Psoriasis (Schuppenflechte)
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Die Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine nicht-infektiöse
Hautkrankheit. Sie tritt meist entweder vor dem 30.
Lebensjahr oder um das 50. Lebensjahr auf. Die Betonung liegt auf "nicht-infektiös":
nicht ansteckend.
Weil der "Anblick von Hautkrankheiten und Schuppen (ansteckend oder nicht), anderen Gästen
nicht zugemutet werden könne", konnten Patienten mit Schuppenflechte tatsächlich bis zum Jahr 2006 des Schwimmbades
verwiesen werden. Die deutsche Badeordnung wurde nämlich erst im Jahr 2005 (auf Initiative des
Psoriasis-Bundes) geändert.
Solche Ausgrenzung und die "Blicke" sind für viele Betroffene das Schlimmste. Das psychische Leid der
Patienten kammt an das von Herzkranken und Krebskranken heran; mit einem Unterschied: die meisten
Psoriasis-Patienten leiden von Jugend an.
Symptome und Verlauf der Schuppenflechte
Typisch ist das schubweise Auftreten von scharf begrenzten, punkt- bis handtellergroßen,
manchmal stark geröteten, manchmal juckenden und mit lockeren silberweißen Schuppen bedeckten
Hautstellen.
Diese Hautveränderungen kommen üblicherweise an den Streckseiten der Arme und Beine (vor allem
Knie und Ellenbogen), am Kopf, am unteren Rücken und der Analfalte und an den Händen vor. Auch typisch ist
die Mitbeteiligung der Fingernägel, die als Ölnägel (gelb verfärbt) oder Tüpfelnägel (Grübchen der
Nageloberfläche) auftritt.
Die Psoriasis gilt in der Schulmedizin als "genetisch bedingt". Ein Psoriasis-Schub kann durch
mechanisch-physikalische Faktoren (z.B. Kratzen, enge Kleidung), infektiös-neoplastisch (z.B. grippaler Infekt, Krebsleiden), durch Medikamente (z.B. beta-Blocker) oder saisonale Faktoren (im
Sommer Besserung durch höhere UV-Einstrahlung) ausgelöst werden. Seltener kommt es auch zu einer sog. Psoriasis-Arthritis. Die Psoriasis Arthritis führt neben den typischen Anzeichen der
Schuppenflechte auch zu einem Befall der Gelenke.
In der erkrankten Haut läuft eine Entzündungsreaktion ab, die bewirkt, dass sich der
Zellzyklus der hautbildenden Zellen (Keratinozyten) beschleunigt. Durch diese erhöhte Aktivität werden nach
ca. 3-4 Tagen viele unverhornte Schuppen abgestoßen.
Wichtig zu wissen: Psoriasis ist nicht ansteckend! Es gibt also keinen Grund, diese Menschen
zu meiden.
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Sprache der Symptome
Die Haut ist unsere äußerste Schicht, mit ihr stehen wir im Kontakt mit der Umwelt. Mit ihr
grenzen wir uns ab. Psoriasis-Patienten zeigen, dass sie damit ihre Mühe haben. Sie schaffen sich einen
Panzer, ähnlich der Schildkröte.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Schuppenflechte in Frage kommt.
Das die Psoriasis eine Autoimmunerkrankung ist, hat die Schulmedizin ebenfalls entdeckt und seitdem die Therapie verbessert. In der
Naturheilkunde haben wir schon seit langem auf das körpereigene Immunsystem und die Anregung der
Selbstheilungskräfte gesetzt.
| Autogenes Training |
Vor allem stressbedingte Verschlechterungen sprechen gut auf Autogenes Trainining an.
Aber auch Besserungen an der Haut lassen sich beobachten.
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Bachblüten
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Bachblüten lösen
keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer Lösung näher.
Häufig ist bei der Psoriasis die Bachblüte Rock Rose angezeigt.
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Ernährung
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Ich rate bei
Psoriasis generell seine Ernährung zu überdenken. Tierisches Eiweiß sollte reduziert werden und am
besten kein Schweinefleisch mehr (vor allem wegen der Arachidonsäure).
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HILDEGARD VON BINGEN
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Maulbeerblätter:
eine Hand voll Maulbeerblätter in einem Liter Wasser 3 Minuten gut auskochen. Mit dem entstandenen
Tee die juckenden Hautstellen waschen oder darin baden. Sie können auch eine Kompresse machen und
nach einer Stunde erneuern. Sie können auch den Maulbeerblätter-Tee in der Sauna auf den Steinen
verdampfen lassen und so inhalieren.
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| Heilfasten |
Da Heilfasten generell fast alle Entzündungsprozesse positiv beeinflussen kann, rate
ich durchaus dazu. Vor allem kann das Heilfasten dann dazu dienen, danach die Ernährung zu prüfen
und umzustellen.
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| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor:
Birkenteer, Jojobawachs, Lebensbaumkraut, Loorbeerblätter, Mahoniarinde, Nachtkerzenöl,
Paprikafrüchte, Sasaparillenwurzel
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| Homöopathie |
Erwähnt werden muss natürlich die klassische Homöopathie. Ich rate hier zu einer sog.
"konstitutionellen Behandlung". Diese kann sich über mehrere Monate ziehen. Hierzu sollten Sie sich
einen erfahrenen Homöopathen Ihres Vertrauens suchen.
Berberis vulgaris D3
Pulsatilla D4
Rhus toxicodendron D30
Graphites D6
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Orthomolekular-Medizin
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Empfohlene
Tagesdosis:
Vitamin A:
50.000 - 100.000 IE; hohe Vitamin-A-Dosierungen nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen. Senken
Sie, sobald eine Besserung eintritt, die Dosis nach und nach.
Vitamin D: 10 -
20 µg; Vitamin D3 in Form von Calcitriol kann sowohl innerlich als auch äußerlich eine wirksame
Behandlung darstellen.
Selen: 200 µg
Selensulfid-Salbe; kann direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.
Zink: 50 - 100
mg; auch Zinkhaltige Salben direkt auf die Stellen auftragen.
Omega-3-Fettsäuren: 1 - 1,5 g; in Form von
Fischölkapseln
Gamma-Linolensäure (GLS): 4-6 Kapseln
Nachtkerzenöl
Vitamin E: mind.
100 mg; zusammen mit Fischöl- und Nachtkerzenöl
einnehmen.
Eine Haarmineralanalyse wäre anzuraten, um Mängel aufzudecken.
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Säure-Basen-Haushalt
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Der
Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen
akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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Schüssler-Salze
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Calcium phos.
Nr. 2, Kalium sulf. Nr. 6, Magnesium phos. Nr. 7 ; lange Einnahme nötig.
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Zahnstörfeld
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Tote Zähne
stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen können bedenklich sein. Sie
sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
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Sonstiges
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Eine Erfahrung
meines Kollegen Hermann Kaufmann: "Wenn Sie sich überwinden können, 5 Tage zu Fasten und nur Ihren eigenen Urin zu trinken (Eigenharntherapie), sind Sie höchstwahrscheinlich Ihre Psoriasis los. Dies ist
eine Erfahrung mit eigenen Patienten."
Eine andere Quelle schlägt vor, für 1 bis 4 Monate täglich 10-75 Gramm Fischöl in Kapselform,
unmittelbar vor dem Essen, zu nehmen. Anschliessend langfristig täglich 6-10 Gramm.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 16.08.2011 aktualisiert.

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