Husten
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Husten ist ein Reflex, der aufgrund einer Reizung der Luftröhrenschleimhaut ausgelöst
wird.
Ursachen sind Lungenerkrankungen, andere Erkrankungen, sowie chemische, mechanische oder
Temperaturreize.
Ein akuter Husten (unter acht Wochen) tritt bei Schleimhautentzündungen
des Atemtrakts durch Infektionen (z.B. virale Infekte, Keuchhusten), bei allergischer Schleimhautreizung (asthmatischer Husten), beim
"Verschlucken" (Aspiration von Nahrungsmitteln oder Magensaft), bei einer Lungenembolie (Verstopfen eines Blutgefäßes der Lunge durch einen Blutpropf) oder bei
einer Reizgasinhalation auf.
Chronischer Husten (über acht Wochen) entsteht durch eine dauerhafte
Atemschleimhautschädigung (z.B. bei Asthma bronchiale, Passivrauchen), durch eine gestörte Luftzirkulation in den Atemwegen bei angeborenen
Fehlbildungen oder bei chronischen Schleimhautentzündungen (z.B. bei
Mukoviszidose, Immunabwehrstörungen).
Auch eine Refluxerkrankung (=Zurückfließen von saurem Magensaft in die Speiseröhre, Sodbrennen), bestimmte Medikamente (z.B. ACE-Hemmer) oder einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) können einen chronischen Husten
verursachen.
Ein chronischer Husten bei Kindern entsteht häufig durch eine behinderte
Nasenatmung (z.B. durch Nasenschleimhautpolypen) und natürlich bei Bronchialasthma, als auch bei allergischem Asthma.
Auch psychogene Konflikte können einen chronischen Husten verursachen (=psychogener
Husten).
Diagnostisch sollte jeder chronische Husten abgeklärt werden, da eine Tumorerkrankung
(Bronchialkarzinom) ausgeschlossen werden muss.
Sprache der Symptome
Trockener, bellender Husten muss nicht interpretiert werden. Er tönt schon wie trockenes
Bellen. Gibt es etwas, was Sie schon lange jemandem „bellen“ wollten oder
sollten?

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Husten in Frage kommen.
| Aromatherapie |
Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet
werden.
Inhalieren von leicht kochsalzhaltigem Wasserdampf mit Zusatz von ätherischen Ölen wie Fichte,
Rosmarin, Pfefferminze, Eukalyptus.
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| Bachblüten |
Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde.
Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.
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| Ernährung |
Jedes Jahr kommt mindestens eine neue Diät auf den Markt. Warum? Weil keine hält,
was sie verspricht. Es gibt aber eine Kostform (keine Diät!), die seit 30 Jahren besteht. Warum?
Weil sie tatsächlich funktioniert. Es ist die Schaub-Kost, die der Verfasser selbst seit
Jahren befolgt.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
40 ml Huflattich, 20 ml Pestwurz, je 10 ml Thymian,
Königskerze, Fenchel und Sonnenhut.
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| Gemmo-Therapie |
Bis zur Linderung stündlich 1-2 Stösse
Johannisbeer-Knospenmazerat in den Mund sprayen.
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| Orthomolekular-Medizin |
10 - 20 g Vitamin C (Ascorbinsäure) in Wasser auflösen und
trinken, jedoch nicht abends, weil Sie dann vielleicht nicht schlafen können. Vitamin C putscht
auf.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen
akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Homöopathie |
chronisch, bei Erkältungsneigung der Bronchien im Herbst: Teucrium marum D 4
danach
Grindelia robusta D 3
(je vier Wochen im Herbst)
beim Niederlegen: Belladonna D 30
Hyoscyamus D 4
Spongia D 3
Drosera D 3
Aralia racemosa D 4
schmerzhaft: Drosera D 3
Sticta D 4
Aralia racemosa D 4
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| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor:
Knoblauchzwiebel, Pfefferminzöl
Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor: Dostenkraut, Kakaosamen,
Majoranblätter, Pfennigkraut, dreilappige Salbeiblätter
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| Schüssler-Salze |
normaler Husten: siehe auch Entzündung
krampfhaftes Husten: Magnesium phosphoricum D 6, Calcium phosphoricum D 6
Schmerzen in der Brust, leichter Husten: Natrium sulfuoricum D 6
Quälend, trocken: Magnesium sulfuoricum D 6
Trocken ohne Auswurf: Ferrum phosphoricum D 12
trocken rauh: Kalium jod.
trockener Husten Nachts mit morgendlicher Atemnot: Natrium sulfuoricum D 6
trockener Kitzelhusten: Natrium chlor.
bellend: Calcium phosphoricum D 6
lang andauernder Erkältungshusten: Kalium jod.
festsitzender schwer abhustbarer Schleim: Kalium chloratum
Beim leichten Husten - dem Hüsteln, sollte man Silicea verweden.
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
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| Sonstiges aus der Naturheilkunde |
Zwiebelwickel : genügend Zwiebeln fein
hacken, in der Bratpfanne leicht dünsten. Auf ein Gazetüchlein geben und in der nötigen Größe
einschlagen. Etwa ein halbe Stunde einwirken lassen. Nachher die Brust mit warmem Johannisöl
einreiben. Auch Kartoffel- und Ingwerwickel können Linderung bringen.
Achten Sie auf gut durchlüftete Raumluft. Trockene und zu warme Luft verstärkt den Hustenreiz. Die
relative Luftfeuchtigkeit sollte etwa 50% betragen.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 16.08.2011 aktualisiert.

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