Einfache, aber gut wirksame Methoden der Nasenspülung

Zwischen dem zweiten bis vierten Schwangerschaftsmonat werden beim Fötus die Nasennebenhöhlen in Form von Ausstülpungen der Nasenschleimhaut angelegt. Aber erst lange nach der Geburt geht deren Entwicklung wirklich weiter.

Ungefähr im sechsten Lebensjahr beginnt die zweite Dentition, die einem stärkeren Wachstum der Nasennebenhöhlen gleichzusetzen ist. So richtig abgeschlossen ist deren Entwicklung erst nach der Pubertät.

Die Nasennebenhöhlen sind paarig angelegt. Ihr eigentlicher Zweck besteht in einer deutlichen Oberflächenvergrößerung. Eingebettet im respiratorischen Epithel befinden sich eher spärliche Schleimdrüsen. Gemäß der anatomischen Position und Ausprägung wird die Einteilung so vorgenommen:

  • Stirnbeinhöhle
  • Kieferhöhle
  • Keilbeinhöhle
  • Siebbeinzellen

Sie alle haben ihre eigenen Zugänge zu den Nasengängen. Wegen der Nähe zu den Zahnwurzeln, zu den knöchernen Augenhöhlen (Orbita) und zum Gehirn können Erkrankungen in diesen Bereichen besonders folgenschwer sein. Als Beispiel sei eine Entzündung der Siebbeinzellen angeführt, die sich leicht als Meningitis auf das Gehirn oder als retrobulbärer Abszess in die Orbita ausweiten kann.

Zahngranulome irritieren indes gern die Kieferhöhle, die sich nun mal in großer Nähe zu den Wurzeln der ersten Molaren und zweiten Prämolaren befindet. Hinzu kommt noch, dass ihr Zugang zum mittleren Nasengang (Hiatus semilunaris) eben nicht die tiefste Stelle der Kieferhöhle darstellt mit der Folge, dass es hier leicht zu Sekret-Stauungen kommt.

Das Darmepithel und das respiratorische Epithel gehen aus demselben Keimblatt, dem Entoderm, hervor. Daher ist es grundsätzlich naheliegend, stets die bestehende Beziehung zwischen erkrankten Nebenhöhlen und einem gestörten Darm im Auge zu haben.

So sehen das auch Dr. Rau und Dr. Werthmann. Sie werden nicht müde, immer wieder die Zähne oder die Nasennebenhöhlen als mögliche Störfaktoren bei Darmerkrankungen zu verdächtigen. Daher ist unbedingt darauf zu achten, dass es in dem komplexen „Höhlensystem“ zu keinem Sekret-Stau, sondern stets zu ausreichender Exkretion im Reckeweg‘schen Sinne kommt.

Wegen der mehr oder weniger ausgeprägten Beladung mit Stäuben aus der Atemluft muss dafür Sorge getragen werden, dass das Sekret nicht zu viskos wird. Und genau dies lässt sich sehr gut mit Nasenspülungen beziehungsweise mit der Nasenlavage steuern. Unter einer guten Anleitung kann das jeder selbstständig vornehmen.

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Durchführung der Nasenlavage

In den fernöstlichen Kulturen sind Nasenspülungen gang und gäbe, da sie eine sehr einfache, aber effektive Therapie ohne jegliche Nebenwirkungen darstellen, ganz abgesehen davon, dass sie auch noch erfreulich kostengünstig sind. Versuchen Sie mal, die Flüssigkeit direkt aus der hohlen Hand einzuschniefen. Falls Ihnen das auch nach einigem Üben nicht gelingen mag, können Sie sich mit einer Nasendusche behelfen.

Was Sie damit erreichen, ist, dass die Nasenschleimhäute von festsitzendem Schleim und Sekret befreit werden. Das ist deshalb wichtig, weil solche alten Sekrete einen willkommenen Nährboden für Erreger aller Art darstellen. Zudem werden dadurch auch Fremdkörper wie Stäube oder körpereigene Mediatoren entfernt und sich anbahnende Entzündungsvorgänge abgebrochen. Durch die damit einhergehende bessere Durchblutung kann sich das Epithel viel besser regenerieren, was wiederum die Abwehrkräfte deutlich heraufsetzt.

Gerade für Allergiker sind Nasenspülungen dringend zu empfehlen, weil dadurch immer wieder die Entzündungsmediatoren, die die Rhinitis auslösen und befördern, ausgespült werden können. Als Spülflüssigkeit nehmen Sie Leitungswasser, dem Sie gegebenenfalls noch bestimmte Salze zusetzen, und zwar in einer isotonischen Konzentration.

Als gute, altbewährte Methode gelten nach wie vor die Kamillen-Dampfbäder über einer ausreichend dimensionierten Schüssel und dem großen Handtuch über dem Kopf. Dabei können in sehr geringen Mengen ätherische Öle verwendet werden, zum Beispiel aus Eukalyptus, aus der Fichte, der Kiefer oder aus Pfefferminz, um den geschwollenen Schleimhäuten bei Sekret-Stau zu helfen. Allerdings sollten Sie diese pflanzlichen Öle auf keinen Fall mit homöopathischen Heilmitteln kombinieren.

Eine besonders gründliche Bereinigung der Nebenhöhlen wird durch die Nasenlavage nach Dr. Konrad Werthmann erzielt, siehe dazu auch seinen „Ratgeber für Allergiker und chronisch Kranke“. Auf diese Weise werden alle verwinkelten Zugänge der Nebenhöhlen erreicht, was besonders wichtig ist, wenn Sekrete beispielsweise mit SANUM-Präparaten gelöst werden sollen.

Vor der Behandlung muss eine Lösung der folgenden Zusammensetzung vorbereitet werden:

  • NOTAKEHL D5 Tropfen – 2 ml
  • Mucosa comp. (Heel) – 2,2 ml
  • FORMASAN Amp. – 2 ml
  • Physiologische Kochsalzlöung – 10 ml
  • Traumeel Amp. – 2,2 ml (optional)

Der Patient befindet in der Weise auf einer Liege, dass sein Kopf darüber hinausragt, um sozusagen im Schoß des am Kopfende sitzenden Therapeuten zu ruhen. Die Nasenspitze ist also zur Zimmerdecke gerichtet. Der Therapeut träufelt nun zwei bis fünf Tropfen der vorbereiteten Lösung in jedes Nasenloch, am besten immer abwechselnd.

Achten Sie darauf, dass die Lösung sehr langsam jeweils am Nasenseptum entlang rinnt. Es hat sich bewährt, den Kopf des Patienten dabei sachte hin und her zu wiegen, um die Flüssigkeit in den Höhlen gut zu verteilen. Dieser Vorgang kann durchaus bis zu zehn Minuten dauern. Natürlich kann der Patient diese Behandlung auch selbst zu Hause durchführen oder einen Verwandten oder Freund damit beauftragen.

Geschwollene Schleimhäute und aufgestaute Sekrete lassen sich ebenfalls sehr gut mit folgenden Tees therapieren:

  • Kamille
  • Anis
  • Blüten der Königskerze
  • Schlüsselblume
  • Thymian (besonders empfehlenswert)

Wenn Kinder unter Sinubronchitis (Schnupfen und Husten) leiden, haben sich Brustwickel mit Thymiantee sehr gut bewährt, weil dabei die ätherischen Öle des Thymians eingeatmet werden.
Warme Fußbäder mit ätherischen Ölen oder zwei bis drei Esslöffel Senf regen die Nasensekrete recht effektiv zum Laufen an.

Bei Colitis ulcerosa handelt es sich um eine Entzündung der Darmschleimhaut, die meistens sogar mit Geschwüren (Ulzerationen) verbunden ist. Dr. Werthmann empfiehlt in dieser Situation dringend die Behandlung einer Sinusitis.

Er schwört dabei darauf, die isopathischen SANUM-Mittel mit anderen Therapeutika zu kombinieren, um auf diese geniale Weise auf Antibiotika oder Kortison verzichten zu können und eine wirkliche Heilung herbeizuführen.

Quelle: https://www.semmelweis.de/images/downloads/SANUM-Post/52/nasenlavage.pdf

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