Hautpflege
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Die Haut weist in ihren Schichten unterschiedliche Zellstrukturen auf, wie z.B. Gefäße, Nerven, Drüsen (z.B.
Talg) und Haarwurzeln.
Für das Erscheinungsbild unserem Umfeld gegenüber ist besonders die Oberhaut verantwortlich. Diese ist permanent
äußeren Einflüssen (z.B. der Sonnenstrahlung, Heizungsluft) ausgesetzt.
Daneben beeinflussen das Alter (der Alterungsprozess beginnt von Geburt an), die Konstitution, die psychische
und physische Belastung, die Ernährung, die Flüssigkeitsaufnahme sowie verschiedene
Krankheiten den Hautzustand und das Aussehen.
Wie die Haut beschaffen ist lässt sich vor allem im Gesicht erkennen. Während der übrige Körper meist von
Kleidung bedeckt ist, gilt das Gesicht als Spiegel der Befindlichkeit, welcher dem Umfeld präsentiert wird und kaum
zu verbergen ist.
Die kosmetische und die medizinische Industrie bieten eine Fülle von Präparaten an, die der Hautpflege dienen
und vor allem der Hautalterung entgegenwirken sollen. Diese sind zum Teil den
unterschiedlichen Bedürfnissen, dem jeweiligen Hauttyp sowie den verschiedenen Körperpartien angepasst oder dienen
der Behandlung von Hautkrankheiten.
Bei gesunden Menschen lassen sich fünf verschiedene Hauttypen differenzieren:
- Die als normal gekennzeichnete Haut weist einen ausgeglichenen Fett- und
Feuchtigkeitshaushalt auf, ist geschmeidig und glatt, gut durchblutet und rosig in der Farbe.
- Bei einer trockenen Haut ist meist die Talgproduktion
der Drüsen herabgesetzt. Das Fettgewebe ist nur gering ausgeprägt, die gespeicherte Feuchtigkeit wird rasch
entzogen und führt zu einem spröden, rissigen und zum Teil schuppigen Hautbild. Die Färbung variiert zwischen
einem blassen oder fahlen Ton, Falten bilden sich schneller. Vor allem Gelenkflächen (Ellenbogen, Knie) oder
auch Hände und Füße (besonders stark beanspruchte Areale) neigen bei unzureichender Pflege zur
Trockenheit.
- Liegt eine Überproduktion der Talgdrüsen vor, erscheint die Haut glänzend bzw. fettig
oder ölig. Die Ablagerungen auf der Haut führen rasch zu einem Verstopfen der Hautporen, wodurch diese im
Verlauf größer und unebener werden. Die Haut neigt hierdurch zu Unreinheiten und Rötungen (durch entzündliche Prozesse), es bilden sich kleine Erhebungen oder Mitessern.
- Die empfindliche Haut ist besonders anfällig gegenüber Einflüssen von außen (meist
auch von innen, z.B. durch den Genuss scharfer Speisen). Jede Form von Veränderung, z.B. Wechsel der
Waschlotion, führt zu Reizungen, Rötungen oder auch wunden Hautarealen. Die empfindliche Haut lässt sich
vielfach nicht von allergischen Reaktionen abgrenzen.
- Die zuvor beschriebenen Hauttypen liegen nicht immer in Reinform vor, sondern können auch in Kombination
auftreten. Die Mischhaut ist meist gekennzeichnet durch Hautareale, die eher zur
Trockenheit (z.B. die Wangen oder Unterschenkel) neigen sowie Flächen, die ölig oder fettig sind (z.B. die
Stirn, das Kinn oder das Dekolleté).
Eine gute Hautpflege dient zur Unterstützung der Regulation (Zellerneuerung, Regeneration) und stärkt
den Hautmantel.
Bereits im Kleinkindalter (auch Säuglinge) wird auf Cremes und Lotionen zurückgegriffen, die dem Schutz vor
Wunden und Reizungen dienen. Das Tragen von Windeln stellt einen meist luftdicht verschlossenen Raum dar, der einen
guten Nährboden für Keime bietet und durch Körperausscheidungen gefördert wird.
Hautpflege ist in jedem Alter wichtig. Zum Teil lassen sich Alterungsprozesse verlangsamen (im Alter nimmt unter anderem die Elastizität der
Kollagenfasern ab), das Hautbild klären und glätten, Reizungen mildern oder trockene Hautpartien beseitigen. Und
auch die zur Überproduktion von Talg neigende Haut bedarf, ganz im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Meinung,
der Pflege.
Das Hautbild kann auch durch (sowohl innere als auch die Haut selbst betreffende) Erkrankungen verändert sein.
Hier bedarf es der medizinischen Abklärung, um gezielt behandeln und pflegen zu können. Vielfach wird dabei auf
medikamentenhaltige Präparate (z.B. Cortison) zurückgegriffen.
Allergische Reaktionen der Haut sind weltweit zunehmend, ebenso die
verschiedenen Hautveränderungen, die unter dem Sammelbegriff Neurodermitis zusammengefasst werden.
Eine Bettlägerigkeit oder Immobilität fördert das Wundliegen (Decubitalgeschwür). Besonders betroffen ist die
Haut an prominenten Knochenvorsprüngen (sehr dünner Hautmantel), am Gesäß und auch an den Ohren. Durch den
permanent ausgeübten Druck auf das betroffene Hautareal wird die Durchblutung beeinflusst, die Haut somit
minderversorgt. Es bilden sich Geschwüre, die zum Teil zu einem Verlust des betroffenen Hautanteils (oder auch des
darunter liegenden Gewebes) führen. Neben dem regelmäßigen Umlagern der betroffenen Person können die Durchblutung
fördernde und den Hautmantel geschmeidig haltende Präparate angewandt werden.
Besondere Obacht sollte man bei nicht verheilenden Wunden haben. Diese
vermehrt am Unterschenkel entstehenden Störungen verhalten sich meist resistent gegen Cremes und Lotionen auf
Heilbasis und können z.B. Anzeichen einer weitgreifenden Durchblutungsstörung oder auch eines Diabetes
mellitus sein.
Und auch Hauterkrankungen wie z.B. Pilzinfektionen, Ekzeme oder die Schuppenflechte (Psoriasis) sollten nicht ohne medizinische Abklärung behandelt
werden.
siehe auch folgende Themen: Augenringe - Akne - Dermatosen - Gürtelrose - Haarprobleme - Hautprobleme (allgemein)
- Hautalterung - Hautpilze - Hühneraugen -
Kopfläuse - Leberflecke - Nagelbettentzündung - Nagelpilze - Narbenprobleme - Schuppen - Sonnenbrand - trockene Haut -
Tränensäcke - Warzen - wildes Fleisch

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Hautpflege in Frage kommen.
Bei Hautpflege denkt man zunächst immer an Cremes und Salben. Bevor man sich für eine Creme entscheidet empfehle
ich einige Kriterien zu beachten.
Die kosmetische Industrie verspricht bei ihren beworbenen Produkten eine Vielzahl an Wirkungen, die nicht immer
zum gewünschten Ergebnis führen und zum Teil das Hautbild sogar negativ beeinflussen können, weshalb eine gute
Beratung wichtig ist. (Das war jetzt sehr diplomatisch ausgedrückt.)
Zunächste variieren die Präparate in der Konsistenz. Cremes sind besonders fest und streichfähig, Lotionen oder
auch die Körpermilch dagegen eher flüssig. Daneben werden Gele, Lotionen, Öle, Emulsionen (Mischung aus Wasser und
Öl) oder auch Balsame angeboten. Im Winter bewährt sich eine Pflege, die vermehrt Fette beinhaltet, wässrige
Substanzen können durch Kälteeinfluss die Haut zusätzlich austrocknen. Generell gelten Hautpflegeprodukte mit einem
hohen Fettanteil (auf natürlicher Basis) als besonders wirkungsvoll. Zusätze wie z.B. Hyaluron- oder Milchsäure
dienen der Feuchtigkeitsregulierung, unterstützend sind unter anderem auch Vitamin A, C und D sowie z.B. Harnstoff.
Körperöle auf pflanzlicher Basis sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Hautpflege, bedingt durch ihren
fettlöslichen Charakter. Zusätze wie ätherische Extrakte oder Vitamine unterstützen den positiven Effekt.
Die häßlichen Seiten der Hautpflege-Produkte
Hautpflegemittel sollten frei von Konservierungsstoffen sein (wodurch sie nur begrenzt haltbar sind).
Formaldehyd z.B. steht im Verdacht, krebsauslösend zu sein, daneben scheinen vor allem Allergien gefördert zu
werden.
Im Idealfall sind keine Duftstoffe enthalten, der pH-Wert bleibt unverändert und das Produkt weist eine
ausreichende Testung auf.
Wissenswerte und aktuelle Informationen hierzu werden regelmäßig in den verschiedenen Medien veröffentlicht,
z.B. dem Magazin "Öko-Test".
Dabei zeigt sich auch regelmäßig unter anderem, dass nicht immer die teuerste Hautpflege auch die beste ist. Und
die beste Hautpflege betreibt immer noch die Natur.
Wer übertrieben reinlich ist, dessen Haut schuppt nur noch stärker, infiziert sich schneller. Deswegen sollte
Haut nur nach Bedarf gepflegt werden. Ich weiß, dass das für Betroffene oftmals nicht leicht ist, aber es lohnt
sich.
Neben den Cremes, Salben und Lotionen kommen noch andere Varianten in Frage. Auf einige davon gehe ich in
folgender Tabelle kurz ein:
| Ernährung |
Es klingt vermutlich banal, aber Sie kennen sicher das Sprichwort: "Wahre
Schönheit kommt von innen."
Nun in Bezug auf die Haut und die Hautpflege stimmt dies mit Sicherheit.
Versuchen Sie Ihre Ernährung insgesamt auf eine gesunde
Ernährung umzustellen.
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| Heilpflanzen |
Gute Erfahrungen liegen mit folgenden Heilpflanzen vor: Avocadoöl, Jojobawachs, süße
Mandeln, Weizenkeimöl
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| Medizinische Massagen |
Massagen unterstützen Blutzirkulation,
Stoffwechsel und Lymphfluss und sind in diesem Sinne auch eine
Hautpflege.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüssler-Salze |
Empfindlichkeit gegen Sonne: Calcium phosphoricum,
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 7.9.2011 aktualisiert.

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