Die Pulsierende Signaltherapie
Bei der Pulsierenden Signaltherapie (PST) handelt es sich um
eine Variante der Magnetfeldtherapie. Die Magnetfeldtherapie
ist eine alternative Heilmethode deren Kosten in der Regel
nicht von den Krankenversicherungen übernommen werden.
Bei Methode der pulsierenden Signaltherapie werden
Magnetfelder erzeugt, die unterschiedliche Frequenzen
besitzen.
Unterschied zur
Magnetfeldtherapie
Bei der Magnetfeldtherapie
werden die Quantronmagnetresonaz-, die Magnetfeldresonanz- und
die Pulsierende Signaltherapie unterschieden.
Es ist bekannt, dass bereits die ägyptischen Priester von
magnetischen Metallen zur Heilung von Krankheiten Gebrauch
machten. Der Arzt Hippokrates
wusste ebenfalls um die heilende Wirkung von Magneten. Im 16.
Jahrhundert verwendete Paracelsus
Magnete, um Wunden zu heilen.
Im 18. Jahrhundert wiederum gebrauchte Anton Mesmer, welcher
als Heiler praktizierte, Magnete, um Schüttelkrämpfe zu
vermindern. Dies konnte durch Wissenschaftler jedoch nicht
verifiziert werden. Das erste Patent im Bereich der
Magnetfeldtherapie wurde 1869 vergeben. Zu Beginn des 20.
Jahrhunderts wurde die Magnetfeldtherapie zur Behandlung von
Rheuma und Migräne verwendet.
In der Mitte des 21. Jahrhundert wurden spezielle
Apparaturen entwickelt, mit denen Magnetfelder im inneren
Körper des Patienten erzeugt werden konnten. Die Methode der
Pulsierenden Signaltherapie, welche patentiert ist, wurde von
dem Biophysiker Dr. Richard Markoll entwickelt. Das
Verfahren dient zur Heilung von Beschädigungen des Knochens,
des Bindegewebes und des Knorpels.
Der Knorpel besteht aus den Knorpelzellen, welche als
Chondrozyten bekannt sind, und der Interzellularsubstanz,
welche als extrazelluläre Matrix bezeichnet wird. Dieser
wiederum setzt sich aus Kollagen, Proteoglycanen und
Glycoproteinen zusammen und werden durch die Chondrozyten
generiert (siehe auch -> Arthrose).
Auch besitzt diese extrazelluläre Matrix eine hohen
Wasseranteil. Die Proteoglycane zeichnen sich durch ihre
negative Ladung aus. Dadurch kommt es zur Anlagerung von
dissoziierbaren Protonen. Durch Druck kommt es zu strömenden
Potentialen, da die Protonen von den Proteoglycanen in die
Matrix dissoziieren und es zur Bewegung der Matrix kommt.
Dadurch wiederum wird die Synthese durch die Chondrozyten
reguliert. In erkranktem Knorpel sind diese Vorgänge
gestört.
Durch die Pulsierende Signaltherapie sollen diese Vorgänge
durch äußere Einflüsse stimuliert werden. Die Chondrozyten
werden durch die pulsierenden Magnetfelder dazu angeregt die
Biosynthese der Matrixproteine wieder aufzunehmen. Die Studie
zur „Wirkungsweiseder Pulsierenden Signaltherapie auf
3D-Knorpelzellkulturen“ zeigte, dass die Synthese von Kollagen
durch Pulsierende Signaltherapie vermindert wird. Bei
osteoarthrotischen Chondrozyten ist eine erhöhte Expression von
Kollagen charakteristisch.
Bei der Behandlung werden die betroffenen Bereiche des
Körpers in eine Luftspule gelegt. Durch diese fließt ein
pulsierender Gleichstrom, wodurch ein pulsierendes Magnetfeld
entsteht. Die Stromstärke wird während der Behandlung, welche
etwa eine Stunde dauert, verändert. Dabei werden von dem zu
behandelnden Patienten keine Schmerzen durch die Therapie
empfunden.
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