigt sich, woran das enorme Autismus-Problem in den USA liegen könnte. Untersuchungen an Kühen dokumentieren, in welchem Ausmaß sich Glyphosat im Säuger-Organismus akkumuliert. Das Herbizid wird nicht nur im Kot und Urin ausgeschieden, sondern sammelt sich bei den Tieren in der Leber, den Nieren und den Lungen an. Die Konzentrationen nehmen parallel zu den Mengen im Futter zu. Die Arbeiten von Monika Krüger belegen auch, dass chronisch kranke Menschen immer auch höhere Glyphosat-Kontaminationen ausweisen (Detection of Glyphotate Residues in Animals and Humans).

Cell Danger Response (CDR)

Cell Danger Response (CDR) ist ein Prozess, den Dr. Robert Naviaux von der UC San Diego School of Medicine postuliert. Der Professor für Medizin und Pathologie vermutet, dass Zellen mit diesem Schutz-Mechanismus auf chemische, physikalische oder biologische Stressoren reagieren. Weichensteller dafür ist der Purinrezeptor in der Zellmembran, der auf Adenosin und dessen phosphorylierte Abkömmlinge anspricht. Diese wiederum sind die wichtigsten Überträger von Stoffwechselenergie. Anhand der Regelgrößen (Adenosin, AMP, ADP, ATP) können die Zellen mithilfe ihrer Purinrezeptoren Krisenlagen erkennen.

Erfolgt ein entsprechender Reiz, passen die Zellen ihren Stoffwechsel an, damit keine Überforderung und keine Schäden eintreten. Im Zuge des Prozesses kommt es zu einer Unterversorgung der Nervenzellen mit Energie. Der nur kurzzeitige Zustand darf deshalb auf keinen Fall länger bestehen bleiben. Doch genau das soll nach Meinung von Dr. Naviaux besonders in der frühen Kindheit und sogar bei Föten passieren können. Dann kommt es zu einer Fehlentwicklung des Gehirns (sciencedirect.com/science/article/pii/S1567724913002390).

So können verschiedene neurodegenerative Erkrankungen entstehen, unter anderem auch Autismus. Naviaux schlägt vor, die chronifizierte Cell Danger Response medikamentös rückgängig zu machen, um Autismus zu behandeln. Dazu geeignet sind Antipurinergika, die die Purinrezoptoren beeinflussen und den Alarmzustand der Zellen beenden.

Zu diesen Wirkstoffen gehört Suramin, ein Analogon des Azofarbstoffes Trypanblau. Seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts wird das Mittel als Antiparasitikum verwendet. Naviaux testete Suramin mit einer einzigen Injektion bei 10 Autismus-Patienten im Alter zwischen 5 und 14 Jahren. Nach spätestens 2 Wochen verbesserten sich die Leitsymptome der Jungen. Die Patienten zeigten höhere Sprach-Kompetenz und waren sozial aufgeschlossener, während stereotyp-chronisches Verhalten zurückging. Die Studie ist vielversprechend und sollte durch weitere, großangelegte Studien untermauert werden (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/acn3.424).  

Fazit

Autismus ist mit einiger Wahrscheinlichkeit eine von den „Errungenschaften der Zivilisation“ verstärkte Erkrankung, bei der die Schulmedizin mit ihren mehr als fragwürdigen Ansichten und Praktiken maßgeblichen Beitrag leistet.

Symptomatisch dafür ist auch das hartnäckige Verweigern von Ansichten und Beiträgen, die zur Ursachenanalyse beitragen.

Immerhin trägt dies dazu bei, dass die Flut an Neuerkrankungen steigt und das Geschäft mit dieser Krankheit auf lange Zeit als gesichert anzusehen ist.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 1.10.2018 aktualisiert.

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