Müdigkeit - Erschöpfung
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Müdigkeit – eigentlich ganz normal. Müdigkeit gehört zum Leben – nach einem anstrengenden
Arbeitstag, einer langen Wanderung an der frischen Luft oder auch nach einem warmen Bad fühlt man sich abends müde.
Der Tag ist geleistet, der Körper stellt sich vom Wachsein auf den Schlaf um.
Insoweit ist Müdigkeit zunächst einmal ein gesundes Zeichen einer funktionierenden „inneren Uhr“, die zu einer
angemessen langen Pause oder zum Schlafen aufruft. Wie viel Schlaf übrigens ein Mensch benötigt, um ausgeruht
in den nächsten Tag starten zu können, ist abhängig vom Alter und der allgemeinen Konstitution aber auch vom
persönlichen Ruheempfinden des Einzelnen. So benötigen Kleinkinder bis zu 16 Stunden Schlaf, während sich diese
Zahl beim Erwachsenen reduziert und zum Alter hin immer weiter abnimmt. Dabei spielen körperliche Gesundheit und
ein ununterbrochener Schlafrhythmus wesentliche Rollen.
Doch was, wenn die Müdigkeit bereits kurz nach dem Aufstehen auftritt? Oder wenn sie den ganzen Tag lang anhält,
so dass eine bleierne Schwere, womöglich auch eine Lustlosigkeit aufkommt, morgens überhaupt noch aufzustehen?
Wer trotz einem dem Alter und Lebensumständen angemessenen Schlaf- und Wachrhythmus über häufige
Müdigkeitserscheinungen klagt (womöglich über einen längeren Zeitraum), der fragt sich:
- Wieviel Müdigkeit ist gesund und wo beginnt die Sorge, krank zu sein?
- Bei welchen Symptomen der Müdigkeit sollte ein Arzt hinzugezogen werden?
- Und welche Krankheiten können überhaupt hinter einer lang anhaltenden oder spontan auftretenden starken
Müdigkeit stecken?
Hinter Müdigkeit können sich auch Krankheiten verbergen
Tatsächlich kann bei vielen Erkrankungen eine Müdigkeit als Symptom auftreten. Bei einer leichten Infektion beginnend, bis hin zu schweren Erkrankungen der Leber ist Müdigkeit als Begleiterscheinung möglich.
Daneben kommen auch alle möglichen Erkrankungen (oder gegebenenfalls Befindlichkeitsstörungen) der Psyche
als Auslöser für Müdigkeit in Betracht. So kann eine Depression durchaus das Gefühl
einer körperlichen und seelischen Müdigkeit bewirken. Ebenso kommt hier das sogenannte „Burn-out-Syndrom“ (völliges Ausgebranntsein) zur Abklärung in Frage.
Bei Müdigkeit sollte man auch die Ernährung als Auslöser in Betracht ziehen. Bereits ein einmalig überlastetes
Verdauungssystem kann müde machen. Das kennt sicher jeder: Nach einem viel zu schweren, reichhaltigen Festessen
fühlt man sich häufig die nächsten Tage träge und müde. Wer sich ständig falsch ernährt, kann also auch unter einer
ernährungsbedingten Müdigkeit leiden. Hier kann eine leichte Regulierung der Ernährung, sowie evt. die Gabe einer
basischen Mineralstoffmischung (zum Ausgleich des Säure-Base-Haushalts) Abhilfe bringen.
Allerdings muss bei einer lange gestörten Verdauung, immer auch an eine chronische Darmerkrankung gedacht werden. Diese sollte rechtzeitig in Betracht gezogen und abgeklärt
werden.
Bei den ernährungsbedingten Auslösern für Müdigkeit sollte auch die Möglichkeit einer Unterversorgung mit
bestimmten Stoffen (z.B. Eisenmangelanämie, Vitaminmangel oder Mineralstoffmangel) nicht vergessen
werden.
Selbst ein aus dem Lot geratenes Immunsystem an sich, sei es durch einen Infekt oder zum Beispiel nach einer
Medikamenten-Einnahme (z.B. Antibiotika) kann Müdigkeit verursachen. Hier kann man dem
Immunsystem durch eine sogenannte „Darmsanierung“ (Einnahme von Probiotika, welche die Darmflora günstig beeinflussen) wieder auf die Beine helfen.
Und: Es gibt tatsächlich auch so etwas wie echte „Schlafkrankheiten“: so zum Beispiel ein
„chronisches-Fatigue-Syndrom“ (CFS), manchmal auch „chronisches-Müdigkeits-Syndrom“ (CMS) genannt. Für dieses
Syndrom hat die Forschung noch keine Ursache gefunden, es wird jedoch eine Virusinfektion vermutet.
Besonders auch während einer Krebsbehandlung sprechen Ärzte bei großer Müdigkeit des Patienten von CFS – dies
könnte damit zusammenhängen, dass z.B. während einer Chemotherapie die Immunabwehr
herabgesetzt ist und der Patient dadurch anfälliger für das (noch unbekannte) Virus wäre.
Ebenso können schwere Erkrankungen wie z.B. Krebs, Lebererkrankungen wie z.B. die Hepatitis, Schilddrüsenunterfunktion, Abhängigkeitserkrankungen und viele mehr, selbst eine
Müdigkeit bewirken.
Bei plötzlich auftretendem, unbezähmbaren Schlafbedürfnis, vor allem dann, wenn ein fehlender Muskeltonus
hinzukommt (plötzlich die Muskeln erschlaffen), muss immer auch an die Möglichkeit einer Narkolepsie gedacht
werden. Diese schwere Erkrankung ist extrem selten und tritt (ähnlich der Epilepsie)
anfallsweise auf. Die Anfälle können sich jedoch unbehandelt, viele Male täglich wiederholen. Damit stellt diese
Erkrankung eine massive Hinderung dar, einen normalen Tagesrhythmus aufrechtzuerhalten.
Auf jeden Fall sollten Menschen mit schweren Müdigkeitserscheinungen unbedingt – insbesondere, wenn diese
plötzlich auftreten – bei Gebrauch von gefährlichen Maschinen, sowie im Straßenverkehr sehr achtsam sein.
Naturheilkundliche Betrachtungen
Müde sein, erschöpft sein passt nicht in unser heutiges Wirtschaftssystem. Honoriert wird nur
Leistung, Tempo und Erfolg. Bezahlen tun wir alle dafür, die einen etwas früher (wo noch etwas zu retten
ist), andere später, wenn es sowieso zu spät ist. Unsere Krankenhäuser sind voll davon.
siehe auch: Allergie - Heißhunger - Stoffwechselprobleme
Mehr auch unter:
- Chronisch Müde und Abgeschlagen?
In diesem Grundsatzbeitrag betrachte ich die wichtigsten Erschöpfungstypen.
- Burn-out - eine häufige aber schwierige Diagnose
Die Betriebskrankenkassen schätzen, dass in Deutschland ca. 9 Millionen Menschen unter dem sog. Burnout-Syndrom
leiden. Nach neuesten Erkenntnissen, die in einem neuen HTA- Bericht (Health Technology Assessment)
veröffentlicht wurden, gibt es bei der Differenzial-Diagnose der Erkrankung große Probleme.
Eine kleine Geschichte...
In einer kleinen Oase trifft ein Beduine auf einen Scheich mit seinem wunderschönen
Araber-Hengst. Der Beduine fragt: „Warum sitzt Du hier unter der Palme, statt auf deinem edlen Pferd zu
reiten?“ Antwortet der Scheich: „Ich bin lange Zeit sehr schnell geritten und nun warte ich hier, bis mich
meine Seele wieder eingeholt hat.“
Sprache der Symptome
Müdigkeit und Leistungsschwäche wollen uns zeigen, dass es an der Zeit ist, Körper und Seele
ausruhen zu lassen, um neue Kraft zu schöpfen. Lassen wir dieses Signal unbeachtet, zwingt uns der Körper
früher oder später zu einer Pause. Es liegt ganz bei uns, respektive unserem
Ego.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Müdigkeit helfen können.
Stimulantien wie Koffein oder andere "Aufputschmittel" sind keine Lösung. Im Gegenteil: diese verschlimmern das
Problem auf Dauer nur noch.
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AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
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Diese Therapieform
ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre,
wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
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Ernährung
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Die Ernährung spielt eine
große Rolle. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, glauben Patienten es meistens nicht und wollen
sich von ihren lieb gewonnen Speißen nicht trennen. Ich sage da nur: Wer nicht will, der hat
schon.
Hier meine ganz allgemeinen Empfehlungen:
Meiden Sie vor allem Zucker- und Weißmehlprodukte, sowie Soja und Eier, aber
auch Schweinefleisch in jeder Form (auch Würste).
Ebenfalls meiden sollten Sie Milch. Mehr dazu auch in
meinem Beitrag: Milch - Ein gesundes Lebensmittel?
Lebensmittelunverträglichkeiten und Lebensmittelallergien sind ein verbreitetes Problem. Häufige Allergene sind: Haselnüsse, Erdnüsse und Paranüsse. Diese sollten Sie grundsätzlich nicht
essen.
Auch einige Früchte sind häufig problematisch: Bananen aus konventionellem Handel (!)
und Kiwis.
Auch viele Käsesorten können Probleme bereiten: Emmentaler, Schweizer Käse, Parmesan,
Cheddar, Gouda, Mozarella, Camembert, Ziegenkäse.
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| Heilpilze |
Reishi ist ein erstaunlicher Heilpilz mit einem sehr breiten
Wirkungsspektrum.
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HILDEGARD VON BINGEN
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Gerstenbad: Kochen Sie 1
kg Gerste 20 Minuten lang in 4 Liter Wasser. Den Extrakt geben Sie ins Badewasser. Baden Sie 2-3
mal wöchentlich 20 Minuten lang bei 38ºC.
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Medizinische Massagen
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Bei einer klassischen
Massage oder Manuellen Lymphdrainage können Sie Körper, Geist und Seele „baumeln“ lassen.
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Orthomolekular-Medizin
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Vitalstoffdefizite
sollten geprüft und ausgeglichen werden. Ein evtl. Vitamin-B-Mangel sollte ausgeglichen
werden.
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Säure-Basen-Haushalt
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Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Störfelder |
Tote Zähne stören
grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen können bedenklich sein. Sie sollten
sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen. Wenn Sie unter besonderen
Beschwerden bei Wetterwechsel leiden, finden Sie weitere Informationen in meinem Beitrag
Wetterfühligkeit.
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Sonstiges
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Eine Qi-Gong-Übung (heißt
Pfeil und Bogen): Aufrecht stehen, Füße parallel hüftbreit auseinander. Arme und Kopf hängen
lassen, dreimal tief ein- und ausatmen. Beim nächsten Einatmen aufrichten, rechten Arm seitlich
strecken, linken Arm vor der Brust anwinkeln, so als ob Sie einen großen Bogen anheben und
spannen wollen. "Pfeil" abschießen - ausatmen, Arme sinken lassen und die gleiche Übung beim
Einatmen zur anderen Seite wiederholen. Diese Übung machen Sie fünf mal auf jede
Seite.
Die
fünf Tibeter helfen auch.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 17.9.2011 aktualisiert.

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